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Wer hat Angst vorm bösen Wolf
 
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Wer hat Angst vorm bösen Wolf [Taschenbuch]

Torsten Jäger
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Angst- und Panikattacken? Es war einmal ein kleiner Junge, der traute sich nicht mehr alleine in den großen dunklen Lebenswald. Zu viel Leid hatte er erfahren müssen, zu viele wilde Tiere hatten ihn verfolgt, gebissen, zur Verzweiflung gebracht. Darum schloss er sich in seine eigenen vier Wände ein - nach dem Motto "My home is my castle". Doch während er sich selbst in Sicherheit glaubte und sich eben auch in die vermeintlich sicheren "vier Wände" zurückzog, braute sich in ihm etwas zusammen. Die Erinnerungen an den großen dunklen Wald mit all seinen schauderhaften Gestalten hatte er hinter eine dicke Mauer verbannt, in der Hoffnung, dass diese ewig halten würde. Diese Hoffnung war jedoch utopisch! Das Bauwerk wurde im Laufe der Jahre porös – kein Wunder, hatte er es doch auf dem morastigen, instabilen Boden des großen Lebenswaldes errichtet. Voll Hochachtung hatte er versucht, das Monument zu umgehen und einen anderen Weg einzuschlagen, der ihn nicht in die Nähe dieses Gebildes führte. Doch dies das war letztlich nicht möglich! Um leben zu können, musste er die Mauer überwinden oder umgehen – stand sie einem erfüllten Leben doch direkt im Wege. Eines Tages nun versuchte der kleine Junge sie zu erklimmen und genau an diesem Frühlingstag brach sie unter lautem Getöse zusammen. Die Geister der bösen Raubtiere aus der Vergangenheit strömten hinaus und spukten durch den Lebenswald, hatten sich allesamt in der Seele des Jungen eingenistet und plagten ihn aufs Neue umso heftiger. Dieses Mal konnte er ihnen nicht entfliehen, wie es bei den echten Raubtieren durch ein Ausweichen zumindest sporadisch möglich gewesen war. Sie waren in ihm und um ihn, über und neben ihm. Bei jeder Tätigkeit, an jedem Tag, geisterten sie umher und erfüllten selbst den winzigen Flecken Erde, den der kleine Junge für sich beansprucht hatte, mit Furcht und Grauen. Selbst in seiner kleinen „Burg“, den eigenen vier Wänden, fühlte er sich nun nicht mehr sicher. Nach über 3 Jahren hatte er es also nicht mehr mit Gestalten aus Fleisch und Blut, sondern mit Geistern der Vergangenheit zu tun, die er nie rief, die ihn nun aber nicht mehr in Ruhe ließen. Denen er nicht entfliehen konnte und gegen jene auch kein anderer Mensch etwas auszurichten vermochte. Was sollte er nun tun? Den Kopf in den Sand stecken? Die Flinte ins Korn werfen? Selbst das war nicht möglich, denn die Geister waren überall, verfolgten ihn sogar bis in den „Sand“ und ins „Korn“, ließen seinen Körper erbeben, die Hände und Füße zu Eisblöcken erkalten, umnebelten seinen Verstand, hinderten ihn am Atmen und erfüllten ihn mit Schwindelattacken. Wer steckte dann schon gerne seinen Kopf in eine Masse, in der eben jene Geister herumschwebten, wer wagte sich, ins Korn die Flinte zu werfen, wenn dort böse Dämonenwesen ihr Unwesen trieben? Zudem wusste der Junge auch, dass er auf Dauer nur Ruhe finden konnte, wenn er es schaffen würde, die Geister aus seiner Welt zu vertreiben. Also blieb ihm nur eines. Er musste die Fähigkeit erlernen, die ein Geisterjäger inne hatte, die Gespenster vertreiben, sich den Weg in den großen dunklen Wald freikämpfen. Nur ganz langsam traute er sich – nachdem er gelernt hatte, die Gruselgestalten zu erkennen und sich ihnen zu stellen – in die bedrohlichen Gefilde, stieg hinweg über die Ruine der eingestürzten Mauer. Er kämpfte sich mit aller Kraft durch den Wald, in dem ihn allerlei Hürden erwarteten. Geisterschlangen mit dem lähmenden Gift des Zweifels, Geisterwölfe mit dem ängstigenden und zerstörerischen Gebiss eines Raubtieres. Und Geisterfüchse, die geschickt versuchten, den Jungen in die Irre zu führen - sei es in einen Irrgarten, oder aber direkt in die Sümpfe der Depression. Doch der Junge folgte den Brotkrumen und fand seinen Weg auf die Lichtung des großen Lebenswaldes. Und wie, fragen Sie sich? Den Weg aus Mobbing-Attacken in der Schule, Angstattacken in der Zeit danach und einer Panikstörung, die an einem milden Frühlingstag ihren Höhepunkt fand, finden Sie in diesem Buch. Folgen Sie dem Autor in den großen dunklen Lebenswald.

Der Autor über sein Buch

Ich möchte mit meinem Buch sowohl Betroffenen helfen, als auch Angehörigen oder Freunden von so genannten Phobikern Informationen bieten, damit sie ihre Lieben besser vestehen und mit ihnen angemessen umgehen können. Außerdem beabsichtige ich mit meinem Buch auf ein Problem hinzuweisen, das gerne totgeschwiegen wird. Doch es gibt sehr viele Menschen, die unter Ängsten leiden - oft auch unter Attacken. Aber entweder verschließen sie die Augen davor, oder sie trauen sich nicht, ihr Problem anzusprechen. Denn wer heute nicht funktioniert, der hat in der Gesellschaft weitgehend verloren. Auch eine Art von Diskriminierung, auf die ich mit meinen Zeilen aufmerksam machen möchte.

Über den Autor

Torsten Jäger wurde 1979 in Mainz geboren. Er wohnt in einer kleinen Weinbaugemeinde, ist ledig und arbeitet zurzeit als Sachbearbeiter. Dies ist sein erstes Buch, aber er schreibt zur Zeit eifrig an einem Roman. Mehr zu seinem Leben und Erleben in seinem Buch...

Auszug aus Wer hat Angst vorm bösen Wolf von Torsten Jäger. Copyright © 0. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Nur ein kurzer Ausschnitt

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Also, halten wir fest: Die Angst an sich ist ein lebenswichtiges Gefühl. Wir brauchen sie tagtäglich, sie sichert unser Überleben.
Versetzen wir uns nun in einen Briefträger. Er läuft seine seit 20 Jahren gleiche Route, steckt in jeden Briefkasten die Tagespost hinein und… plötzlich schießt ein Hund aus der nahen Toreinfahrt, steht die Zähne fletschend vor ihm und hat knurrend die Ohren angelegt.
Eine Schrecksekunde lang macht der Briefträger wohl gar nichts, ist wie gelähmt.
In dieser Zeit jedoch geht im Körper des Betroffenen sprichwörtlich die Post ab. Ein wahres Feuerwerk läuft über die Nervenbahnen ab, das Gehirn gibt über die Bioimpulse an die Nebennierenrinde den Befehl via Datenautobahn Rückenmark, die Hormonproduktion zu steigern.
Das Nebennierenmark schüttet Adrenalin aus. Dieses erreicht rasch jede Zelle des Körpers.
Der Herzschlag wird beschleunigt, die Atmung intensiver, damit mehr Sauerstoff vom Körper aufgenommen wird.
Die Leber beginnt blitzschnell mit dem Abbau von Glykogen zum Traubenzucker, der auch Glucose genannt wird.
Dieser natürliche Kick sorgt dafür, dass die Stoffwechselvorgänge beschleunigt werden. Die Zellen werden besser mit Sauerstoff beliefert, ihre Leistungsfähigkeit nimmt zu – besonders jene von Gehirn und Muskeln.
Die Pupillen erweitern sich, um möglichst viel zu sehen und so dafür zu sorgen, dass der Körper so schnell wie möglich reagieren kann.
Natürlich finden noch andere Stoffwechselvorgänge während einer solchen Schrecksekunde statt. Doch lassen wir es dabei einmal bewenden, da eine genauere Umschreibung den Rahmen sprengen würde.
Daher nun wieder zurück zur Situation. Unser Briefträger zuckt zurück und bereitet sich abwartend auf die Reaktion des Hundes sowohl auf Flucht als auch auf Abwehr eines Angriffes vor.
Doch schon vernimmt er einen Pfiff.
>Schnuffi, kommst du hier her!Na, das wird aber Zeit. Der Hund ist ja gemeingefährlich!Papa, ich will da hoch.Peter, komm, wir gehen wieder runter. Papa geht’s nicht so gut.<.
Papas Herz rast und er hat das Gefühl, jeden Moment in die Tiefe zu fallen – das verschweigt der Mann hier seinem Sohn.
Also gehen beide wieder hinunter und auf diesen Schreck trinkt Papa erst einmal ein Glas Limonade – kauft seinem Sohn natürlich als Trost ein Eis…
Hier erkennt man eindeutig keine direkte Gefahr, auf die hin eine solche körperliche Reaktion in der Regel erfolgt.
Einzig der Gedanke des Vaters, er könnte in die Tiefe fallen, hat hier die Symptome ausgelöst. In diesem Falle handelte es sich um Höhenangst.
Und jene wird zwar von einer örtlichen Begebenheit ausgelöst – jedoch besteht keine direkte Bedrohung für den Verängstigten. Denn ein Geländer war schließlich vorhanden, ein Hinabstürzen wäre unwahrscheinlich gewesen.

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