Auch als Leser, der mit Siebenbürgen wenig im Sinn hat, kann man sich der Stimmung des Buches nicht entziehen. Mit unglaublicher Einfühlsamkeit erzählt der "Held" Peter die Geschichte seiner Kindheit, Jugend und Familie. Die Geborgenheit in der Familie und im Freundeskreis, die unwiderbringliche Schönheit der Region, die Talente, die in der privilegierten Familie herrschen, die Liebe zur Musik und zum Leben, die Verschiedenheit der Familienmitglieder - all das wird so lebendig erzählt, dass man zu einem weiteren Familienmitglied wird. Aber auch vor Peters Familie macht das politische Geschehen nicht halt. Vielfach deutet sich die Katastrophe in den schwelenden Konflikten an und die heile Welt bröckelt an vielen Stellen. Und doch ahnt man bis zum Ende nicht, aus welchen Ecke und in welchem Umfang sich das Unglück ereignet.
Ein absolutes (aber leises) Lieblingsbuch.