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Guy Brouard und seine Schwester Ruth hatten als einzige Angehörige einer jüdischen Familie die Besetzung der Insel durch die Nazis überlebt. Seit dem zweiten Weltkrieg residierten sie auf Guernsey -- Ruth in stiller Ergebenheit ihrem Bruder gegenüber, Guy in Gesellschaft einer stetig jünger werdenden Abfolge von Frauen. Sein letzter Wille war es, ein Museum zur Erinnerung an den Holocaust zu finanzieren. Und ausgerechnet die junge China River, die gemeinsam mit ihrem Bruder Pläne für dieses Museum nach Guernsey gebracht hat, wird nun des Mordes an dem alten Millionär verdächtigt ...
Mit großer erzählerischer Souveränität gelingt es Elizabeth George, die Waage zu halten zwischen einer atemlos spannenden Geschichte und in gebührender Ausführlichkeit gezeichneten Figuren. Ihre Protagonisten haben nicht einfach nur "Macken" die sie interessant machen sollen, sondern sind mit ihren ungewöhnlichen Eigenschaften auch handlungsbestimmend. Gerade die gemeinsame Vergangenheit von Deborah und China, von der Simon erst gar nichts ahnt, trägt zur unheimlichen Atmosphäre des Romans bei. Auch weiß die Autorin, angemessen mit aktuellen Themen wie dem Kunstraub im Dritten Reich umzugehen. Und in guter britischer Krimitradition werden am Schluss alle offenen Fragen beantwortet und alle Fäden aufgedröselt. Wer die Wahrheit sucht ist trotz seiner über 700 Seiten ein weiterer Schmöker von Elizabeth George, der keine Längen aufweist. --Felix Darwin -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Weder Krimi noch Beziehungsroman,
Rezension bezieht sich auf: Wer die Wahrheit sucht (Gebundene Ausgabe)
Vielleicht würde E.George eine schriftstellerische Pause gut tun. Nachdem sie eine ganze Reihe hervorragender Lynley/Havers Krimis hingelegt hat, die ich fasziniert verschlungen habe, kam bei der Lektüre dieses Buches das Gefühl auf, sie wolle hier um jeden Preis "das Dutzend vollmachen".Mit der Ablösung des beliebten Duo Lynley/Havers durch das wenig überzeugende Team Simon/Deborah wurde meine Lesererwartung erst einmal ziemlich enttäuscht. Die beiden wirkten nicht nur farblos, sondern - wenn ich ehrlich bin - sogar unsympathisch auf mich. Deborah benimmt sich wie ein verzogenes Gör und Simon geht mir mit seinen "mit meinem Bein bin ich nur ein halber Mann" Selbstmitleid einfach auf den Wecker! Es wimmelte zwar von Personen und Beziehungskisten, aber zu vieles war widersprüchlich und unausgegoren oder einfach comichaft überzeichnet, wie die geldgeile Exfrau mit ihrem Muttersöhnchen. Und was die "kriminalistische" Seite angeht: Ohne zuviel verraten zu wollen: Insbesondere die Lösung am Ende empfand ich als Zumutuung an den Verstand des Lesers. Es sprach nicht nur von der Charakterisierung der Täterperson zuviel dagegen, sondern es gäbe da auch gewichtige logische Einwände. Die zwei Sterne gibt es vor allem für den immer noch gut lesbaren Erzählstil (der aber auch schon besser war!) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Enttäuschung auf ganzer Linie,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wer die Wahrheit sucht: Roman: Ein Inspector-Lynley-Roman (Taschenbuch)
Elizabeth George gelingt mit diesem Roman absolut nicht an ihren Erfolg anzuknüpfen. Man muß sich regelrecht durch dieses Buch durchkämpfen. Es tritt absolut keine Spannung auf.Völlig fehl am Platz ist der Zusatz: "Ein Inspektor-Lynley-Roman". Dieser hat in diesem Buch nur eine kurze Gastrolle. Der Verlag könnte sich auch für die Rückseite der Bücher etwas Neues einfallen lassen. Das Zitat aus der Brigitte: " Elizabeth George schafft das Unglaubliche: Sie kann die Spannung im Vergleich zu ihren letzten Büchern immer noch einmal steigern!" ist wohl jetzt schon auf fast allen Büchern von Elizabeth George zu lesen. Dieser Roman jedoch zeigt, daß dieses Zitat längst überaltet ist und nicht der Realität entspricht! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Missing Havers,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wer die Wahrheit sucht (Gebundene Ausgabe)
Guy Brouard, steinreich, gönnerhaft, wird auf der Kanalinsel Guernsy ermordet. War eine seiner vielen Frauenbeziehung das Motiv? Oder seine Art von Hilfegeben und -wegnehmen? Verdächtigt wird zunächst China Rivers, Deborahs Freundin aus ihrer Zeit in Amerika, die gemeinsam mit ihrem Bruder Cherokee einen Auftrag für Brouard erledigt hat. Deborah kann ihren Mann Simon St. James überreden, mit ihr auf die Insel zu kommen und Nachforschungen anzustellen.Wie (fast) immer hat die Autorin den Fall gut aufgebaut, ein Opfer im Beziehungsnetz von Freund und Feind, nach und nach werden Stücke zusammengetragen, die das Charakterbild, die Vergangenheit und letztlich auch das Motiv zeigen. Das Ganze geschieht in einer grünen Landschaft unter grauem Himmel, in hochherrschaftlichen und einfachen Häusern, aber immer mit der Teezeit um 5 Uhr. Nur: Hält die Autorin ihre Leser für so dumm, dass sie ihnen alles drei-, viermal erzählen muss, oder hat sie sich eine bestimmte Seitenzahl als Limit gesetzt? Nachdem fünfmal geschildert wurde, wie Guys Verhätnis zu Schützling Paul entstand, habe ich aufgehört zu zählen. Am schlimmsten ist aber Deborahs Verhalten. Freundschaftschwüre mit China, die Beteuerung der alten Verbundenheit, hundert Entschuldigungen für das lange Schweigen in der Zwischenzeit sind zu dick aufgetragen. Dass jede Meinungsverschiedenheit mit Simon, sogar objektive Tatsachen, die er gegen China entdeckt, Liebe und Ehe in Frage stellen, ist pubertär, ebenso das angeblich erotische Geplänkel zwischen Deborah und Cherokee. Im Schlussteil erfährt das kindische Verhalten Genugtuung. Im Vergleich zu andern George-Büchern fehlt Lynley nicht; er wird durch St. James ausreichend ersetzt. Aber es fehlt der Gegenpart zum abgehobenen Getue einiger Mitspieler: Barbara Havers. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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