Dieses Büchlein verspricht mehr als es bietet. Ich habe mich durch die Seiten gerungen, denn das Buch vermittelt
die Ansicht der Autoren, welche nicht unbedingt die des Lesers sein muss. Hier gilt es auch, die Glaubensrichtungen der Leser zu berücksichtigen,
zu bedenken und mit einfliessen zu lassen. So wird zum Beispiel behauptet, dass Haustiere einer Gruppenseele unterliegen und nur wenn es möglich wäre Atome (!)
wieder zu vereinen, hätte man eine richtige Inkarnation. Aber diesem Satz wurde für mich das Buch sehr zäh, hätte nur noch gefehlt, dass wie der Katholoszimsus lange behauptet
hat, Tiere überhaupt keine Seele haben. Bliebe auch noch zu bedenken, dass Tier wie Mensch biologisch betrachtet zu den Säuegtieren gehört, und man gleiches dann von der
Menschheit behaupten könnte. Der Buddhismus hingegen spricht jedem Tier eine Individualseele zu, was auch absolut meiner Vorstellung entspricht. Wenn es nur Gruppenseelen gibt, wo ist dann
der Lerneffekt des Individuums? Gibt es überhaupt Individuen oder sind wir alle nur ein Teil des großen Ganzen? Falls ja, dann bitte auch die Menschheit in diese Theorie mit aufnehmen, denn sonst
sehe ich hier auch keinen Sinn, warum das Tier (Gruppenseele) das Problem des Menschen (Individuum) lösen sollte?!
Bei den angeführten Beispielen in welchem eine Tierkrankheit parallel zum Tierhhalter aufgeführt wird, werden die Lebensumstände direkt zum Tier aufgestellt.
Die Vergleiche hinken meist, da die Lebensumstände des Tieres wie Haltung und Fütterung nie erläutert werden. Es reicht nicht aus, bei einem Rehepferd zu sagen, dass sich die Umstände nicht
gebessert haben, weil der Besitzer sich nicht beruflich verändern kann und stagniert und die Rehe demnach seine Bewegungsunfähigkeit anzeigt. Wie sieht es in der "stofflichen" Ebene des Pferdes aus, was
bekommt es zu fressen (Thema Fructane), Weidehaltung, Bewegung etc.?
Was ich vermisse, ist der Spagat zwischen den medizinischen Symptomen eines Tieres und der "Brücke" die man zum Tierhalter schlagen kann. Symptome sind Ventile, keine Frage, aber diese
sollten ihren Platz in der stofflichen Welt, in der wir uns zur Zeit nunmal aufhalten, nicht verdrängen. Ein guter Tierkommunikator oder Therapeut wird immer beides sehen. Die Lebensumstände von Mensch
UND Tier spielen dabei eine Rolle, und ja, Tiere spiegeln sehr wohl ihre Menschen. Aber mir persönlich fehlt der Weitblick in dem Buch und im Moment überlege ich noch ob es ein Fall für's Altpapier ist oder nicht, da
einige Ansätze und Ideen ganz gut sind.
Da mir aber der Aspekt der Gruppenseele mehr als sauer aufstösst bekommt das Buch nicht mehr als 2 Sterne.