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Kundenrezensionen

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NR. 1 HALL OF FAMEam 27. Dezember 2003
Dieser Film, basierend auf dem mit dem begehrten Purlitzerpreis ausgezeichnetem Roman von Harper Lee - in den USA ist "Wer die Nachtigall stört" bis heute eines der bestverkauften Bücher aller Zeiten überhaupt - mit Gregory Peck in der Hauptrolle (der wohl eindrucksvollsten seiner Karriere) als engagierter Vater und couragierter Anwalt zählt zu den ganz großen Meisterwerken der Filmgeschichte Hollywoods: In der rennomierten IMDB International Movie Data Base) findet sich "To Kill A Mockingbird" an der Spitze neben anderen zeitlosen Klassikern wie "Die 12 Geschworenen" oder "Sunset Boulevard". Lange vor "Die Jury" von John Grisham (und der gleichnamigen Verfilmung von Joel Schumacher, mit Sandra Bullock) lieferte dieser Film ein grandioses Plädoyer die Toleranz, ein eindrucksvolles Monument für Zivilcourage.
"Wer die Nachtigall stört", angesiedelt im Amerika der 30er Jahre, ist ein Film über ein zentrales, bis heute existierendes Thema der amerikanischen Gesellschaft, des amerikanischen taates: Rassenhaß, dem Haß auf Farbige. Nachdem der Farbige Tom Robinson der Vergewaltigung einer Weißen angeklagt wird, verwandelt sich die bis dazu friedliche und stille Ortschaft in ein Pulverfaß: Blindwütiger Fanatismus, blinder Rassenhaß beginnen die Gemeinde zu zerstören... .
Der sehr stimmige und spannende Film erhielt 1962 sieben Oscar-Nominierungen in den wichtigsten Kategorien (Film, Regie, Drehbuch, Kamera, Hauptdarsteller, Hauptdarstellerin,
Ausstattung) - zwar war man chancenlos gegen den Monumentalfilm "Lawrence of Arabien" (gegen den sich auch "Der längste Tag" und "Meuterei auf der Bounty" geschlagen geben mußten - ein sehr produktives Jahr für Hollywood mit großen Filmen), dennoch wurde "Wer die Nachtigall stört" für bestes Drehbuch und beste Ausstattung sowie Gregory Peck als bester Hauptdarsteller
ausgezeichnet. Den stimmigen Score zu diesem Film lieferte der begabte Komponist Elmar Bernstein, Produzent war der spätere Regiesseur Alan Pakula. Wunderbar wird die Atmosphäre der Handlungsschauplätze vermittelt, exzellent sind die schauspielerischen Leistungen.
Darüber, und über viele andere Facetten des Films berichtet das äußerst umfangreiche (über 90 Minuten) - und kurioserweise nicht am Cover vermerkte - "Making Of" dieses wunderbaren Films.
Das Bild wurde, speziell für die DVD, aus einem neu angefertigten Original-Kameranegativ abgetastet und bietet - angesichts des Alters des Films - einen hervorragenden Kontrastumfang und eine unglaubliche Plastizität. Ton gibts zwar nur in Mono, dafür in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Insgesamt ein cineastisches Meisterwerk, welches Bestandteil jeder anspruchsvollen DVD-Sammlung sein sollte (Hinweis: Diese Neuauflage der DVD ist übrigens völlig ident zur Erstauflage, lediglich mit neuem Cover ohne "Streifen" oben und unter am Bild, und erstmals von Universal direkt vermarktet).
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HALL OF FAMEam 10. März 2001
Literatur zu verfilmen ist schwer genug; Poesie auf die Leinwand zu transportieren fast unmöglich. Auch wenn man den zu Grunde liegenden Roman von Harper Lee nicht kennt, spürt man, daß dies hier gelungen ist. Beginnend mit einer fast magischen Titelsequenz wird langsam eine Kleinstadt in den Südstaaten der 30er Jahre vor uns ausgebreitet, eine Welt aus Kindersicht, die uns immer mehr in ihren Bann zieht. Ruhige Schwarz-Weiß-Bilder und die hypnotische Musik von Elmer Bernstein erzeugen eine ungeheuer dichte Atmosphäre. Erstaunlich hierbei die jungen Schauspieler, die absolut natürlich agieren: sie "spielen", wie es ihrer Natur entspricht. Wir spüren den steten Wechsel von Neugier und Furcht, wenn es an die Erkundung des Nachbarhauses mit dem geheimnisumwitterten, monströsen Bewohner geht. Und wir erkennen die Wichtigkeit einer Identifikationsfigur, wie sie der Vater und Rechtsanwalt Atticus Finch darstellt. Gregory Peck ist auf der einen Seite der Fels des Anstandes in der Brandung des Rassenhasses, auf der anderen Seite sind seine Gefühle (Angst um seine Kinder, Wut, Verzweiflung, Hoffnung, Dankbarkeit) stets sichtbar, selbst wenn er sich nicht von ihnen leiten läßt. Er spielt hier nicht nur die Rolle seines Lebens, sondern zeigt für mich eine der besten schauspielerischen Leistungen überhaupt, auch wenn Pauline Kael hämisch kolportiert, er habe den Oscar nur gewonnen, weil er einen tollwütigen Hund erschossen und einen unschuldigen Schwarzen verteidigt habe. Bevor man nun den Vorwurf erhebt, hier würden (wenn auch edle) Klischees erzeugt, muß man sich überlegen, daß es 1962 tatsächlich ungeheuer war, daß ein Schwarzer "Mitleid" mit einer weißen Frau zeigte; daß seine Chance tatsächlich sehr gering war, in einem Gerichtsverfahren Recht zu bekommen, wenn seine Aussage gegen die Aussage weißer Zeugen stand. Der schwer übersetzbare Titel "To Kill A Mockingbird" deutet auf das Dilemma von "Gut" und "Böse", und daß Kinder diese zu unterscheiden lernen müssen. Klischee ist lediglich eine einfältige Einteilung aller Menschen in diese Kategorien. Ist der Lynchmob, gegen den Attichus Finch antritt, nun gut oder böse? Man achte auf die unschuldige und doch so weise Antwort, die seine Tochter Scott gibt! Wem der couragierte Anwalt immer noch zu eindimensional erscheint, der sei nochmals an die idealisierende Kindersicht erinnert. Kunst ist immer Abstraktion von Wirklichkeit - auf die Sichtweise kommt es an! Es gibt wenige Filme, die in ihrer Aussage so zeitlos und ihrer emotionalen Wirkung so tiefgehend sind.
Die DVD-Ausgabe dieses Klassikers ist grandios. Das Schwarz-Weiß-Bild ist (gemessen am Alter des Films) makellos, der originale Mono-Ton fast rauschfrei, die Dialoge akustisch gut verständlich. Wer Schwierigkeiten hat, den (gemäßigten) Südstaaten-Dialekt zu verstehen, kann englische Untertitel zublenden. Die Mühe lohnt sich allemal; über die Synchronfassung kann ich daher keine Angaben machen. Vorbildlich die ausführlichen Zusatzinformationen über die Beteiligten, die hier nicht nur Alibi-Funktion haben. Dazu kommt eine 90minütige (!) Dokumentation von 1998 (mit Interviews fast aller Beteiligter), die weder als Werbefilmchen noch als Heldenverehrung daherkommt, sondern ein eigenständiger Versuch ist, beiden Meisterwerken (Buch und Film) in Voraussetzung, Bedeutung und Wirkung künstlerisch näherzukommen. Merkwürdigerweise meint Columbia, es nicht nötig zu haben, Sonderausstattungen ihrer Scheiben auf der Verpackung zu vermerken - um so freudiger manchmal die Überraschung...
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am 29. November 2013
...nur eine Anmerkung zum "Hintergrundmusikgedudel" in der deutschen Tonspur: habe die ersten beiden DVD-Auflagen getestet und musste leider feststellen, dass auch hier dieses "Hintergrundmusikgedudel" auftritt, unter anderem ca. bei 80 min. Das heißt, das ursprüngliche deutsche Synchro-Master ist wahrscheinlich mit dieser "eingestreuten" Walzer/Marschmusik "verseucht" und kann nicht mehr davon befreit werden :-( Ich kenne diesen Effekt häufig von Magnetbandaufzeichnungen die lange in Archiven lagen und durch die Bandwicklung die Geräusche von anderen Stellen "übernehmen", d.h. wenn Magnetband übereinander liegt, kann das Signal sozusagen "abfärben". Ich weiß zwar nicht wie es in diesem Fall passieren konnte, da ich nicht wüsste wo solche Musik sonst im Film zu hören ist, aber wer weiß?
Nun habe ich diese """" sehr oft verwendet, aber ich weiß nicht, wie ich es sonst beschreiben sollte. Dieser Effekt, wenn ihn außer mir sonst noch jemand wahrgenommen hat, klingt sehr nach dem oben beschriebenen Phänomen.

Nachtrag 18/12/2013
...nun habe ich eine VHS-Aufzeichnung vom BR aus den End-Neunzigern überprüft und: höre da..... KEIN MUSIKGEDUDEL!!!
Das bedeutet, dass es doch ein fehlerfreies Tonmaster der deutschen Tonspur geben muss! So muss ich meine Meinung zu UNIVERSAL ändern:
DIES IST EINE GROSSE SCHLAMPEREI!!! Ich frage mich was da für Leute an den Schnittplätzen und bei der Endkontrolle sitzen??? (Endkontrolle??? Gibt es soetwas überhaupt) Taube und Blinde? Aber da gäbe es ja wenigstens eine Blindengerechte Tonfassung... Also dann doch nur unmotivierte Zeitarbeiter...?
Traurig :-( Und das bei einer restaurierten Jubiläumsausgabe...
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am 27. Februar 2005
Der Film aus dem Jahre 1962 ist sehr gut und kann uneingeschränkt empfohlen werden. Leider wurde er technisch lieblos auf DVD umgesetzt. Das Bild ist auf einem Fernseher wohl noch gut anzusehen. Auf der Leinwand zeigt sich aber die mangelnde Schärfe deutlich. Da gibt's andere Filme aus dieser Zeit, die über ein hervorragendes Bild verfügen. Außerdem wurde das Bild nicht besonders aufbereitet oder restauriert. So blitzen u.a. immer wieder diese schwarzen Flecken auf, die als Signal für den Filmvorführer dienen (vgl. auch "Die neuen Pforten"). Außerdem ist das Bild nicht anarmorph codiert, man hat also kein echtes 16:9-Format, obwohl dies auf der Verpackung versprochen wird. Dort steht auch als Zeitangabe: 93 Min. Der Film dauert aber eine halbe Stunde länger! Auf der eigentlichen DVD wird dann die richtige Zeit angegeben. Daneben wird dort auch angegeben, es handele sich um einen Farbfilm, was natürlich falsch ist. All dies dies zeugt von der Lieblosigkeit der Umsetzung. Aber solche Schönheitsfehler könnte man ja noch verschmerzen, würde die Bild- und Tonqualität stimmen. Sehr störend ist beim deutschen Ton, dass während der Gerichtsverhandlung leise im Hintergrund völlig fremde, gar nicht zum Film gehörende Musik zu hören ist. Dies lenkt gerade in dieser eigentlich sehr intensiven Szene sehr ab. Testet man die anderen Sprachen, stellt man fest, dass dort alles o.k. ist. Sehr schade, dass dieser Klassiker durch die schlechte Technik derart beeinträchtigt wird. Eigentlich gilt: Film = 5 Sterne / DVD-Umsetzung = max. 2 Sterne!
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am 8. November 2002
Meine Mutter gab mir vor Kurzem das Buch "Wer die Nachtigall stört..." von Harper Lee zu lesen. Wie es so ist, lag es eine Weile herum, denn ich fand nicht die Zeit und Muße dafür. Dann brachte sie mir das Video mit. Ich zögerte lange, es mir anzuschauen, denn ich fürchtete, ich war nicht in der Stimmung für Verfilmungen "hoher Literatur". Irgendwann sah ich es mir dann doch an und war von der ersten Minute an begeistert. Ich habe selten einen Film gesehen, der so sanft aber dennoch ehrlich mit Geschichte umgeht. Er schildert die Begebenheiten in einer Kleinstadt in den Südstaaten vor langer, langer Zeit aus der Sicht von Kindern. Ihr Vater, ein Anwalt, bekommt den Auftrag, einen Schwarzen zu verteidigen, der angeblich eine weiße Frau vergewaltigt haben soll. Natürlich ist der Schwarze schuldig in den Augen der Weißen, und sie würden ihn am liebsten ohne Gerichtsverhandlung lynchen. Das läßt sein Anwalt nicht zu, denn er glaubt an Recht und Gesetz. Und seine Kinder glauben an ihn. Der Film zeigt die ihnen oft unverständliche Erwachsenenwelt ebenso wie ihre ganz eigene Kindheitswelt mit all ihren Wundern, Abenteuern, Ängsten und Problemen. Er beschwört Erinnerungen an meine eigene Kindheit herauf, und doch läßt er die Hauptgeschichte keinen Moment aus den Augen. Das beste, was man über einen Film sagen kann, ist, er wurde mit sehr viel Liebe und Verständnis gedreht. Dieser hier wurde es. Man spürt sie in jeder einzelnen Szene. Obwohl Gregory Peck als Anwalt eine sehr wichtige Rolle spielt, sind die eigentlichen Helden dieses Films die Kinder Scout und Jem auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden. Ich kann diesen Film jedem wärmstens empfehlen, der sich im Herzen noch an seine eigene Kindheit erinnert. Ich habe ihn mir gleich selber zugelegt. (Ich werde mir jetzt wohl doch noch einmal das Buch vornehmen..)
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am 9. November 2012
Beim deutschen Ton gab es in der Erstauflage von "Wer die Nachtigall stört" Tonaussetzer. Diese wurden durch eine Umtauschaktion in der Tat behoben. Nicht behoben hat man allerdings den Tonfehler, dass ca. ab der 80. Filmminute immer wieder nicht zum Film gehörende Walzer- und Marschmusik(!) in der deutschen (und auch nur in dieser) Tonspur im Hintergrund zu hören ist. Dieser Tonspurfehler setzt immer mal wieder für ein paar Minuten aus, zieht sich dann aber sporadisch durch bis fast zum Filmende!!! WAS SOLL DAS? Einer der besten Filme aller Zeiten wird dadurch geradezu lächerlich gemacht! Und dieser unerklärlich dumme Tonfehler wurde auch bei der ausgetauschten Zweitauflage NICHT behoben! Die Blu-ray von "Wer die Nachtigall stört" ist damit für alle, die den Film in deutscher Sprache sehen möchten, vollkommen unbrauchbar!!!
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am 4. April 2007
Scout und Jem sind die Kinder von Atticus Finch (Gregory Peck). Nach dem Tode seiner Frau lebt der Anwalt mit seinen zwei Kindern in der Kleinstadt Macomb, Alabama. Scout erzählt die Geschichte, die in einem Sommer begann und im darauf folgenden Sommer endete.

In den frühen 30er Jahren, zu Zeiten der Depression, wachsen die Kinder trotz der wirtschaftlichen Not im heißen Sommer des amerikanischen Südens vergnügt und behütet auf. Den unheimlichen Boo Radley, der in dem verfallenen Nachbarshaus wohnt, haben die Kinder noch nie zu Gesicht bekommen. Die Nachbarn erzählen sich wahre Horrorgeschichten über den "Irren". Das regt die Phantasien der Kinder an. Als Mutprobe gilt es, an sein Haus anzuklopfen. Doch immer wieder finden sie kleine Geschenke in einem hohlen Baumstamm nahe Boo Haus.

Da wird der Schwarze Tom Robinson angeklagt, die weiße Mayella Ewell vergewaltigt zu haben, Tochter des bitterarmen Landarbeiters Bob Ewell, der aus seiner rassistischen Gesinnung keinen Hehl macht. Atticus übernimmt die Verteidigung von Tom, obwohl er weis, dass ihm das in der kleinen Südstaatengemeinde nicht nur Freunde einbringen wird.

Vor Gericht wird deutlich, dass Tom Robinson völlig unschuldig ist und in Wahrheit ihr Vater selber sie schwer misshandelt hat, nachdem Mayella versucht hatte, den jungen Farbigen zu verführen. Trotz eines flammenden Plädoyers von Atticus spricht die rein weiße Jury Tom Robinson schuldig. Kurz darauf wird er bei einem Fluchtversuch erschossen.

Der eigentlich schuldige Bob Ewell fühlt sich von Atticus Finch bloßgestellt. Nachdem der friedliebende und grundanständige Atticus sich von dem hasserfüllten Mann nicht provozieren läßt, versucht er sich schließlich, an den Kindern zu rächen. Eines Nachts auf dem Nachhauseweg überfällt er Scout und Jem im Wald. Doch plötzlich taucht ein Unbekannter auf, tötet den brutalen Schläger und rettet die Kinder.

Der von allen gefürchtete Arthur "Boo" Radley ist kein böses Monster sondern in Wahrheit ein stiller, menschenscheuer und etwas autistischer junger Mann, der die Kinder beschützt hat als sie in größter Gefahr waren.

Diese warmherzige und anrührend erzählte Geschichte nach dem Roman von Harper Lee wird vor allem geprägt durch die Oskarprämierte Leistung von Gregory Peck. Er spielt Atticus Finch nicht, er ist es. Es ist die Rolle seines Lebens. Großartig sind aber auch die Nebenrollen, besonders die Kinder besetzt. Natürlich sollte man den Film möglichst im Original anschauen, zu Not mit Untertiteln. Auch wenn der Südstaatenslang mancher Darsteller teilweise schwer zu verstehen ist, so macht er doch einen wichtigen Teil des Kolorits des Handlungsortes aus.

Völlig zu Recht gilt der Film vielfach als einer der 100 besten Filme des 20. Jahrhunderts.

Anders als bei vielen anderen DVD Klassikern tragen die Produzenten Universal Pictures diesem Status in ihrer Oskar Edition" Rechnung. Nicht nur, dass der Film in einer guten Bild- und Tonqualität wieder gegeben wird. Kaum ein DVD Klassiker verfügt über so umfangreiches und interessantes Bonusmaterial wie diese äußerst liebevoll gemachte Ausgabe mit 2 Discs.

Es sind ausführliche Dokumentationen enthalten über die Entstehung des Films und über das Leben und Werk von Gregory Peck, in denen er wunderbare Anekdoten aus seinem Leben erzählt und auf Fragen des Publikums antwortet. Auch viele noch lebende Mitwirkende kommen zu Wort. Die anspruchsvolle historische Einordnung des Themas sowie eine angemessene Würdigung des Romans von Harper Lee, der mit einem Pullitzer Preis ausgezeichnet wurde, zeigen, dass Universal dieser wunderbare Filmklassiker scheinbar wirklich am Herzen lag.

Dass das alles noch zu einem günstigen Preis realisiert wurde, beweist dass es möglich ist, würdige Klassiker DVDs herzustellen, die aufzeigen was das Medium wirklich zu leisten vermag.

Deshalb 10 Sterne: 5 für den Film und 5 für die DVD.
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am 3. Februar 2012
So langsam möchte man meinen, es läge ein Fluch auf den deutschen Tonspuren. In der allerwichtigsten Szene dieses Klassikers tritt in der deutschen Tonspur (ca. 01 : 49 ' 41 ") ein Tonaussetzer von 11 Sekunden (!) auf. Völlige Stille, obwohl deutlich sichtbar gesprochen wird. (Ist auch kein Stilmittel, denn auf der DVD, in der TV-Ausstrahlung und auf der Originaltonspur sprechen die Protagonisten sehr wohl!) Es ist wirklich zum Haareraufen, dass es in letzter Zeit wirklich kaum noch fehlerfreie Veröffentlichungen gibt. Das Bild schaut übrigens recht ordentlich aus, wenn auch für meinen Geschmack zu sehr gefiltert. Aber das ist von Universal ja leider nichts Neues. Doch damit könnte ich leben, wenn dieses Manko mit dem Ton nicht wäre. Und das bei einem solchen Meisterwerk, sicher einem der zehn besten Filme aller Zeiten. Und ärgern, und ärgern, und ärgern ...
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am 4. Februar 2012
Leider weist die deutsche Synchronfassung der Bluray nicht nur diesen sehr ärgerlichen Tonaussetzer in der Schlussszene auf. Die dramatische Gerichtsverhandlung wird - ebenso wie zuvor auf der DVD - durch eine nicht zum Film gehörende, sehr deutlich hörbare und extrem störende zusätzliche Toneinblendung beeinträchtigt. Völlig unpassend ertönen während des Kreuzverhörs Walzermusik (!) und andere Musikstücke. Diese Untermalung hat erstens klangtechnisch eine sehr gute Qualität und muss sich folglich erst vor einigen Jahren bei einer Bearbeitung in irgendeinem Tonstudio eingeschlichen haben und tauchte zweitens tauchte nach meiner Erinnerung in keiner der alten TV-Ausstrahlungen auf. Sie ist somit kein Fehler in der eigentlichen Synchronisation. Deshalb meine Aufforderung an Universal: Lesen Sie die Synchronfassung neu ein und verbinden Sie diese dann mit dem restaurierten Bild. Denn verzichten möchte ich auf die deutsche Tonfassung nicht, da es sich um eine dieser wunderbaren alten Synchronisationen mit vielen bekannten Sprechern handelt, auch wenn der Südstaatenakzent der Originalversion leider keine Entsprechung gefunden hat. Im Übrigen kann ich mich über die Bluray nur lobend äussern: der Film sah wahrscheinlich nie besser aus. Die bereits 1963 vorgenommenen Nachbearbeitungen einzelner Aufnahmen am Optical Printer und deren digitale Überarbeitung für die Bluray sind zwar deutlich erkennbar, dafür entschädigt im Übrigen ein sehr scharfes, kontrastreiches Bild, in welchem endlich die ganzen wunderbaren Details in der Mimik von Gregory Peck und Mary Badham (Scout) zu sehen sind. Für diese überfällige Restauration spreche ich - trotz des Tadels zuvor - Universal meinen Dank aus. Leider lässt demgegenüber die Qualität des Bonusmaterials zu wünschen übrig...
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am 19. Mai 2012
Zum 100. Geburtstag der Universal Studios (gegründet am 8.6.1912 als erste Filmstudios in Hollywood vom Deutschen Carl Laemmle) veröffentlicht das Label mehrere Blu-rays in einer optisch sehr ansprechenden Mediabook-Reihe. Auch Robert Mulligans Oscar-prämiertes (bester Hauptdarsteller Gregory Peck, bestes Drehbuch, beste Ausstattung - bei insgesamt 8 Nominierungen) Gerichtsdrama, eine Verfilmung von Harper Lees gleichnamigen Roman, welches bis heute ein auf der Kinoleinwand unerreichtes Plädoyer für Toleranz & Menschlichkeit darstellt, wurde in ein solches äußerst edles Mediabook verpackt. Um das Mediabook befindet sich ein abnehmbarer Pappumschlag mit dem FSK-Logo vorderseitig & den Editionsinfos rückseitig, auf dem Mediabook selbst gibt's kein FSK-Logo & auch der Rücken desselbigen ist ohne jegliche Beschriftung. Nur der blaue Universal-Streifen mit dem "100th Anniversary Collector's Edition"-Vermerk am oberen Ende des Covers ist unlöslich angebracht.

Als Bonusmaterial (alles in engl. mit opt. UT) gibt's einen Filmkommentar mit Mulligan und Produzent Alan J. Pakula, die Doku zum Film "Schreckliche Gestalt" (90:13 Min.), das Podiumsdiskussions-mäßige Bio-Pic "Eine Unterhaltung mit Gregory Peck" (97:37 Min.), Pecks Dankesreden bei der Oscar-Verleihung 1963 & beim Preis für das Lebenswerk vom American Film Institute 1989, Auszüge aus einer Hommage an Peck mit seiner Tochter Cecilia (10:09 Min.), ein Interview mit Pecks Filmtochter & Scout-Darstellerin Mary Badham (12 Min.), das Featurette "100 Jahre Universal: Überarbeitung der Klassiker" zur Restaurierung alten Filmmaterials (9:11 Min. - einziges Extra in HD), den US-Kinotrailer sowie abschließend ein "Meine Szenen"-Featurette & einen U-Control-Modus (Szenen-Begleitung mit Cecilia & Anthony Peck) - beides bei Universal mittlerweile Standard.
Weiters befindet sich im Mediabook ein 44-seitiges, fix eingebundenes Booklet mit Artikeln von Pecks Ehefrau Veronique Peck & Harper Lee, Drehbuchseiten (mit Notizen von Peck), Storyboards, Abzügen von Filmpostern & Werbeplakaten, Auszüge aus dem Presseheft sowie Glückwunschschreiben an Peck anlässlich seines Oscar-Gewinns.

Von der Bild-Qualität her kann die Blu-ray dank der Überarbeitung durchaus überzeugen - vor allem in Anbetracht dessen, dass das Meisterwerk doch schon ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel hat. Dasselbe würde auch auf den Ton (Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1; Deutsch: DTS 2.0 Mono; UT in dt. & engl. sind vorhanden) zutreffen, wäre dem Label bei der Produktion der deutschen Blu-ray nicht ein sehr peinlicher & unprofessioneller Fehler unterlaufen: bei der deutschen Tonspur setzt 11 Sekunden lang (von 1:51:41 bis 1:51:52) der Ton komplett aus - dies wäre bei keiner noch so lieblosen DVD- od. Blu-ray-Veröffentlichung akzeptabel, bei einer solchen limitierten Jubiläums-Ausgabe für Sammler natürlich schon gar nicht!
Positiv ist hier zu erwähnen, dass Universal den enttäuschten Käufern die Möglichkeit eines Austausches bietet: laut ofdb.de schickt man zwecks Umtausch gegen eine fehlerfreie Neuauflage die Disc (natürlich ohne Verpackung) mit Angabe von Name und Adresse an:
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Universal Pictures Germany GmbH
Blu-ray Nachtigall Umtauschaktion
Christoph-Probst-Weg 26
20251 Hamburg
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Daher gibt's von mir doch noch 4 Sterne. Fehler können nun einmal passieren - wichtig ist, dass man versucht, sie wieder zu beheben!
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