... ist dieses Buch, das ich überhaupt nicht mehr aus der Hand legen konnte. Einfühlsam und in gewohnt brilliantem Schreibstil schildert Rebecca Ryman das Schicksal Olivias und ihrer Kinder nach dem Tode Jais und deren verzweifelte Versuche, die Gerüchte um Jais Beteiligung am Sepoy-Aufstand zu widerlegen. Der Leser lernt dabei Maya, Amos, Kyle und Alistair kennen und trifft viele "alte Bekannte" aus "Wer Liebe verspricht". Gerade auch dieser Punkt hat mir das Buch so sympatisch gemacht, weil es beim Lesen das Gefühl einer Heimkehr in eine bereits bekannte Welt vermittelt. Die Personen sind in ihren Charakteren und Handlungen so detailliert beschrieben, dass man als Leser das ganze Buch über das Gefühl hat, Teil der Geschehnisse zu sein.
Die vielen negativen Rezensionen, die zu diesem Buch bereits erschienen sind, kann ich daher in keinster Weise teilen und mir nur dadurch erklären, dass diese Leser auf ein Buch á la "Wer Liebe verspricht" gehofft hatten, was dieses Buch jedoch in keiner Weise ist. Meiner Meinung nach liegt die Stärke dieses Buches jedoch gerade darin, dass es sich eben nicht NUR um einen Liebesroman handelt. Es ist emotional weitaus vielschichtiger: Die Personen kämpfen mit Rache, Neid, Haß, Mißtrauen, Verzweiflung usw.
Ich kann daher nur jedem empfehlen, sich auf dieses Buch einzulassen und es als das zu nehmen, was es ist: Ein wunderbares Buch mit herausragenden Emotionen und Hauptfiguren, die man nur lieben kann in einer Welt, die die Illusionen aus "Wer Liebe verspricht" verloren hat.