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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Lesenswerter Detektivroman - Schauplatz Navajo Reservat,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wer die Vergangenheit stiehlt. (Broschiert)
Wer die Vergangenheit stiehlt - ein äußerst lesenswerter Roman für Leute, die an folgender originellen Mischung interessiert sind: Da ist a. die klassische Handlungsstruktur eines Detektivromans, in der der Leser zusammen mit den beiden Protagonisten versucht, das Verschwinden von Dr Eleanor Friedman-Bernal, einer Anthropologin, zu klären. Da ist b. die ungewöhnliche "Nische", die Tony Hillerman für seine Akteure gefunden hat. Wer die Vergangenheit stiehlt (und die anderen Bände aus dieser Reihe, die lose miteinander verknüpft sind), spielt nicht in irgendeinem amerikanischen Großstadtdschungel, sondern auf der Navajo Reservation in Arizona und New Mexico. Joe Leaphorn und Jim Chee, Polizisten der Navajo Stammespolizei, versuchen den Fall zu lösen und bieten Hillerman dabei die Gelegenheit, den Leser beinahe nebenbei mit der Kultur und Denkweise der Navajos vertraut zu machen. Und da ist c. die Landschaft der Canyons und bizarren Sandsteinformationen, der ausgetrock-neten Flußbetten und der prähistorischen Fundstätten der Anasazi-Indianer. Dieses setting bildet nicht nur den Hintergrund, sondern sorgt zusammen mit den Akteuren für die einzigartige Atmosphäre, die für Hillerman so typisch ist. Ein weiteres Plus ist, dass die beiden Protagonisten nicht eindimensionale Detektivfiguren sind, sondern vielschichtig dargestellt sind und mit menschlichen Problemen zu kämpfen haben: Joe Leaphorn, der ältere von den beiden, versucht über den plötzlichen Tod seiner Frau hinwegzukommen, und Jim Chee ist sich über seine Gefühle für Janet Pete, eine junge Navajo Rechtsanwältin, noch nicht im Klaren. Hillerman gelingt es, den Leser von Anfang an in seinen Bann zu ziehen. Und das Schönste daran: obwohl vom Plot her der whodunit-Aspekt im Vordergrund stehen sollte, ist er (für mich jedenfalls) zweitrangig; das Faszinierende an diesem Roman ist die Atmosphäre, die durch die Charaktere - Navajo-Indianer - und das setting - die Navajo Reservation - erzeugt wird. Viel Spass! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klischeefreier Ethno-Thriller der Extraklasse,
Rezension bezieht sich auf: Wer die Vergangenheit stiehlt. (Taschenbuch)
Wieder ein raffiniert gestrickter Plot aus Hillermans Feder: Während Jim Chee zunächst nur einen dreist gestohlenen Grabungsbagger sucht und zwei ermordete Helfershelfer einer illegalen archäologischen Grabung findet, setzen Joe Leaphorn existentielle Sorgen zu: Nach dem Tod seiner Frau erscheint ihm das Leben sinnlos. Fürs erste ist er beurlaubt, und sein Pensionsgesuch hat er auch schon eingereicht. Da er das Nichtstun aber nicht erträgt, begleitet er einen alten Freund, der einer Vermisstenmeldung nachgeht - eine Archäologin ist verschwunden. Der Fall interessiert ihn, und interessiert ihn auch wieder nicht, aber da er es zu Hause nicht aushält und die Erinnerungen übermächtig werden, lässt er seinem "Jagdinstinkt" freien Lauf und geht der Sache nach.Schließlich begegnen Chee und Leaphorn einander ausgerechnet im Missionszelt eines indianischen Erweckungspredigers (rein dienstlich, versteht sich), und bald stellen sie fest, dass es einen Zusammenhang geben muss zwischen den ermordeten Grabräubern und der vermissten Archäologin. Und dann ist da noch der alte Fuchs Harrison Houk, der irgendetwas verschweigt... Wie gesagt, auch dieser Krimi ist raffiniert aufgebaut, ohne dass der Zufall über Gebühr strapaziert würde (eigentlich wird er überhaupt nicht strapaziert), und auch diesmal leben Handlung und Atmosphäre von den vielen Facetten im Leben der Navajos und den Konflikten zwischen den Kulturen, und die Figuren sind wunderbar plastisch gezeichnet, einfach überzeugend. Hillerman rutscht niemals ins Klischee ab, im Gegenteil. Nur ein Beispiel: Ein schlechterer Autor hätte die Kochkünste von Leaphorns verstorbener Frau vermutlich in Tortillas gipfeln lassen (und wäre damit prompt in die Klischeefalle getappt); Leaphorn aber erinnert sich an ihren Sauerbraten... Da dies einer von Hillermans allergelungensten Krimis ist, will ich auch gnädig über die leidigen "Baumwollbäume" und ähnliche Schnitzer des deutschen Übersetzers hinwegsehen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Er fahndet nach einem dreist gestohlenen Bagger und findet zwei ermordete Illegale,
Rezension bezieht sich auf: Wer die Vergangenheit stiehlt. (Broschiert)
Wieder ein raffiniert gestrickter Plot aus Hillermans Feder: Während Jim Chee zunächst nur einen dreist gestohlenen Bagger sucht und zwei ermordete Helfershelfer einer illegalen archäologischen Grabung findet, setzen Joe Leaphorn existentielle Sorgen zu: Nach dem Tod seiner Frau erscheint ihm das Leben sinnlos. Fürs erste ist er beurlaubt, und sein Pensionsgesuch hat er auch schon eingereicht. Da er das Nichtstun aber nicht erträgt, begleitet er einen alten Freund, der einer Vermisstenmeldung nachgeht: Eine Archäologin ist spurlos verschwunden, und außerdem gibt's da noch den alten Fuchs Harrison Houk, der offensichtlich irgendwas wichtiges verschweigt. Der Fall interessiert Leaphorn und interessiert ihn auch wieder nicht, aber da er es zu Hause nicht aushält und die Erinnerungen übermächtig werden, lässt er seinem Jagdinstinkt freien Lauf und geht der Sache nach.Schließlich begegnen Chee und Leaphorn einander ausgerechnet im Missionszelt eines indianischen Erweckungspredigers -- rein dienstlich, wie Kennern der Reihe ohnehin klar sein dürfte. Bald stellen sie fest, dass es einen Zusammenhang geben muss zwischen den ermordeten Grabräubern und der vermissten Archäologin. Dieser Krimi ist raffiniert aufgebaut, ohne dass der Zufall über Gebühr strapaziert wird (eigentlich wird er überhaupt nicht strapaziert), und auch diesmal leben Handlung und Atmosphäre von den vielen Facetten im Navajoreservat und den Konflikten zwischen den Kulturen. Die Figuren sind wunderbar plastisch gezeichnet, ihre Charakterisierung überzeugt durchweg. Hillerman rutscht niemals ins Ethno-Klischee ab, im Gegenteil. Nur ein Beispiel: Ein schlechterer Autor hätte die Kochkünste von Leaphorns verstorbener Frau vermutlich in Tortillas oder noch grimmiger Zeigefingerrelevantes gipfeln lassen (und wäre damit prompt in die Klischeefalle getappt). Aber Leaphorn erinnert sich an ihren Sauerbraten... Da dies einer von Hillermans allergelungensten Krimis ist, will ich auch gnädig über die leidigen "Baumwollbäume" und ähnliche Schnitzer des deutschen Übersetzers hinwegsehen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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