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Wer die Vergangenheit stiehlt.
 
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Wer die Vergangenheit stiehlt. [Taschenbuch]

Tony Hillerman , Klaus Fröba
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, Oktober 2001 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 219 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: Neuausg. (Oktober 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499230488
  • ISBN-13: 978-3499230486
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,4 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 188.525 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eine Wissenschaftlerin ist drauf und dran, ein altes Rätsel der Anthropologie zu lösen. Doch dann verschwindet sie auf einmal in einem Ausgrabungsgebiet. Die Navajo-Cops Jim Chee und Joe Leaphorn stellen fest, dass dort wertvolle Keramiken gestohlen wurden. Ist die Anthropologin den Dieben der Vergangenheit auf die Spur gekommen?

Über den Autor

Tony Hillerman wurde 1925 als Sohn eines Farmers in Oklahoma geboren und besuchte acht Jahre lang als Tagesschüler ein Internat für Indianer. Neben seinen Tätigkeiten als Journalist und Dozent an der University of New Mexico begann er Ende der sechziger Jahre Kriminalromane zu schreiben. Für seine Ethnothriller um die Navajo-Cops Jim Chee und Joe leaphorn erhielt er von der Vereinigung der amerikanischen Krimi-Autoren den Edgar Allan Poe Award und den Grandmaster Award. Hillermans Romane wurden in siebzehn Sprachen übersetzt. Der sechsfache Vater lebt mit seiner Frau in Albuquerque, New Mexico.

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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Lesenswerter Detektivroman - Schauplatz Navajo Reservat, 13. November 1998
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wer die Vergangenheit stiehlt. (Broschiert)
Wer die Vergangenheit stiehlt - ein äußerst lesenswerter Roman für Leute, die an folgender originellen Mischung interessiert sind:

Da ist a. die klassische Handlungsstruktur eines Detektivromans, in der der Leser zusammen mit den beiden Protagonisten versucht, das Verschwinden von Dr Eleanor Friedman-Bernal, einer Anthropologin, zu klären.

Da ist b. die ungewöhnliche "Nische", die Tony Hillerman für seine Akteure gefunden hat. Wer die Vergangenheit stiehlt (und die anderen Bände aus dieser Reihe, die lose miteinander verknüpft sind), spielt nicht in irgendeinem amerikanischen Großstadtdschungel, sondern auf der Navajo Reservation in Arizona und New Mexico. Joe Leaphorn und Jim Chee, Polizisten der Navajo Stammespolizei, versuchen den Fall zu lösen und bieten Hillerman dabei die Gelegenheit, den Leser beinahe nebenbei mit der Kultur und Denkweise der Navajos vertraut zu machen.

Und da ist c. die Landschaft der Canyons und bizarren Sandsteinformationen, der ausgetrock-neten Flußbetten und der prähistorischen Fundstätten der Anasazi-Indianer. Dieses setting bildet nicht nur den Hintergrund, sondern sorgt zusammen mit den Akteuren für die einzigartige Atmosphäre, die für Hillerman so typisch ist.

Ein weiteres Plus ist, dass die beiden Protagonisten nicht eindimensionale Detektivfiguren sind, sondern vielschichtig dargestellt sind und mit menschlichen Problemen zu kämpfen haben: Joe Leaphorn, der ältere von den beiden, versucht über den plötzlichen Tod seiner Frau hinwegzukommen, und Jim Chee ist sich über seine Gefühle für Janet Pete, eine junge Navajo Rechtsanwältin, noch nicht im Klaren.

Hillerman gelingt es, den Leser von Anfang an in seinen Bann zu ziehen. Und das Schönste daran: obwohl vom Plot her der whodunit-Aspekt im Vordergrund stehen sollte, ist er (für mich jedenfalls) zweitrangig; das Faszinierende an diesem Roman ist die Atmosphäre, die durch die Charaktere - Navajo-Indianer - und das setting - die Navajo Reservation - erzeugt wird. Viel Spass!

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Klischeefreier Ethno-Thriller der Extraklasse, 21. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Wer die Vergangenheit stiehlt. (Taschenbuch)
Wieder ein raffiniert gestrickter Plot aus Hillermans Feder: Während Jim Chee zunächst nur einen dreist gestohlenen Grabungsbagger sucht und zwei ermordete Helfershelfer einer illegalen archäologischen Grabung findet, setzen Joe Leaphorn existentielle Sorgen zu: Nach dem Tod seiner Frau erscheint ihm das Leben sinnlos. Fürs erste ist er beurlaubt, und sein Pensionsgesuch hat er auch schon eingereicht. Da er das Nichtstun aber nicht erträgt, begleitet er einen alten Freund, der einer Vermisstenmeldung nachgeht - eine Archäologin ist verschwunden. Der Fall interessiert ihn, und interessiert ihn auch wieder nicht, aber da er es zu Hause nicht aushält und die Erinnerungen übermächtig werden, lässt er seinem "Jagdinstinkt" freien Lauf und geht der Sache nach.
Schließlich begegnen Chee und Leaphorn einander ausgerechnet im Missionszelt eines indianischen Erweckungspredigers (rein dienstlich, versteht sich), und bald stellen sie fest, dass es einen Zusammenhang geben muss zwischen den ermordeten Grabräubern und der vermissten Archäologin. Und dann ist da noch der alte Fuchs Harrison Houk, der irgendetwas verschweigt...
Wie gesagt, auch dieser Krimi ist raffiniert aufgebaut, ohne dass der Zufall über Gebühr strapaziert würde (eigentlich wird er überhaupt nicht strapaziert), und auch diesmal leben Handlung und Atmosphäre von den vielen Facetten im Leben der Navajos und den Konflikten zwischen den Kulturen, und die Figuren sind wunderbar plastisch gezeichnet, einfach überzeugend.
Hillerman rutscht niemals ins Klischee ab, im Gegenteil. Nur ein Beispiel: Ein schlechterer Autor hätte die Kochkünste von Leaphorns verstorbener Frau vermutlich in Tortillas gipfeln lassen (und wäre damit prompt in die Klischeefalle getappt); Leaphorn aber erinnert sich an ihren Sauerbraten...
Da dies einer von Hillermans allergelungensten Krimis ist, will ich auch gnädig über die leidigen "Baumwollbäume" und ähnliche Schnitzer des deutschen Übersetzers hinwegsehen.
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5.0 von 5 Sternen Er fahndet nach einem dreist gestohlenen Bagger und findet zwei ermordete Illegale, 13. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Wer die Vergangenheit stiehlt. (Broschiert)
Wieder ein raffiniert gestrickter Plot aus Hillermans Feder: Während Jim Chee zunächst nur einen dreist gestohlenen Bagger sucht und zwei ermordete Helfershelfer einer illegalen archäologischen Grabung findet, setzen Joe Leaphorn existentielle Sorgen zu: Nach dem Tod seiner Frau erscheint ihm das Leben sinnlos. Fürs erste ist er beurlaubt, und sein Pensionsgesuch hat er auch schon eingereicht. Da er das Nichtstun aber nicht erträgt, begleitet er einen alten Freund, der einer Vermisstenmeldung nachgeht: Eine Archäologin ist spurlos verschwunden, und außerdem gibt's da noch den alten Fuchs Harrison Houk, der offensichtlich irgendwas wichtiges verschweigt. Der Fall interessiert Leaphorn und interessiert ihn auch wieder nicht, aber da er es zu Hause nicht aushält und die Erinnerungen übermächtig werden, lässt er seinem Jagdinstinkt freien Lauf und geht der Sache nach.

Schließlich begegnen Chee und Leaphorn einander ausgerechnet im Missionszelt eines indianischen Erweckungspredigers -- rein dienstlich, wie Kennern der Reihe ohnehin klar sein dürfte. Bald stellen sie fest, dass es einen Zusammenhang geben muss zwischen den ermordeten Grabräubern und der vermissten Archäologin.

Dieser Krimi ist raffiniert aufgebaut, ohne dass der Zufall über Gebühr strapaziert wird (eigentlich wird er überhaupt nicht strapaziert), und auch diesmal leben Handlung und Atmosphäre von den vielen Facetten im Navajoreservat und den Konflikten zwischen den Kulturen. Die Figuren sind wunderbar plastisch gezeichnet, ihre Charakterisierung überzeugt durchweg.

Hillerman rutscht niemals ins Ethno-Klischee ab, im Gegenteil. Nur ein Beispiel: Ein schlechterer Autor hätte die Kochkünste von Leaphorns verstorbener Frau vermutlich in Tortillas oder noch grimmiger Zeigefingerrelevantes gipfeln lassen (und wäre damit prompt in die Klischeefalle getappt). Aber Leaphorn erinnert sich an ihren Sauerbraten...

Da dies einer von Hillermans allergelungensten Krimis ist, will ich auch gnädig über die leidigen "Baumwollbäume" und ähnliche Schnitzer des deutschen Übersetzers hinwegsehen.
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