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Wer arbeitet,  ist der Dumme: Die Ausbeutung der Mittelschicht
 
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Wer arbeitet, ist der Dumme: Die Ausbeutung der Mittelschicht [Taschenbuch]

Michael Sauga
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch EUR 7,95  
Taschenbuch, Oktober 2007 --  


Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 2 (Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492051278
  • ISBN-13: 978-3492051279
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 517.490 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michael Sauga
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Haben Sie dieses Jahr wieder nicht mehr Geld im Portemonnaie? Dann sind Sie keine Ausnahme, denn seit Jahren sinken die Realeinkommen der deutschen Beschäftigten. Michael Sauga, Wirtschaftsredakteur beim »Spiegel«, sagt, warum das so ist und was getan werden muss. Er fordert nichts weniger als einen Komplettumbau des bisherigen Sozialstaats. Kein europäischer Staat beutet seine Arbeitnehmer so aus wie der deutsche. Bei jeder »Reform« - Gesundheit, Steuer, Pflege - wird der Faktor Arbeit am stärksten belastet. Die Zeche zahlen stets die Arbeitnehmer. Deshalb ist unser Sozialstaat aus der Balance geraten, deshalb gibt es die »Drei-Drittel-Gesellschaft«. Und bleibt es bei der bisherigen Politik, wird sich diese Entwicklung fortsetzen. Willkommen im Prekariat!

Über den Autor

Michael Sauga, geboren 1959 in Vienenburg am Harz, ist studierter Volkswirt und hat für die Wirtschaftswoche in Düsseldorf und für Focus in Bonn gearbeitet. Gemeinsam mit Bernhard Felderer veröffentlichte er den Band »Bevölkerung und Wirtschaftsentwicklung«. Seit 2000 ist er im Berliner Parlamentsbüro des Nachrichtenmagazins Der Spiegel der zuständige Redakteur für Arbeit und Soziales.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Michael Sauga beschreibt anschaulich und mit viel Fachwissen, wer letztlich diesen Sozialstaat finanziert: Es sind die nicht viel aber auch nicht wenig verdienenden Angestellten. Diesen wird systematisch mehr genommen, als sie jemals wieder von den Sozialsystemen zurück erhalten.
Dies ist umso überraschender, da doch die Regierenden immer wieder das Gegenteil behaupten.
Interessant ist auch, dass im Verhältnis zu anderen Ländern in Europa die Arbeitnehmer wesentlich stärker belastet sind. Dies trifft übrigens auf die Besteuerung von Unternehmungen im Gegensatz zu der Propaganda der Unternehmerverbände nicht zu.

Dieses Buch hilft, die Finanzierung unserer Sozialsysteme zu hinterfragen. Es macht auch deutlich, dass es leider nicht so leicht ist, wie es häufig von der Politik dargestellt wird. Doch es zeigt auch, dass ein Nachdenken helfen kann, erstens unsere Sozialpolitiker zu durchschauen und zweitens sich für ein gerechteres System einzusetzen, in dem wirklich jeder entsprechend der "Stärke seiner Schultern" belastet wird.

Das Buch ist sehr lesbar geschrieben. Mir selbst schien es zu lesbar geschrieben zu sein. Ich hätte mir Quellenverweise in dem Text gewünscht, die wenn überhaupt sehr indirekt vorhanden sind. Damit wäre das Buch als Startpunkt einer aufregenden Reise in unsere Sozialsysteme geeignet. Auch hätte es etwas kürzer ausfallen können. So wiederholt sich die primäre Argumentationskette. Dies liegt daran, dass sie für alle im Buch geschilderten Situationen zutrifft und richtig ist. Dies wäre für mich aber ein Grund gewesen, das Buch kürzer zu fassen.

Wer verstehen möchte, was sich hinter den Luftblasen unserer Sozialpolitiker verbirgt, sollte dieses Buch lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Happyx TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Die Wiedervereinigung fand statt auf Kosten des MIttelstandes abwärts, die Bereicherung der Superreichen und aller oberen Stände durch Ausquetschung des normalen Steuerzahlers geht weiter. Michael Sauga beschreibt die sich verfestigende Tendenz der Verwaltungsbürokratie und aller Beamten, die sich auf Kosten der immer unsicherer werdenden Arbeitsplätze des Normalsterblichen bereichern. Eine neue Ständegesellschaft entsteht: maximale Sicherheit und Einkommen auf der einen und Rackern bis zum Umfallen auf der anderen Seite. Was in der Aufschwungphase mal richtig war, kann nicht auf alle Zeiten weitergeschrieben werden. Jetzt, in einem umfassenden Verteilungskampf, kann niemand mehr an alten Privilegien festhalten. Mit gut 2600 Euro monatlich liegt das Altersgeld eines Westbeamten mehr als dreimal so hoch wie das eines normalen Arbeitnehmers. Staatsbeamte haben zudem weniger Stress, sie leben länger als wir Normalsterblichen. Die Versorgungskosten für Beamte vervierfachen sich von heute 18 Milliarden auf 72 Milliarden im Jahr 2050. Allein das sind Zahlen, die erhebliche soziale Sprengkraft beinhalten.

Die Befreiung der Erbschaftssteuer vom Neidfaktor hin zum Chancengleichheitsfaktor ist ein zentraler Punkt dieses Buches. Wer erbt, muss einen Teil seines Reichtums abgeben, ist das Credo in den angelsächsischen Ländern, um den Aufsteigern aus der Unter- und Mittelschicht den Aufstieg zu ermöglichen. Bei uns ist es so: wenige erben viel, die meisten erben wenig bis nichts. Der Staat, also wir alle bzw. unsere Regierung unterstützt einseitig die Vermögenden. Der soziale Abstieg des einfachen Arbeitnehmers scheint unaufhaltbar, sein Lebensstandard ist heute nicht höher als vor 15 Jahren, Studienabgänger müssen Jahre auf einen guten Berufseinstieg warten, sich als Praktikanten andienen. Die Rente wurde von Adenauer an als Wahlkampfinstrument benutzt und heute freuen sich alle Versicherungen über unsere Unsicherheit in diesem Bereich. Unternehmen ver-argumentieren notwendige Einsparungen über die Globalisierung, der Arbeitnehmer kommt sich vor wie der Hamster im Laufrad der Weltwirtschaft.

Man liest sich nicht ganz leicht ein in dieses Buch. Es sind nämlich all jene Informationen von Lohnnebenkosten, Renten etc. aufgeführt, bei denen wir in Diskussionen nach dem 3. Satz verständnislos weghören. Wenn man sich aber eingelesen hat, werden die Ausführungen spannend und nachvollziehbar. Unsere Demokratie scheint "brutalstmöglichen Spannungen" entgegenzusteuern, "Die-Da-Oben" holen Staats-Einkommen hauptsächlich aus den immer leerer werdenden Taschen des kleinen Arbeitnehmers, also mehr und mehr über die Lohnnebenkosten. Nach den Wahlen eignen sich die Lohnnebenkosten (und nicht die Steuern) hervorragend, um mögliche Versprechungen oder Steuersenkungen geräuschlos zu finanzieren. Herr Kohl hat das Ganze mit der Finanzierung der Wiedervereinigung auf die Spitze getrieben, der Lohn des kleinen Arbeitnehmers wurde als Steuergeschenke an die Vermögenden weitergereicht. Als Quintessenz wäre eine komplett neue Steuer-Strategie anzudenken, die den Parteien Steuerungsmechanismen über Lohnnebenkosten weitgehend aus der Hand nimmt. D.h. die Lohnnebenkosten müssen reduziert und die Einnahmen des Staates gerechter von allen gefordert bzw. auf diese verteilt werden. Die von Michael Sauga entwickelten Vorschläge refklektieren wohltuende, klare Lösungsansätze jenseits vom immer unterträglicheren Retro-Getöse von Linken und Wirtschaftsradikalen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Wenn viele politische Volksverdummer und Journalisten und auch nicht wenige sog. Wirtschaftsexperten ständig und überall fordern: "Die Steuern und Abgaben sind zu hoch." und "Wir müssen die Steuern senken.", wer würde ihnen dann nicht sofort zustimmen?

Naturgemäß sind die Steuern und Abgaben immer zu hoch, denn die Frage, von WEM holt sich der Staat die Steuern und Abgaben und für WAS gibt er sie aus, ist eine vollkommen andere, aber die entscheidendere Frage.

Unabhängig von der Höhe der Steuern und Zwangsabgaben des Staates sollte in einem demokratischen Rechtsstaat des 21. Jahrhunderts daher ein Prinzip gelten: Die Grundregeln müssen für alle Bürger gleich sein. Niemand darf wegen seiner beruflichen Stellung, der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Statusgruppe bzw. einem Stand oder der Höhe seines Einkommens diskriminiert (bzw. bevorteiligt) werden, wenn es um die leistungsgerechte Verteilung der Lasten und die Finanzierung des Staates geht.

Entgegen der weitverbreiten "politischen Lyrik", nach der die starken Schultern mehr tragen als die schwachen, sind es aber in Deutschland gerade die Angestellten und Arbeiter der Mittelschicht, die die Hauptlast tragen und trotz "Reichensteuer" nicht die Vermögenden und wirklich Reichen, wie der Autor in seinem Buch darlegt.

Denn in der real existierenden Bundesrepublik Deutschland konzentriert sich wie in keinem anderen Land die Finanzlast ausgerechnet auf diejenigen, die gleichzeitig den gößten Teil des nationalen Reichtums produzieren, also den Wohlstand unseres Landes.

Sozialabbau, Ausgabenexplosion, Steuerstaat, der ausgeuferte Sozialstaat - die gängigen und pauschalen Schlagworte in den Medien erweisen sich daher als weitgehend ungeeignet, die wahren Probleme des Standortes Deutschland und die eigentlichen Fehlfunktionen im deutschen Sozialstaat zu beschreiben.

Dementsprechend bekommen auch (fast) alle ihr Fett weg: Nicht nur Oskar Lafontaine, Frank Bsirske und Ulla Schmidt, sondern auch Hans-Werner Sinn, Guido Westerwelle und (Arbeitgeberpräsident) Dieter Hundt.

Eine Spezies lässt der Autor bei seiner Analyse dann doch außen vor, nämlich diejenigen, die der Ökonom und Wirtschaftspolitiker Ludwig Erhard in seinem Buch "Wohlstand für Alle" vor über 50 Jahren als "dünne Oberschicht, welche sich jeden Konsum leisten konnte", bezeichnet. Warum kommen die Multimillionäre und Milliardäre, die Superreichen ungeschoren davon? Warum findet man dazu kein einziges Wort in dem Buch, während Ludwig Erhard dies als "roten Faden" bezeichnet hat?

Das Buch ist auch für Leute, die nicht gerne mit Zahlen umgehen, äußerst verständlich geschrieben. Es ist jedoch schade, dass die optische Gestaltung und das Layout die Qualität des Inhalts und der Argumentation etwas mindern, denn hin und wieder würde eine Tabelle oder ein Diagramm den Text nicht nur auflockern, sondern auch veranschaulichen. Offensichtlich wird heute auch bei den Verlagen darauf kein Wert mehr gelegt.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Verständlich geschrieben aber...
es fehlen Übersichten, Diagramme, Zusammenfassungen, Tabellen. Es wurde zumeist einfach runtergeschrieben, die Gliederung hilft nur wenig den Überblick zu behalten. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Elfie veröffentlicht
mittelgutschlecht
In vielem hat er recht, allerdings verwendet er zum Argumenieren gerne Extremwerte und überspitzt dadurch seine Aussagen, so dass man das Buch nur mit Vorsicht lesen sollte -... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. September 2008 von Amazonas
Hochinteressant, teils fast unglaublich
Auf das Buch bin ich durch Hr. Saugas Auftritt bei Maybritt Illner aufmerksam geworden.

Der Tenor des Buches läßt sich wie folgt zusammenfassen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. April 2008 von Livermore
Kinderhilfswerk bestaetigt Sauga's Thesen
Das Kinderhilfswerk hat Sauga's Thesen in beeindruckender Weise bestaetigt:
fuer die Zunahme der Kinderarmut ist laut einer Studie das deutsche Steuer- und Sozialsystem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Februar 2008 von Peter Schaller
Wer nicht liest, ist der Dumme!
Witziges Buch! Lohnt doch immer wieder, mal eben die Zusammenfassung all dessen zu lesen, was wir sowieso schon wissen, worüber wir uns aber schon ein paar Tage lang nicht... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Dezember 2007 von Ralf Schwartz
Legt die Ursachen gut da und macht auch Verbessrungsvorschläge
Michael Sauga legt in seinem Buch "Wer arbeitet, ist der Dumme"
sehr deutlich da, was jeder Sozialversicherte Arbeitnehmer schon wusste:
In den letzten Jahren wurden die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. November 2007 von surfkiller20
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