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Wenn es dunkel wird. Zum Verständnis des Selbstmordes
 
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Wenn es dunkel wird. Zum Verständnis des Selbstmordes [Gebundene Ausgabe]

Kay Redfield Jamison , Klaus Binder
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Kurzbeschreibung

Die renommierte Medizinerin und Psychiaterin Kay Redfield Jamison untersucht aus der Nähe eigener Erfahrung und der Distanz jahrzehntelanger Forschung Formen und Motive des Selbstmordes von der Antike bis heute. Jamison untersucht das Phänomen des Selbstmordes unter vielfältigsten Blickwinkeln. Neben statistischem und wissenschaftlichem Material, das den Stand der medizinischen, neurologischen, genetischen und psychologischen Forschung wiedergibt, zieht sie literarische Zeugnisse, Tagebücher und Abschiedsbriefe von Seneca bis Virginia Woolf , Evelyn Waugh, Sylvia Plath, Dorothy Parker oder Anne Sexton heran und wertet Biografien und gerichtsmedizinische Akten aus. Sie diskutiert Gründe, Methoden und Schauplätze von Selbstmorden ebenso wie die Erkennung von suizidalem Verhalten, die öffentliche Aufklärung und die medzinische Prävention.

Jamison schreibt aus eigener Erfahrung. Selbst manisch-depressiv, überlebte sie mit 28 Jahren nur knapp einen Selbstmordversuch. Seither hat sie sich zu einer international anerkannten Spezialistin für Gemütskrankheiten und Selbsttötung entwickelt. "Wenn es dunkel wird" ist das wissenschaftliche Ergebnis einer lebenslangen Forschung und zugleich eine leidenschaftliche Verteidigung des Lebens.

Kurzbeschreibung

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation starben 1998 mehr Menschen durch eigene Hand als durch Krieg und Verbrechen. Vor allem in der Altersgruppe der 15- bis 45-jährigen nimmt die Selbstmordrate dramatisch zu. Immer häufiger sehen sich Ärzte und Psychologen, vor allem aber entsetzte Hinterbliebene mit einem Problem konfrontiert, über das gemeinhin geschwiegen wird.

Diese gesellschaftliche Tabuisierung kostet Leben, meint Kay Redfield Jamison, Professorin für Psychiatrie an der renommierten Johns Hopkins University School of Medicine. In den meisten Fällen, so eine ihrer Hauptthesen, liegt suizidalem Verhalten seine psychische Krankheit wie Depression, manische Depression oder Schizophrenie zugrunde. Enttäuschungen, Misserfolge, schwere körperliche Krankheiten, finanzieller oder politischer Ruin können den Entschluss zum Selbstmord auslösen oder beschleunigen; die eigentliche Ursache aber sind sie in der Regel nicht.

Jamison untersucht das Phänomen des Selbstmordes unter vielfältigen Blickwinkeln: Neben statistischem und wissenschaftlichem Material, das den Stand der medizinischen, neurologischen, genetischen und psychologischen Forschung wiedergibt, zieht sie literarische Zeugnisse, Tagebücher und Abschiedsbriefe von Seneca bis Virginia Woolf, Evelyn Waugh, Sylvia Plath, Dorothy Parker oder Anne Sexton heran und wertet Biografien und gerichtsmedizinische Akten aus. Sie diskutiert Gründe, Methoden und Schauplätze von Selbstmorden ebenso wie die Erkennung von suizidalem Verhalten, die öffentliche Aufklärung und die medizinische Prävention.

Jamison schreibt aus eigener Erfahrung. Selbst manisch-depressiv, überlebte sie mit 28 Jahren nur knapp einen Selbstmordversuch. Seither hat sie sich zu einer international anerkannten Spezialistin für Gemütskrankheiten und Selbsttötung entwickelt. »Wenn es dunkel wird« ist das wissenschaftliche Ergebnis einer lebenslangen Forschung und zugleich eine leidenschaftliche Verteidigung des Lebens.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
57 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Endlich Antworten 9. April 2002
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Weil ich mich von meinem Ex-Freund trennte, nahm er sich das Leben! - so glaubte ich lange Zeit und kämpfte mit imensen Schuldgefühlen. Ich sei das Licht am Ende eines langen und dunklen Tunnels, wie er immer sagte und dieses Licht erlosch vollends durch meine Trennung. Niemand außer mir ahnte, wie es in ihm aussah, was mich in eine Außenseiterrolle schob, in der mich niemand verstand. In diesem Buch jedoch fand ich pathologische Antworten über Gründe, Ursachen und Auslöser eines Suizids und kann mir aufgrund meiner Erlebnisse mit meinem Ex-Freund nun die Ursachen für seinen selbstgewählten Tod ein bisschen besser erklären. Und ich kann auch anderen Betroffenen hilfreich zur Seite stehen. Vor allem aber wurde ich von meinen Selbstvorwürfen befreit, weil ich nun weiß, dass ich zwar der Auslöser; nicht aber der Grund für seinen Ausweg aus der Dunkelheit war.

Das Buch ist sehr gut und vorurteilsfrei geschrieben. Es umfasst sowohl geschichtliche Hintergründe als auch Tatsachenberichte. Und was mir persönlich half, waren die aufgeführten Abschiedsbriefe vieler Verstorbener oder aber die Gedanken kurz vor diesem Schritt.

Ein Buch, was ich nur weiterempfehlen kann.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
EIN WICHTIGES BUCH 7. Oktober 2002
Von Heinz Herbert TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ein unbeliebtes Thema. Niemand greift es gerne auf, es wird bemäntelt, umschrieben, umdeutet.
Kein Zweifel, um über Selbstmord zu reden bedarf es starker Nerven, insbesondere bei den Hinterbliebenen.
Das vorliegende Werk hilft Betroffenen im Erkennen und Verstehen der meist unbegreiflichen Tat, ebenso wie denen, die sich dieser Thematik auf wissenschaftlicher Ebene nähern.
Der Autorin, die selbst nur knapp einen Selbstmordversuch überlebte, berichtet mit dem Wissen eines Opfers auf der soliden Wissensbasis einer Professorin der Psychiatrie über die sicherlich in den meisten Fällen krankhafte Konditionierung der Suizidopfer, die dem späteren Auslöser der Tat von Enttäuschung und Misserfolgen über körperliche Gebrechen bis hin zu politischem oder finanziellen Ruin, nachgeben.
Ein Buch, das trotz seines sachlich-wissenschaftlichen Aufbaus durchaus in der Lage ist, auch Trost und Verstehen zu ermöglichen. HMcM
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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch hat mir sehr geholfen den Selbstmord meines Bruders zu verarbeiten und versuchen ihn zu verstehen. Klar wird erlaeutert wie Menschen zu dieser Entscheidung kommen und was fuer Krankheitsbilder dahinterstehen, die eine solche Tat der Verzweiflung hervorrufen. Jamison beschreibt viele Beispiele, auch aus ihrer eigenen Sicht (die Autorin ist manisch-depressiv); auch geht sie darauf ein wie Selbstmord geschichtlich und in anderen Kulturen gesehen wird. Ein sehr hilfreiches Buch fuer Angehoerige und Freunde von Selbstmordopfern, aber auch zur Vermeidung von Selbstmord.
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'Wenn es dunkel wird' von Kay Redfield Jamison 0 19.07.2008
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