Mit "Wer dem Feuer verfällt" gelingt Jane Feather erneut ein einfühlsamer und spannender historischer Liebesroman vor der Kulisse Londons um 1550.
Lady Pen ist jung, Witwe und Vertraute der katholischen Prinzessin Mary. Dies sind Eigenschaften, die sie zum geeigneten "Opfer" für den Spitzel Owen d'Arcy machen, der für den französischen Hof die Nachfolge des kranken Königs Edward VI. ausspionieren soll. Pen ist allerdings so intelligent, dass sie den Verführungen Owens nicht ohne Widerspruch nachgibt. Vielmehr nutzt sie d'Arcys Fähigkeiten für ihre eigenen Zwecke und weckt damit auch das private Interesse des Spions, der sein Weltbild gehörig ändern muss.
Jane Feather versieht sowohl Pen als auch Owen mit einer komplizierten und schweren Vergangenheit, die zusammen mit den geistreichen Dialogen der Geschichte eine ungeahnte Würze verleiht. Da Pen nie alles über Owen weiß, stolpern sie und die Leser immer wieder in eine emotionale Sackgasse, wenn es darum geht, seinen Charakter und seine Gefühle zu begreifen. Auch die Wirren im historischen Hintergrund und das politische Intrigenspiel, das die Helden immer wieder gefährdet, nehmen den Leser gefangen. Alles bildet einen packenden Mix, der einen mit spannender und guter Unterhaltung versorgt.