Dieses Buch ist nett geschrieben und hat einigen Unterhaltungswert. Leider ist das, was der Leser an Informationen erhält, mit denen er wirklich etwas anfangen kann, eher dürftig oder gar nicht vorhanden.
Die Verfasserin weist nirgendwo auf die Selbsthilfeübungen hin, die ja gerade der Kern dieser Methode sind. Die Gelenke werden nur global abgehandelt, und gerade hier gibt es so ausgezeichnete Möglichkeiten für die Patienten, sich selbst zu helfen.
Man merkt die Absicht, und man ist verstimmt. Es geht Frau Godau einzig und allein darum, die Leser auf die Methode neugierig zu machen (das ist ja schon was) und im übrigen darauf hinzuweisen, welch tolle Therapeutin sie ist. Sie beschreibt Dinge, die mit dem Ursprung der Methode Dorn überhaupt nichts zu tun haben; zum Beispiel, wenn sie bemerkt, daß sie Patienten "einbestellt". Sie gibt zu, daß sie sieben Behandlungen angesetzt hat. Jeder, der sich mit der Methode auskennt, weiß, daß der entsprechende Wirbel einmal gerichtet wird. Eine Nachbehandlung ist nur erforderlich, wenn dieser Wirbel nicht in seiner Position hält. Und hier ist es einzig und allein Sache des Patienten, sich wieder zu melden und nicht des Therapeuten, schon gleich einen neuen Termin zu vereinbaren, nur um die Praxis auszulasten und sich die Taschen zu füllen. So will auch Dieter Dorn gewiß seine Methode nicht verstanden wissen. Patienten einzubestellen und siebenmal an ihnen herumzumachen, das ist nicht die Original-Dorn-Methode, sondern ein sehr modifiziertes Geld -aus- der- Tasche-Ziehen.
Dies schrieb "Dorn-Röschen"