Vorab muss ich sagen, dass ich das Buch während eines Umstieges von einem ICE zu einem anderen im Leipziger Hauptbahnhof und daraus resultierendem längeren Aufenthaltes beim Stöbern in der Bahnhofsbuchhandlung sah. Den Titel fand ich schon interessant, das Cover als beschreibend für den Inhalt.
Ich las nur die Kurzfassung auf dem Buchrücken und fand es interessant. Nun jetzt kam ich dazu, dieses Buch zu lesen und schaffte dies in wenigen Tagen, da es mich sehr fesselte. Die Beschreibungen der Reise von Hof bzw. dem Grenzland zwischen Sachsen und Bayern bis an die Ostsee nach Mecklenburg-Vorpommern waren allesamt sehr interessant, wie viele Personen, die mit dem Autor und seinem Sohn über die vielen Grenzerfahrungen gesprochen haben, sei es von der westdeutschen als auch von der ostdeutschen Seite aus, sowie die Orte, die besucht wurden. Von diesen vielen unbekannten kleinen Orten jenseits der Grenze habe ich noch nie was gehört, außer Arendsee, Bad Sooden, um einige zu nennen. Viele mögen auch eine Reise bzw. ein Ausflug wert sein. Unterstrichen wurde dieses Buch und seine Geschichte durch die schönen Bilder, um das Grenzland noch etwas bildhafter vorstellen zu lassen.
Ich, selbst Westdeutscher, der aber einige Jahre im Vogtland (Sachsen) und Thüringen gewohnt und gearbeitet habe und diese Gegend, wie auch andere, größere Städte, zum Teil auch kleine Orte besucht habe, um etwas von der Historie der ehemaligen DDR zu erkunden, war es eine sehr interessante Erfahrung. Leider war ich nicht im Grenzland unterwegs, kenne dieses nur von einigen wenigen Stellen, wie der Altmark in Sachsen-Anhalt. - Ich denke, diese Geschichte ist auch ein gutes Buch für viele westdeutsche Menschen, um den zum größten Teil noch unbekannten Osten kennenzulernen, da es noch immer genug Menschen gibt, die noch nie dort waren (oder kein Interesse vorhanden zu sein scheint).
Fazit des Buches: einfach kaufen, lesen, mit den Personen in Gedanken mitwandern, als Grenzbewohner in der Erinnerung mitschwelgen.