Asimovs Roboterkurzgeschichten waren großteils sehr gut, darum habe ich spontan diese Sammlung gekauft. Das Titelbild ist schonmal irreführend, da einige der Geschichten nicht unter Science Fiction fallen. In jedem Vorwort rühmt sich Asimov, wie schlau seine Idee für die Geschichte war, wo sie hätte veröffentlicht werden sollen, und wie toll sie ist. Die Geschichten selbst sind dann aber großteils eher enttäuschend und langweilig geschrieben. Das geht schon mit der allerersten sehr kurzen Geschichte los, bei der man sich fragt, ob man die Pointe nicht verstanden hat, oder ob sie vielleicht in der Übersetzung verloren gegangen ist. Andere Geschichten, zB über Zeitreise, leuchten nicht ein.
Mir sind nur zwei gute Geschichten im Gedächtnis geblieben: Die mit dem Computer, der von der Wissenschaftlerin aufgerüstet wird, damit er mit einem außerirdischen Objekt kommunizieren kann, eine der wenigen Geschichten mit annehmbarer Pointe; und die Geschichte mit dem Planeten, auf dem es lauter Superfeinschmecker gibt. Ebenfalls in Ordnung war der Rundgang auf einer der Außenwelten, bei der die Reiseführerin den Terroristen aus ihrer Gruppe aufdecken soll.
Was ich richtig schlecht fand, waren zB die Geschichten mit der unlogischen Musikzeitreise, die Hälfte vom schwebenden Wissenschaftler habe ich ich einfach übersprungen, und die letzte Geschichte, die laut Asimov die beste sein soll, musste ich abbrechen weil sie so langweilig war.
Die meisten anderen Geschichten sind mittelmäßig und hinterließen nicht so viel Eindruck, als dass ich mich an viele erinnern könnte. Eine Geschichte handelt von einem Müllmonster in einem Riff, ein paar andere von einem Kobold der einem Wünsche so erfüllt, daß man es später bereut, in einer anderen gibt es metallfressende kleine außerirdische Röhrenwesen.
Ich persönlich war eher enttäuscht vom Großteil dieses Buchs und rate dazu, lieber die Roboter-Kurzgeschichtensammlung von Asimov oder "Die Stahlhöhlen" zu lesen.