Aus der Amazon.de-Redaktion
Noch springt das kleine Mädchen in ihrem knallroten Lackmäntelchen im Garten der Baxters fröhlich umher. Doch dann liegt es plötzlich leblos am Rande des Teiches -- vom roten Mäntelchen zugedeckt. So findet John seine ertrunkene Tochter und so beginnt ein Alptraum aus dem die Protagonisten nie wieder aufwachen. Schon in der Anfangssequenz ist klar, dass nichts an der folgenden Geschichte eine Verkettung unglücklicher Umstände ist. Alles ist von magischer Hand vorherbestimmt und führt auf ein unausweichliches Ende hin.
Gerade die Reise nach Venedig, die den Eltern John und Laura helfen soll, den Tod der Tochter zu vergessen, entwickelt sich zu einer intensiven Ausseinandersetzung mit dem Ende des Lebens: In Venedig trifft das Ehepaar auf zwei alternde Schwestern, die allein nur deshalb dort zu sein scheinen, um die Baxters mit ihren übersinnlichen Fähigkeiten zu konfrontieren. John (Donald Sutherland als sensibler Mann am Rande des Wahnsinns genauso überzeugend wie als dekadenter Casanova von Fellini) verweigert sich deren Botschaften aus dem Jenseits vehement, obwohl er sich längst nicht mehr sicher ist, ob das Jenseits in der realen Welt nicht doch existiert. Denn ihm erscheint als habe er seine tote Tochter in ihrem knallroten Lackmäntelchen in den dunklen Gassen von Venedig gesehen.
Bis zum Schluss -- und auch dann noch -- lässt der Regisseur und ehemalige Kameramann Nicolas Roeg (Der Mann, der vom Himmel fiel) dem Zuschauer die Freiheit, den Alptraum ganz indivuell zu erleben. Eine Erklärung für die nicht gerade leicht zugängliche Geschichte, liefert er nicht. Zum Glück, denn sonst würde sich der Bann des perfekt inszenierten psychologischen Thrillers, in ein Logikwölkchen auflösen. --Annette Link
Video Jakob Kurzinhalt
Nachdem die geliebte Tochter in einem Teich ihres englischen Landsitzes ertrank, kommen John und Laura Baxter (Donald Sutherland & Julie Christie) nach Venedig. Hier passieren mysteriöse Dinge. Der Geist des toten Kindes scheint auf die Erde zurückgekehrt, um die Eltern vor den tödlichen Gefahren der Lagunenstadt zu warnen. Laura gerät ganz in den Bann dieser unheimlichen Visionen. Was geschieht aber, wenn John die warnenden Signale aus dem Reich der Toten ignoriert? Kann das Paar sich noch länger den drohenden Folgen entziehen, in welche es durch die Voraussagen der geheimnisvollen, blinden Hellseherin verstrickt wurde?
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Neben einer soliden Optik wird bester Monoton in deutsch und etwas brüchiger und spitzer Ton in englisch geliefert. Der Film ist Horror der absoluten Spitzenklasse. Allein schon durch das Ansiedeln der Geschichte im winterlichen Venedig wird eine Stimmung geschaffen, die dem Film sein besonderes Flair verleiht. Leider hat sich Regisseur Nicolas Roeg entschieden, den letzten, dekonstruktiven Satz des Romans nicht zu übernehmen: Davon ausgehend, daß jeder diesen Film kennt, darf ich die Schlußzeile, die das Mordopfer kurz vor Eintritt seines Todes im Roman sagt, zitieren (wage, da aus dem Gedächtnis): "Was für eine blödsinnige Art zu sterben". Das auch kamera- und schnittechnisch, also formal bestechende Werk, gehört in jeden Haushalt.
Bild: Trotz der merklichen Rauschwerte wirkt das anamorphe Bild stabil und griffig und zeigt in gut ausgeleuchtet Szenen gute Schärfewerte (00.01.55, Haus im Hintergrund in Totale). In weniger gut ausgeleuchteten Momenten gewinnt dann das Rauschen allerdings zuweilen eine sanfte Dominanz über den Bildinhalt und führt so auch zu Artefakten in Form des Mattscheibeneffektes (00.17.23) oder zu ungewollter Pastellierung der Farben.
Ton: Der Monoton der englischen Version weist einige Schwächen auf, die teilweise am Produktionsprozeß mit Livetonaufnahmen liegen. So sind die Stimmen zuweilen brüchig (00.16.50) oder weisen Stimmnebenrauschen auf (ebenda). Auch eine Höhenlast ist zu bemerken. Mit einer Korrekktur der heimischen Höheneinstellung läßt sich aber ein durchaus genußfähiger Ton schaffen. In der deutschen Version wird eine saubere Synchronfassung in Studioqualität geleifert, die die Stimmen und auch die Musik einwandfrei wiedergibt. --movieman.de
VideoMarkt
Nachdem ihre Tochter Christine auf tragische Weise ums Leben gekommen ist, begeben sich der englische Restaurateur John und seine Frau Laura nach Venedig, wo er eine Kirche restaurieren soll. Dort erhalten sie durch das blinde Medium Heather die Nachricht von Christine, dass Johns Leben in Gefahr sei. John weigert sich, diese Warnung ernst zu nehmen und Venedig zu verlassen. Als ihm endlich die Augen geöffnet werden, ist es zu spät...
Video.de
Ein atmosphärischer, mit Überraschungen gespickter Horrorthriller von Nicolas Roeg, der Kultstatus genießt. Während Anthony Richmonds düstere Venedig-Bilder kongenial durch Pino Donaggios Soundtrack ergänzt werden, laufen Donald Sutherland und Julie Christie zur Höchstform auf. Legendär geworden ist allerdings auch eine für diesen Film eher untypische Szene: Für mehr als vier Minuten vergnügen sich Sutherland und Christie so überzeugend im Hotelbett, dass an Schauspielerei kaum zu glauben ist.
Blickpunkt: Film
Durch den Tod ihres Kindes gerät ein Ehepaar in Venedig in katastrophal endende Verwicklungen.
Kurzbeschreibung
Nachdem die geliebte Tochter in einem Teich ihres englischen Landsitzes ertrank, kommen John und Laura Baxter (Donald Sutherland & Julie Christie) nach Venedig. Hier passieren mysteriöse Dinge. Der Geist des toten Kindes scheint auf die Erde zurückgekehrt, um die Eltern vor den tödlichen Gefahren der Lagunenstadt zu warnen. Laura gerät ganz in den Bann dieser unheimlichen Visionen. Was geschieht aber, wenn John die warnenden Signale aus dem Reich der Toten ignoriert? Kann das Paar sich noch länger den drohenden Folgen entziehen, in welche es durch die Voraussagen der geheimnisvollen, blinden Hellseherin verstrickt wurde?
dvdcheck.de, 18. März 2001
"Wenn die Gondeln Trauer tragen" ist ein gelungener, spannender und von der stellenweise recht unheimlichen Stimmung lebender Thriller mit Klasse. Julie Christie und Donald Sutherland leisten als geplagtes und vom Schicksal bedeuteltes Ehepaar einen wirklich tollen und sehr überzeugenden Dienst. Auch die anderen Darsteller gefallen und tragen zu der Stimmung der Geschichte sehr bei. Letztere wartet mit einigen netten Twists & Turns auf, bietet im Kern aber nichts wirklich innovatives. Wunderschön in Szene gesetzt wurden die Drehorte, sie wurde zur Geschichte passend auserkoren. Das dunkle, mit Nebel erfüllte und aus engen, verwirrenden Gassen bestehende Venedig ist ein Symbol für die geistige Verfassung der beiden Hauptfiguren nach dem Tod der ertrunkenen Tochter. Die Art und Weise der Inszenierung passt typisch zu anderen Produktionen aus gleichen Tagen, wobei hier sehr viel Wert auf das Visuelle des Films gelegt wurde, Regisseur Nicolas Roeg spielt förmlich mit der Kamera in Bezug auf thematisch wichtige Elemente, formt Analogien und erzeugt eine dichte Atmosphäre. Ein spannender, mysteriöser Thriller mit rundum guten Leistungen.
Produktbeschreibungen
Venedig im Winter. Das britische Ehepaar John und Laura Baxter (Donald Sutherland, Julie Christie) steht noch sehr unter Schock. Seine Tochter ist vor kurzem ertrunken, und es wird einige Zeit brauchen, um mit dieser Situation fertig zu werden. Eines Tages haben die beiden eine ziemlich beunruhigende Begegnung. Sie lernen zwei Schwestern kennen, von denen eine offenbar hellseherische Fähigkeiten besitzt und behauptet, mit der verstorbenen Tochter in Kontakt zu sein. Laura ist fasziniert, aber John lehnt diese Vorstellung heftig ab. Doch auch er meint mit einem Mal, seine Tochter in Venedig zu sehen. Und plötzlich reiht sich ein mysteriöses Ereignis ans andere, bis es zu einer Katastrophe