In dem kurzen Buch "Wenn Verstorbene nach Befreiung rufen" beschreiben die Autoren Garbiele Amorth und Kenneth McAll, wie sie und andere Exorzisten Phänomene rund um Exorzismen (von Exorzisten auch Segnungen genannt) beurteilen, wenn die gesegnete Person vorgibt ein Verstorbener zu sein. In diesem Fall könne es sich in den meisten Fällen um Dämonen handeln, die einfach lügen, um nicht durch die Segnung ausgetrieben zu werden. Auf den Seiten 24 und 25 wird diese Annahme durch den italienischen Volksheiligen Pater Pio unterstützt. Auf Seite 36 steht dann zitiert von einem Exorzisten aus Latium: "Was die Seelen, die im Fegefeuer sind, betrifft, so sind es heilige Seelen, die nichts Böses tun können." Amorth erwähnt, dass die katholischen Konzilien von Lyon und Florenz lediglich behaupten, dass die Seele nach dem Tod sofort (= lateinisch mox - S. 20) in den Himmel, ins Fegefeuer oder in die Hölle kommt. Die Zeit der Prüfung - die Lebenszeit - sei damit vorbei. Die Konzilien lassen jedoch Raum für Untersuchungen und Deutungen (S. 13 und S. 16 f.). So hält Amorth auch die Erprobung von Befreiungsgebeten außerhalb des Exorzismus für nützlich. Die Ergebnisse sollten einander mitgeteilt werden (S. 20). Auch das Bittgebet für Verstorbene ist demnach sinnvoll. Der heilige Paulus erwähnt in 1 Kor 15,29 sogar: "Wie kämen sonst einige dazu, sich für die Verstorbenen taufen zu lassen?" Dennoch gibt es laut dem Chefexorzisten des Vatikans, Gabriele Amorth, auch Fälle, in denen selbst die Segnung nicht weiterhelfe. Hier springt von Seite 43 bis 69 der anglikanische Psychiater Kenneth McAll ein, der behauptet, dass in nur 0,4 % der Fälle ein Exorzismus notwendig sei (S. 55). Ebenda wird auch behauptet, dass durch die Requiem-Messe (Eucharistie), an der sowohl Pfarrer mit Laien als auch nur Laien sich beteiligen könnten, bis zu 69 % der psychosomatischen Krankheiten als auch bis zu 90 % der Asthmatiker geheilt werden könnten. Auch bei anderen körperlichen Leiden wie Diabetes etc. sei diese Methode durchaus erfolgreich gewesen. Die Requiem-Messe müsse zum Ziel haben die familiären Unzulänglichkeiten und das Unwissen über Jesus Christus, die Muttergottes Maria sowie Gott und dem Heiligen Geist selbst im Voraus zu offenbaren und in der Messe um Vergebung dafür zu bitten (möglichst mit der Familie selbst) und Fürbitte für die Verstorbenen einzulegen, mit denen jene Phänomene in Verbindung gebracht werden könnten. Letztlich kann man auch für alle Verstorbenen Fürbitte einlegen. Dabei sind die meisten umherirrenden Seelen allein und bleiben im Dunkeln, ohne jedoch zwangsläufig gesündigt zu haben (S. 64). Ein Gebet dafür und für Verstorbene, die nur an den Ort und nicht die Familie gebunden sein könnten, wird auf Seite 60 erwähnt: "Herr, dies ist nicht unbedingt das Verzeichnis der Seelen, die ich Dir vorstellen möchte. Aber wenn es jemand gibt, den Du retten möchtest oder der Dich sucht, dann befiehl doch Deinen Engeln, diese Seelen aus der Finsternis zu befreien. Ich bitte Dich, Herr, könnten die Engel diesen Seelen nicht die Pforten des Himmels öffnen und sie jetzt in Dein Reich hineinführen?" Auf den Seiten 60 und 61 wird auch gesagt, dass Engel Boten sind: man muss ihnen sagen, was sie im Namen des Herrn zu tun haben. Das würde auch im Buch von Billy Graham sehr deutlich gezeigt. McAll erwähnt auch, dass Abtreibungen zu umherirrenden Seelen der abgetriebenen Seelen führen können, was er mit dem Anstieg der Gewaltakte von Jugendlichen in Verbindung bringt (S. 67 f.). Ausführlicher wird das Alles wohl im Buch "Familienschuld und Heilung" von McAll beschrieben.