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Wenn du spürst, es geht nicht mehr: Eine Mutter und ihr schwerstbehindertes Kind. Die härteste Entscheidung ihres Lebens.
 
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Wenn du spürst, es geht nicht mehr: Eine Mutter und ihr schwerstbehindertes Kind. Die härteste Entscheidung ihres Lebens. [Taschenbuch]

Julia Hollander , Brigitte Döbert
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 2 (14. Juli 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404616456
  • ISBN-13: 978-3404616459
  • Originaltitel: When the Bough breaks
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 128.483 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Frisch verheiratet, eine kleine Tochter, das Haus auf dem Lande und schwanger mit dem zweiten Kind - Julias Leben scheint perfekt. Doch als das Baby auf die Welt kommt, ist alles anders als beim ersten Mal. Es gibt Komplikationen. Und als sie ihr Baby zum ersten Mal im Arm hält, spürt Julia vor allem eines: tiefe Angst. Wenn du spürst, es geht nicht mehr ist die bewegende Geschichte eines Verlusts. Und die Geschichte einer Frau, die eine Entscheidung treffen musste ═ mit der Liebe, der Kraft und dem Mut einer Mutter. Eine Mutter entscheidet sich, ihr Kind wegzugeben. Sie verstößt gegen alle Tabus ═ um ihre Familie zu retten

Über den Autor

Brigitte Döbert, geboren 1959, lebt in Köln. Sie übersetzt Sachbücher aus dem Englischen und Belletristik aus dem Bosnischen, Kroatischen und Serbischen, u. a. von Jeremy Rifkin und Rujana Jeger.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bibliothekarin (meine Bibliothek) TOP 1000 REZENSENT
Julia Hollander bekommt ihr 2tes Kind. Gestern war noch alles in bester Ordnung, heute windet sie sich vor Schmerzen. Sie schreit sich die Seele aus dem Leib, irgendwas stimmt nicht. Die Hebamme ist 40 km weit entfernt - irgendwo -, legt beim Telefonat desinteressiert auf. Der Lebensgefährte panisch, bringt Julia mit dem Auto ins nächste Krankenhaus. Sie bricht, sie schreit, sie blutet...
Eine schwierige schmerzhafte Geburt folgt. Das Mädchen blau, ruhig. Sie überlebt knapp. Brutkasten, müde überforderte Ärzte, abgestumpftes Krankenhauspersonal. Sie werden als "hysterische Eltern" abgestempelt. Jede Frage (Was hat sie? Wann können die Medikamente abgesetzt werden? Wann kann sie ihre erste Milch trinken?) wird von der behandelten Ärtzin mit "Das weiß nur Imogen allein", beantwortet. Imogen, so nennen sie die Tochter.
Als sie Imogen nach Hause nehmen können, beginnt eine schwierige Zeit. Imogen schreit in einer Tour. Tag und Nacht, fast 24 Stunden am Stück. Die Eltern schwer überfordert, nichts hilft gegen das Schreien von Imogen. Sie krampft ständig, die Entwicklung gestaltet sich eigenartig. Elinor, die Erstgeborene 2,5jährige, fordert die ganze Aufmerksamkeit der Mutter; die bekommt aber Imogen. Sie reden sich ein, dass Imogen gesund wird, dass es nur Kolliken sind. Aber Julia spürt, ahnt; ihre Tochter wird nicht mehr...
Nach 3 Monaten und endlos quälenden Ahnungen, durchwachten Nächten, weil Imogen einen Krampf nach dem anderen hat, beginnt das Krankenhaus endlich zu forschen. Sogar bis dahin stempelt die behandelnde Ärztin weiterhin alles "als völlig normal ab".
Dann die ernüchternde Diagnose: Zerebralparese - CP
Schwer behindert, Sehstörungen, Epilepsie, Absterben von Gehirnmasse unter starken Schmerzen.
Der aussichtslose Kampf beginnt. Auch gegen das Krankenhaus, die Hebamme, die Ärzte die fahrlässig gehandelt haben. David gegen Goliath - in beiden Fällen.
Es ist ein Kampf einer Mutter, einer Familie der nicht zu gewinnen ist. Rund um die Uhr-Betreuung, am Rand der Erschöpfung. Aber wo bleibt Elinor? Wo bleibt Julia? Wo bleibt die Familie? Julia trifft die schwerste Entscheidung ihres Lebens; sie gibt Imogen zu einer Pflegemutter. Sie holt sie so oft wie möglich zu sich nach Hause, aber irgendwann entwickeln sich die Gefühle als eine Art "Tante". Tania, die Pflegemutter, wird zur vollkommenen Bezugsperson. Im späteren Teil des Buches ist sogar von einer Adoption die Rede, damit Tania auch über die Medikamentengabe verfügen kann. 2 Mütter, ein Vater sozusagen.
Allerdings überfordert sie auch ihr Lebensgefährte. Als er erfährt, dass Imogen schwerbehindert ist, lehnt er sie sofort ab. Er stellt Julia öfter als Recht ist zur Wahl - ich oder Imogen -. Julia kämpft, weint, liebt. Doch sie weiß, sie wird es nicht schaffen...
Die Entscheidung ist Julia sicher nicht leicht gefallen und der Kampf ist enorm. Aber sie entscheidet sich für Elinor, damit sie ihr Leben zurückbekommt, damit Julia ihr Leben zurückbekommt, damit die Familie ihr Leben zurückbekommt. Es kommt eine 3te Tochter zur Welt; auch sie ist gesund und lernt das Leben mit Imogen kennen...
Ein mutiger Weg, der von Nichtbetroffenen hart angeklagt wird. Aber was wissen die schon?
So gut das Buch geschrieben ist, so leidensvoll diese Geschichte auch sein mag; ich hatte beim Lesen mehrmals das Gefühl, dass die Entscheidung nur deshalb getroffen wurde, weil sie ihr Lebensgefährte so derartig unter Druck gesetzt hat "das Kind" abzugeben. Julia war meiner Meinung daran interessiert Imogen aufzuziehen, ihr die nötige Hilfe und Betreuung zu geben. Aber alle in ihrer Umgebung haben abgelehnt. Ihre Eltern, ihre Freundinnen, ihr Lebensgefährte. Außer der staatlichen Hilfe wäre niemand da gewesen, der Julia unterstützt hätte. Und was es heißt ein behindertes Kind aufzuziehen, kann man in diesem Buch lesen, da einige Eltern mit behinderten Kindern aufgesucht werden, die aus ihrem stark stagnierenden Leben erzählen. Das andere, was mich sehr störte, waren die manchmal brutalen Gedanken von Julia selbst und ihrem Lebensgefährten: Sie wollten das sie stirbt. Alles wäre besser gewesen, als dieses Leben. Doch Imogen kennt es ja nicht anders... Diese Episoden waren für mich als Leser schwer nachzuvollziehen, Mordgedanken gegen die eigene - behinderte - Tochter, fand ich persönlich dreist. Auch die Aussage von Julia "man könne ein behindertes Kind nicht lieben", war für mich nicht nachvollziehbar. Wahrscheinlich war es wirklich besser Imogen aus der Familie zu nehmen.
Was sehr gut war, ist, dass Imogen jeden Donnerstag, jeden Geburtstag, Weihnachten und Ostern bei der Familie verbringt und wenigstens ein bisschen teilhaben darf. Auch wenn sie nichts mitbekommt.
Die Geschichte spielt sich zwischen 2002/2003 ab und geht bis 2004; das Buch wurde 2008 - immer noch in Erstausgabe erhältlich - veröffentlicht.
Ich persönlich finde, dass kein Mensch der Welt, der nicht ein behindertes Kind aufzieht, das Recht hat zu verurteilen und vorallem gar nicht weiß und verstehen kann, was es heißt, diese Verantwortung zu übernehmen!
Mutig, diese Entscheidung! Ob sie richtig für Imogen, Elinor, Julia und die Familie war, kann sich Julia Hollander nur selbst beantworten!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
über tabu sprechen 17. Februar 2011
Von tiger
fand sowohl schreibstil wie auch inhalt sehr packend und berührend, ich finde die mutter hat sich sehr gut um ihre tochter gekümmert, auch wenn sie sie wegegeben hat. denn ihre tochter ist nun an einem sehr guten platz. man spürt die verbundenheit der mutter mit der tochter und die innerliche zerrissenheit. ich fand es ein ganz wertvolles buch da sie ihre innenwelt und ihr privatleben sehr ehrlich mit der aussenwelt teilt.
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"Geschmacksache" 21. April 2012
Von Lisalii
Von Amazon bestätigter Kauf
So meine zweite Rezension bei Amazon ;-)
also ich finde das Buch nicht schlecht, aber es ist auch für mich sehr schwer nachvollziehbar. Meiner Meinung nach kommen die Gefühle, die die Mutter für ihr schwerstbehindertes Kind hat, nicht wirklich rüber. Es kommt einem eher so vor als würde sie von diesen Gefühlen nur schreiben weil man sonst noch einen schlechteren Eindruck von dem geschriebenen bekommt. Es ist sehr mutig gewesen ihre Gedanken und die ihres Mannes in dieses Buch zu fassen. Allerdings habe ich es eher so empfunden als würden sie ihr Kind weggeben weil es das Leben erleichtert und sie keine "Lust" hatten sich dieser Herausforderung zu stellen. Aber jeder empfindet das geschriebene anders.
Lesenswert ist es auf jeden Fall. Wie dieses Buch bewertet wird bleibt jedem selbst überlassen.
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