"Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde."
(Franz von Assisi)
Zum Glück sind die Zeiten vorbei, in denen man Tiere nur als "Gegenstand" oder "Nutztiere" sieht. Dank Fiona Unterasinger und anderen TierliebhaberInnen werden viele unausgesprochene Vorurteile, Missverständnisse und Ängste aus dem Weg geräumt.
Ich möchte nur eine kurze Geschichte über meinen 17jährigen Elli-Kater erzählen. Elli-Kater war das "Erbe" meiner Großeltern an meine Eltern und mich.
Er war zahnlos, hatte kahle Stellen und Parasiten ohne Ende. Nach kurzer Schüchternheit war er sofort der Liebling aller und nahm sogar wieder an Gewicht zu.
Leider waren uns nur noch 3 Monate mit ihm auf Erden vergönnt. Er erbrach immer wieder, da er an einer Nierenerkrankung litt, und ich behandelte ihn vorübergehend immer wieder erfolgreich homöopathisch.
Er starb ähnlich wie Miezi, die Katze der Autorin, allerdings ohne Tierarzt, da er dies nicht wollte. Er war einzigartig, wie jedes Idividuum auf seine Art und Weise. Am Abend seines Sterbetages wollte ich ihn auf seinem Lieblingsteppich, wo er schon den ganzen Tag verbrachte, nochmals etwas später besuchen, da er Ruhe brauchte.
Als Ärztin kenne ich den Blick von einigen sterbenden Menschen, denen bewusst ist, dass das physische Ende naht. Der Blick von Elli unterschied sich nicht von dem des Menschen. Ich hatte keinen Zugang mehr, seine Augen nahmen keinen Kontakt mehr zu mir auf. Selbst wenn ich dies verzweifelt versuchte, so gelang es mir nicht, da er schon von uns Abschied genommen hatte. Dies respektierten wir auch. Ich gab ihm eine homöopathische Hochpotenz, um ihm die Transformation zu erleichtern.
Als ich wieder zu ihm ging, fand ich ihn tot auf dem Teppich. Er wollte nicht, dass bei seinem Sterben jemand dabei ist. Vermutlich versuchte er noch in den letzten Momenten seines Lebens stark zu sein und auf seine Katzentoilette zu gehen. Auf dem Rückweg ist der dann auf seinem Teppich verstorben.
Wäre mir das Buch vorher bekannt gewesen, dann hätte ich in einigen Situationen anders handeln können, in welchen Elli und mir mehr geholfen gewesen wäre.
Vor allem die Beschreibungen über Telepathie sind aufschlussreich und man kann mit Seelen, die der Sprache nicht mächtig sind, kommunizieren.
Der Vorteil in diesem Buch liegt darin, dass die Autorin sofort mit den brennendsten Fragen in medias res geht, wobei jedoch so viel Kraft, Feinfühligkeit, sehr persönliche und schmerzhafte Erfahrungen eingebracht werden.
Die stetige Hilfsbereitschaft und Einsatz für alle Seelen, die brillante Beobachtungsgabe, die Authentizität und nicht zuletzt der würdevolle Umgang mit jeglicher Artenvielfalt zeichnen die Autorin aus.
Somit wirkt diese Lektüre weder nüchtern noch esoterisch.
Das Buch ist nichts für LeserInnen, die esoterischen, oberflächlichen Trost suchen und erwarten, dass man ihnen die Trauerarbeit abnimmt.
Die Aussage: "Es gibt nichts Schmerzvolleres als schöne Erinnerungen in traurigen Momenten" hat sich durch dieses Buch bei mir gewandelt!