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Wer einmal aus dem Blechnapf frißt: Roman
 
 
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Wer einmal aus dem Blechnapf frißt: Roman [Taschenbuch]

Hans Fallada
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 584 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746653177
  • ISBN-13: 978-3746653174
  • Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 11,6 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 385.675 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Wer einmal aus dem Blechnapf frisst
OA 1934 Form Roman Epoche Moderne
Zwei Jahre nach seinem Welterfolg Kleiner Mann – was nun? (R S. 339) erschien Hans Falladas Roman Wer einmal aus dem Blechnapf frisst. Dieses Buch, das die Odyssee des Sträflings Willi Kufalt beschreibt, bestätigte den Ruhm des Schriftstellers als wirklichkeitsnaher Chronist seiner Zeit.
Inhalt: Willi Kufalt, der eine Haftstrafe wegen Unterschlagung verbüßt hat, macht sich nach seiner Entlassung auf den Weg nach Hamburg mit dem Entschluss, ein neues Leben zu beginnen. Er kommt in einem Fürsorgeheim für ehemalige Gefängnisinsassen unter, wo er Unterstützung für seine Rückkehr in die Gesellschaft zu finden hofft. Kufalt erfährt jedoch nur erneut Demütigung und willkürliche Unterdrückung: Man gewährt ihm keinen freien Ausgang und seine Arbeit wird schlecht bezahlt.
Als er sich auf die Suche nach einer eigenen Wohnung begeben kann, stößt Kufalt wegen seiner Vergangenheit auf Misstrauen und Ablehnung. Erst als er seine Zeit im Gefängnis verschweigt, findet er eine Bleibe. Kufalt ergreift die Chance, sich mit einigen Bekannten selbstständig zu machen, doch das Unternehmen scheitert. Enttäuscht kehrt er in die Kleinstadt zurück, in der er seine Haftstrafe verbüßt hat. Hier kommt er als Anzeigen- und Abonnentenakquisiteur bei einer Lokalzeitung unter.
Kufalt lernt Hilde kennen, eine junge Frau, die mit ihrem unehelichen Sohn bei ihren Eltern lebt. Sie ahnt nichts von seiner Vergangenheit und verlobt sich mit ihm. Für eine Weile scheint es so, als könnte er sich eine ehrbare Existenz aufbauen, doch dann wendet sich das Blatt. Kufalt wird zu Unrecht eines Diebstahls bezichtigt und von einem voreingenommenen Kriminalbeamten eingesperrt. In dem Moment, da seine Unschuld bewiesen ist, hat er die Hoffnung auf ein normales Leben schon verloren. Kurzerhand verlässt er seine Braut und macht sich erneut auf den Weg nach Hamburg. Anders als bei seiner ersten Reise ist er nun entschlossen, sein Geld auf illegale Weise zu verdienen.
Auch Kufalts ehemaliger Mithäftling Emil Bruhn ist nach seiner Entlassung an den Vorurteilen der Gesellschaft gescheitert. Kufalt erfährt, dass Bruhn für einen Großbrand in seiner Holzfabrik verantwortlich gemacht wird und flüchtig ist. Hierdurch in seinem Fatalismus bestärkt, entwirft Kufalt den Plan für einen Juwelenraub. Auf der Suche nach einem Komplizen wendet er sich an Batzke, einen früheren Mitinsassen und verschlagenen Ganoven. Batzke lehnt das Angebot ab, da ihm der Plan vorgeblich zu riskant erscheint.
Während Kufalt ziellos in den Tag hineinlebt und Handtaschen stiehlt, gelingt es Batzke, den Coup auf eigene Faust durchzuführen. Als Kufalt davon erfährt, sinnt er auf Rache und versucht Batzke zu erpressen. Nachdem die Erpressung fehlgeschlagen ist, bestiehlt er seine Vermieterin und flieht. Die Polizei kommt ihm auf die Spur; er wird festgenommen und zu sieben Jahren Haft verurteilt. Kufalt, dem das Gefängnis inzwischen als der einzige Ort erscheint, an dem er ein geregeltes und ruhiges Leben führen kann, nimmt das Urteil erleichtert auf.
Der Roman beschreibt einen Teufelskreis, dem Kufalt nicht entkommen kann. Doch nicht nur die Schuld einer von Vorurteilen beherrschtenGesellschaft bringt ihn zurück ins Gefängnis. Kufalt selbst begeht den Fehler, indem er aus mangelnder Eigenverantwortlichkeit beschließt, sich an der Gesellschaft zu rächen.
Wirkung: Erste Kritiken äußerten sich zunächst verhalten positiv. Die nationalsozialistischen Pressestimmen hingegen verrissen das Buch mit dem Ziel, den Autor mundtot zu machen. Empfehlungsschreiben an die Buchhändler sollten eine Warnung für andersdenkende Kritiker sein und eine »Gleichschaltung der deutschen Literaturkritik« vorantreiben. B. S.

Kurzbeschreibung

Der Häftling Kufalt kann sein fünfjähriges Gefängnisleben nicht mit der Gefängniskluft abstreifen. Es bleibt an ihm haften, begleitet ihn auf Schritt und Tritt wie unsichtbar an ihn gekettet. Sein Leidensweg ins bürgerliche Dasein ist von den Vorurteilen seiner Umwelt begleitet. Es platzt die Verlobung und sein Traum von einer ehrbaren Existenz. Er, der ewige Pechvogel, bleibt ein Versager für die Bürger und für die Ganoven. Erleichtet geht er zurück ins Gefängnis: Nun hat er Ruhe - er ist zu Hause.

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
"Wer einmal aus dem Blechnapf frißt" erzählt eine Geschichte aus Deutschland im ersten Viertel diesen Jahrhunderts. Das Buch erzählt von Menschen, die sich ganz unten im damaligen Klassensystem befinden und von dem Versuch von dort auszubrechen. Willi Kufalt ist wegen eines Traumes, den er sich verwirklichen wollte, ins Gefängnis geraten. Nach seiner Entlassung unternimmt er unzählige Versuche, um wieder in das Leben eines normalen Bürgers zurückzukehren, schließlich hat er nicht nur seine Haftstrafe abgesessen, er bereut auch aufrichtig, was er getan hat. Aber es ist nicht möglich, das Gespenst des Verbrechers abzuschütteln. Die Vergangenheit holt Willi Kufalt unweigerlich immer wieder ein. Das Erschütternde an diesem Buch sind das Mitgefühl und die Hoffnung, die man unwillkürlich mit der Hauptfigur fühlt. Ein Buch über einen Einzelnen und seinen Weg in die Normalität, aber auch über die Menschen, die nicht vergessen und erst recht nicht verzeihen können. Die Einsicht ist hart, aber leider (und immer noch) wahr. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dieser Roman Falladas basiert auf seiner eigenen Gefängnishaft und stellt eine Abrechnung mit dem Strafvollzug der Weimarer Republik dar. Fallada hinterfragt mit diesem Werk die Bevormundung des einzelnen Häftlings durch den Staat: die Hauptperson, der Häftling Kufalt, kann nach seiner Entlassung tun und lassen was er will, er ist und bleibt derjenige, dem man nicht vertrauen kann, der es zu nichts bringt. Hinzu kommen die damals hohe Arbeitslosigkeit und die Voreingenommenheit weiter Bevölkerungsteile. Obwohl der gesellschaftskritische Aspekt klar hervortritt, liest sich dieses Buch sehr flüssig. Es hinterläßt beim Leser einen nachdenklichen Eindruck von der Wirkungsweise unseres Rechtsstaats, welcher jedoch eher das Lesevergnügen steigert als schmälert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Abgestempelt 20. Juli 2007
Format:Taschenbuch
Fallada hat in seinem Roman:"Wer einmal aus dem Blechnapf frisst", ein sehr brisantes Thema angesprochen. Dieser Roman wurde 1934 geschrieben und vom Nazieregieme verboten. In diesem Roman geht es um einen kaufmännischen Angestellten, der wegen Urkundenfälschung und Unterschlagung zu einer 5 jährigen Haft verurteilt wurde. Nach seiner Haftentlassung versucht der ehemalige Häftling Kulfat ein neues Leben zu beginnen.
Er beginnt im Akkord Adressen zu schreiben, begreift sehr schnell, dass man von diesem Lohn nicht leben kann. Bedingt durch seine Vorstrafe findet er keine anderen Anstellungen, nur durch einen eigenwilligen Zufall gerät er an den alkohlsüchtigen Betreiber einer schon fast pleite gegangenen Zeitung und erhält eine Anstellung als Abonnentenwerber.
Er hat Erfolg, kann sich eine ordentliche Wohnung leisten. lernt eine Frau kennen und alles scheint gut zu gehen, bis er eines Tages des Diebstahls bezichtigt wird. Alles fällt wie ein Kartenhaus zusammen, Kulfat merkt die Ablehnung der Gesellschaft und wird wieder straffällig.
Fallada erzählt sehr einfühlsam und auch immer mit einer gewissen Spannung von seiner Hauptfigur, die es nicht geschafft hat, sich nach einer Straftat gesellschaftlich wieder in das Leben einzuordnen. Dieses Buch zeigt auch Parallelen zu unserem heutigen Leben, wer einmal straffällig war, hat es schwer den gesellschaftlichen Anforderungen wieder gerecht zu werden.
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