Ein unbeliebtes Thema. Niemand greift es gerne auf, es wird bemäntelt, umschrieben, umdeutet.
Kein Zweifel, um über Selbstmord zu reden bedarf es starker Nerven, insbesondere bei den Hinterbliebenen.
Das vorliegende Werk hilft Betroffenen im Erkennen und Verstehen der meist unbegreiflichen Tat, ebenso wie denen, die sich dieser Thematik auf wissenschaftlicher Ebene nähern.
Der Autorin, die selbst nur knapp einen Selbstmordversuch überlebte, berichtet mit dem Wissen eines Opfers auf der soliden Wissensbasis einer Professorin der Psychiatrie über die sicherlich in den meisten Fällen krankhafte Konditionierung der Suizidopfer, die dem späteren Auslöser der Tat von Enttäuschung und Misserfolgen über körperliche Gebrechen bis hin zu politischem oder finanziellen Ruin, nachgeben.
Ein Buch, das trotz seines sachlich-wissenschaftlichen Aufbaus durchaus in der Lage ist, auch Trost und Verstehen zu ermöglichen. HMcM