Der Verfasser, von Beruf Rabbiner in einer jüdischen Gemeinde in den USA, hat aus tiefer Betroffenheit über das Schicksal seines behinderten Sohnes, der nur 14 Jahre alt werden durfte, dieses Buch geschrieben. Primär geht er der Frage nach, ob schlimmes Unheil, das häufig gerade gute und gerechte Menschen ereilt, von Gott kommt, der jedem Menschen das zumisst, was er verdient. Anhand des Buches Hiob gelangt er zu der Auffassung, dass Krankheit, Leid und Tod oder auch Naturkatastrophen nicht von Gott herbeigeführt, aber auch von ihm nicht verhindert werden (können). Keiner, dem schlimmes Leid widerfährt, soll fragen, warum Gott ihm dies angetan hat, sondern Gott um Beistand bitten, ihn in dieser nun einmal entstandenen Situation nicht allein zu lassen, sondern ihm zu helfen, damit besser fertig zu werden.
Damit verfolgt der Verfasser einen anderen Ansatz als die meisten evangelischen (und wohl auch katholischen)Theologen. Gott erscheint nicht als der allmächtige Übervater, der einerseits belohnt, andererseits straft, sondern als Helfer und Unterstützer der "mühseligen und beladenen" Menschen, die ihn um Beistand bitten. Gerade für Menschen, die um einen verstorbenen Angehörigen trauern, kann dieses Buch eine Ermutigung werden,ihre Situation nicht als Gericht Gottes zu betrachten und ihre Trauerarbeit ohne Selbstvorwürfe zu gestalten.