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Nach Achim von Arnims Tod traf den Fürsten Pückler Bettines Gefühlsüberschwang: "Ihre Briefe an ihn sind Grotesken einer petrarkistischen Schwärmerei und mussten gerade für einen ironischen, skeptischen Weltmann wie den Fürsten Pückler schwer zu ertragen sein."
Mit der behutsamen Auswahl an Textstellen und den knappen Kommentaren gelingt es Hannelore Schlaffer, das Leben der Bettine Brentano zu skizzieren und einen Einstieg in ihr Werk zu eröffnen. Nicht vergessen hat Schlaffer freilich, dass Bettines Salon zu den "geheimen Keimzellen der Revolution" von 1848 zählte, dass sie ihre Beziehungen zum König nutzte, ihm Gnadengesuche für politische Gefangene sandte und mit Schmeicheleien an den König die Zensur umging. Es ist aber nicht nur eine Textauswahl, die die Zusammenhänge zwischen Leben und Briefen deutlich macht, sondern sie dokumentiert auch die ersten Versuche weiblicher Emanzipation. Hierin gescheitert, beging Bettines Freundin Caroline von Günderode Selbstmord. --Matthias Kehle
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