Die wunderschönen und surrealen Bilder von Quint Buchholz erzählen uns vom Himmel und dem Mond und deren Faszination, die sie auf Mensch und Tier ausüben. Der Einladung "das Firmament zu beschriften" ist Autor Michael Krüger für das Buch "Wer das Mondlicht fängt" gerne nachgekommen. "Manche Dichter sitzen am Schreibtisch und suchen Reime für die Nacht, finden sie einen, ist es vollbracht. Wir fahren nachts im Boot über den See und lassen den Himmel dichten." Kleine Anekdoten oder Geschichten, manchmal über Globalisierung oder Innovationsprozesse, erzählt Michael Krüger, dem es nicht immer gelingt, die Magie der faszinierenden Bilder von Quint Buchholz einzufangen. Denn der Illustrator scheint zum Betrachter über Einsamkeit, Sehnsucht, Unendlichkeit, die Überlegenheit der Natur über den Menschen, Zusammensein, Verlust, Nostalgie, Melancholie, Rastlosigkeit, verpasste Chancen, Abschied, Ende und Anfang und natürlich die Liebe zu sprechen. Dies alles stellt er, wenn nicht im Angesicht des Mondes, dann im Lichte der Sterne oder einer anderen natürlichen Lichtquelle dar, die alles bescheinen und erleuchten und so jedem Bild einen ganz besonderen Reiz und zauberhaften Glanz verleihen.
Die Bilder von Quint Buchholz sind eigentlich so aussagekräftig, dass sie gar keinen weiteren Text benötigen, um sie verstehen zu können. Von den Bildern geht eine teilweise bedrückende, desolate Faszination aus, die Michael Krüger an einigen Stellen jedoch gelungen ist in eine Art Wort-Bild-Spielerei umzusetzen, die eine gewisse Ironie zum Ausdruck bringt.
Resultat des Anschauens und Lesens des Buches "Wer das Mondlicht fängt" ist auf jeden Fall, dass man ver- und bezaubert diesen Bild-Gedicht-Band schließt und sich in einer Phantasiewelt wieder findet, in der man glaubt, "auf einem einfachen Strich den Mond zu erreichen".