Kurzbeschreibung
Wenn es geigt
Wenns gyget, das heisst bei uns nicht nur, wenn das Zusammenspiel unter Musikanten vortrefflich klappt, sondern auch, wenn im zwischenmenschlichen Bereich alles reibungslos und in Harmonie abläuft. Der Band Wenns gyget ist Jahrzehntebuch, Poesiealbum und Rezeptbuch zugleich. Darin steht, wie wir früher unsere Musik spielten, was uns dabei am Herzen lag und wie man auch heute Schweizer Volksmusik noch spielen könnte. Wenns gyget auch darum, weil die vorliegende Musik ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert hat, also im so genannten Geigenjahrhundert der Volksmusik. 39 Tänzen sind Spielanleitungen und erläuternde Texte beigefügt. Federzeichnungen des Verfassers schmücken den Band. Märku Hafner
Über den Autor
Märku Hafner
Geb. 1928 in Langenthal. Glückliche Kinderzeit: Kein Radio, kein Grammophon, dafür Geigenstunden beim Vater, Gesang und Hausmusik en famille, Menuette, Allemanden, Sarabanden, Gavotten und Tanzlieder. Aufregende Jugendzeit: Krieg, nachts Bombenalarme, stockfinsteres Dorf, Lebensmittelkarten. Von Mutter bewun- derter Geiger im Schülerorchester, pustestarker Hornist in der Langenthaler Kadettenmusik. Klassische Musik im Seminarorchester, Reigen seliger Geister, Kindersinfonie. Knappes Essen im Internat, aber unvergessliche Landdienste mit Speckrösti und Milchkaffee, Gesottenem und Geräuktem. Wilde Jahre: Grafik-Ausbildung in Zürich und Bern. Idol Toulouse-Lautrec. Vorübergehend Existentialist. Klarinettenunterricht, Schnuppern in Jazzkellern. Gute Jahre: 1952 schlägt der Blitz ein: die Schweizer-, die alpine Volksmusik. Danach Feuer im Dach bis dato. Lehrplätze bei Volksmusik-Urgesteinen wie die Walpeni, Sepp Mutter, Luzi Bergamin, Josias Jenny, Werner Nold. Jahrzehnte voller tanzmusikalischer Vergnügen im Familien-, Schüler- und Freundeskreis und mit hochkarätigen Kollegen.