Der Film basiert auf dem sogenannten "Affen-Prozess" im Amerika der 20er Jahre und läßt Vernunft (in Gestalt von Henry Drummond) und Religion (repräsentiert durch Matthew H. Brady) aufeinander treffen.
Wer den Wind sät ist kein "Blockbuster" und auf Special Effects wartet man vergebens, doch die schauspielerische Leistung der beiden Kontrahenten Tracy (Drummond) und March (Brady) ist beeindruckend: Innerhalb und außerhalb des Gerichtsaals liefern sich die beiden mit spitzer Zunge furiose Wortgefechte und beide tragen - ohne zu viel vom Film zu veraten - ihre gegensätzlichen Positionen mit bewunderswerter Intensität vor (in diesem Zusammenhang ist noch zu erwähnen, das man sich in beide Personen hineinversetzen kann und die jeweiligen Motive und Handlungen durchaus nachvollziehen kann).
Doch nicht nur die Haupdarsteller beindrucken, auch die restlichen Rollen überzeugen und erzeugen eine dichte Atmosphäre, der man sich kaum entziehen kann.
Diese Intensität wiegt auch die technischen Mängel des Films auf: Mono-Sound und das Schwarz/Weiß-Bild zeigen das Alter des Films (1960), doch 5.1-Sound würde bei einem dialoglastigen Film wie diesem keinen Sinn machen und das S/W unterstützt eher noch die Bildeindrücke.
Zum Schluß sei noch der Hinweis auf Gene Kelly und seine Rolle, die deutlich an einen moderneren Mephisto erinnert, gestattet: Einfach wundervoll, wie der Rest des Films.