Natürlich ist das auch ein Roman über den pfiffigen Jungen Gaylord! Ein Tiger ist aus dem gastierenden Zirkus ausgebrochen. Was ist zu tun - außer die Kinder frühzeitig von der Schule nachhause zu schicken, woran sich Gaylord aus großer Neugierde nur zögernd hält? Da war eine Grube als Tigerfalle wohl doch keine so gute Idee; das erfährt die Familie bald schmerzlich. Doch alle halten sie fest zusammen. Lesen Sie einmal diese in ihrem größeren Zusammenhang ganz, ganz wundervolle Szene:
Tante Bea sagte: "Nun, dieser Sturm im Wasserglas ist vorüber." "Gott sei Dank", sagte May (die Mutter). Sie dachte: Man mag über Tante Bea sagen, was man will, aber eines steht fest, sie ist eine vernünftige Frau. Manchmal habe ich sie direkt gern. Sie sah auf die Uhr. "Zu Bett, Gaylord." Gaylord war empört. "Mummi! Die Uhr geht vor." Bea sagte: "Erlaub ihm, zehn Minuten länger aufzubleiben, mir zuliebe." "Hurra!" rief Gaylord. "Kann ich draußen spielen gehen?" "Nein, Herzchen, das nun doch nicht, es ist fast dunkel." - "Gaylord, willst Du eine Partie Schach mit mir spielen?" "Oh, ja bitte", rief Gaylord. Sie spielten drei hart umkämpfte Partien in acht Minuten .... (Aus dem 6. Kapitel) - -
Nun, ich will und darf ja nicht alles vorwegnehmen, was an kleinen und großen Begebenheiten hier passiert. Jede handlungstragende Person kommt hier auf humorvolle Art und Weise zu ihrem Recht, damit eine alltagsnahe Unterhaltungslektüre entsteht - da muss man auch mal eines der auch vorgebrachten Klischees hinnehmen, kann man denken, und sollte sich vielleicht nicht ernsthaft daran stören (denke ich). So ist das Leben ja auch manchmal. (Doch deshalb stehen hier nur vier Sterne.)
Und so werden in der Geschichte alle Beteiligten mit verschiedenen Widrigkeiten fertig. Der Leser / die Leserin können das gut mitvollziehen und leben sicher recht gern vor allem Gaylords Leben aus dem Grundschul-Alter mit. Der Roman ist auch ein schönes Beispiel dafür, wie gut sich ein erwachsener Schriftsteller wohl in ein Kind hineindenken kann.