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Wenn ein Reisender in einer Winternacht. SZ-Bibliothek Band 50
 
 
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Wenn ein Reisender in einer Winternacht. SZ-Bibliothek Band 50 [Gebundene Ausgabe]

Italo Calvino , Burkhart Kroeber
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 312 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (26. Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937793429
  • ISBN-13: 978-3937793429
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 23.584 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Des Lesers Alptraum: Mitten im Sog der Worte, gerade an der spannendsten Stelle, bricht die Geschichte plötzlich ab, zum Beispiel weil das Buch falsch gebunden ist. Jenem Leser, den Italo Calvino zum Helden seines Romans macht, passiert dieser unfreiwillige Lektüre- Interruptus aus diversen Gründen gleich zehnmal nacheinander. Wenigstens lernt er, als er zwecks Beschwerde und Umtausch in den Buchladen zurückeilt, eine Leserin kennen, der dasselbe Mißgeschick widerfahren ist. Gemeinsam machen sie Jagd auf die Fortsetzung der Geschichte, geraten aber statt dessen in immer neue Romananfänge.

In einem der ungewöhnlichsten Bücher dieses Jahrhunderts zeigt sich Italo Calvino von seiner gewohnten Seite, nämlich als Schelm durch und durch: Er spielt mit Erzählhaltungen und Genres (vom Agententhriller bis hin zum pornographischen, phantastischen oder metaphysischen Roman), entwickelt nebenbei eine Philosophie des Lesens und fabuliert darüberhinaus, daß sich die Balken biegen. Mögen die Literaturwissenschaftler auch etwas von "postmodernem Roman" raunen und "Wenn ein Reisender in einer Winternacht" diesbezüglich als Fundgrube preisen, dem Lesevergnügen tut das keinen Abbruch, sobald man sich eingelassen hat auf dieses grandiose Verwirrspiel mit Schein und Wirklichkeit. Calvino macht uns Leser ebenso offensichtlich wie hinterlistig zu seinen Co-Autoren, die in ihrer Phantasie an jenen zehn Textflicken weiterweben, die ja vielleicht tatsächlich aus einem einzigen, unermeßlichen Erzählteppich stammen, in dem alle vorstellbaren Geschichten versponnen sind.

Die einzige Geschichte, die schließlich ein Ende zu finden scheint, ist jene von Leser und Leserin -- aus den Zwischenkapiteln entwickelt sich der eigentliche Roman. Die beiden heiraten und verbringen die Hochzeitsnacht mit leidenschaftlicher -- na, was wohl! -- Lektüre. --Christian Stahl -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Calvino ist einer der letzten großen Zauberer der europäischen Literatur." (Mary McCarthy)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Locker und tiefsinnig 25. März 2005
Von Jolimo
Format:Gebundene Ausgabe
Ich äußere mich hier bei Amazon nur gelegentlich, aber diesmal muss es sein. Die bisher negativen Bewertungen dürfen nicht ohne Widerspruch bleiben. Für mich ist dies eins der besten Bücher aus der SZ-Bibliothek, wenn nicht das beste.
Ich kannte Calvino vorher nur dem Namen nach, aber inzwischen lese ich alles von ihm, was ich kriegen kann. Warum? Calvino ist - nicht nur für mich - ein Zauberer der Literatur, ein Philosoph, dem das Schwerste gelingt, nämlich scheinbar Sprödes, Bedeutungsschweres mit magischer Leichtigkeit darzustellen. Wenn ich sage, dass es in diesem Buch unter anderem um die Philosophie des Schreibens und Lesens geht, um das Verhältnis von sogenannter Realität und Kunstwerk, dann rufe ich damit wohl ein Aufstöhnen hervor: dazu lesen wir keine Romane. Aber Calvino macht daraus ein wunderbar lockeres Spiel, ohne banal zu werden. Erzählen kann man den Inhalt nicht, man muss sich auf die Wendungen und Sprünge des Buches einlassen. Aber wer Sinn hat für ernste Scherze, wer dazu die ironische Kunstfertigkeit Calvinos genießen kann, der mit großer Selbstverständlichkeit ganz verschiedene Schreibweisen beherrscht, der wird das Buch mit dem Gefühl aus der Hand legen, eine Entdeckung gemacht und einen Schriftsteller kennengelernt zu haben, wie es in Deutschland keinen gibt. Und fast nebenbei viel über sich als Leser erfahren zu haben. (Und wer will, kann noch vieles andere finden, auch Tiefsinniges)
Also: unbedingt probieren. Und wenn man wirklich eine andere Wellenlänge hat - das merkt man dann schon. Aber die Gefahr. etwas zu versäumen, ist größer.
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
schrecklich gut 14. September 2003
Format:Taschenbuch
Ich verstehe jeden, der dieses Buch entnervt zur Seite legt und doch liebe ich es. Ein witziges, selbstironisches Puzzle in dem sich die Geschichten und die Rahmenhandlung (Über einen Leser, der diese Geschichten liest) in einander verknoten, bis man selber verknotet ist.

Stellen Sie sich vor sie kaufen ein Buch und stellen nach 30 Seiten fest, dass es falsch gebunden ist und nur immer wieder die ersten 30 Seiten enthaelt, die Sie schon gelesen haben. Als Sie das Buch umtauschen wollen, stellen sie fest, dass es nicht nur falsch gebunden war, sondern gar nicht die Geschichte enthielt, die sie eigentlich lesen wollten. Und so geht es weiter, von einer angefangen Geschichte zur naechsten, nur das sich die Geschichten anfangen aufeinander zu beziehen. Das Buch selber scheint zu leben, Rauch zieht über die Seiten, der Leser wird direkt angesprochen, selbst der Akt des Buchkaufs taucht im Buch auf (Nachdem man sich an den Büchern, die man schon immer lesen wollte, an den Büchern, die man immer schon vorgegeben hat, gelesen zu haben und einigen weiteren Abwehrringen vorbeigemogelt hat). Je weiter man vordringt, desto stärker hat man den Eindruck in einer Art Verschwörung zu versinken.

Doch zum Schluss liegen der Leser und die inzwischen aufgetauchte Leserin zusammen im Bett und ...

lesen!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Großer Klassiker ! 5. September 2007
Format:Taschenbuch
Ein unglaublich packendes und verwirrendes Buch. Man wird davon als Leser aus der Bahn geworfen! Italo Calvino baute keine durchgehende Geschichte auf, sondern reiht zehn Roman Fragmente aneinander, die durch eine Rahmenhandlung untereinander verbunden sind. In diesem Rahmen geht ein Leser in einen Buchladen und kauft sich ein Buch. Er fängt an zu lesen, doch plötzlich geht es auf Grund eines Druckfehlers nicht weiter. Es beginnt eine abenteuerliche Odyssee auf der Suche nach einer korrekt gebundenen Ausgabe, während der er in verschiedene andere Bücher hineinliest um das richtige zu finden. In dieser Rahmenhandlung merkt man, wie der Autor mit den Erwartungen seiner Leser spielt, er spricht sie sogar direkt an, man ist total eingebunden. Man fühlt sich ertappt, aber auf angenehme Weise, denn der Ton ist stets amüsant und verständnisvoll zugleich.

Diese Fragmente sind ziemlich verschieden und leider immer viel zu früh zu Ende: man hat immer wieder Lust auf mehr, bleibt unbefriedigt. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch eine große Herausforderung, sich den Rest der Geschichte selber auszumalen bzw. sie einfach auf sich wirken zu lassen. Worauf man sich immer verlassen kann, ist, dass das nächste Fragment noch eins draufsetzt, noch wahnwitziger und noch spannender ist - das ist der Strohhalm, an dem man sich festhält! Es ist erstaunlich wie schnell es Calvino gelingt, den Leser mit den vielen neuen Situationen vertraut zu machen und ihn immer wieder in seinen Bann zu ziehen. Darin zeigt sich das großartige Erzähltalent und es macht riesigen Spaß, dieses Buch zu lesen. Es gibt eine gewisse spürbare Interaktivität, der Leser wird gefordert, kein Buch zum abchillen! Absolut empfehlenswerter Klassiker!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Eine Liebeserklärung an die Literatur
Du bist der Leser und gehst in einen Buchladen, und nachdem du es geschafft hast, dich an
den unterschiedlichen Verlockungen vorbeizukämpfen, findest du das perfekte... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Lavendel knows best. veröffentlicht
Großartiges Buch eines überragenden Schriftstellers
Italo Calvino gilt in Italien bereits als Klassiker. "Wenn ein Reisender in einer Winternacht" bestätigt diesen Ruf sehr eindrucksvoll. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Rodrigo Gonzales veröffentlicht
Genialstes Buch aller Zeiten
OK, OK. Nur meiner persönlichen Meinung nach. :-)
Aber ich lese viel zu viel und habe in zehntausenden
von Büchern nie etwas Vergleichbares gefunden. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Hauke Reddmann veröffentlicht
Verrückt
Ein Mann geht in eine Buchhandlung, kauft sich ein Buch, liest es, stellt es in sein Regal und wendet sich wieder seinem Alltag zu. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. März 2010 von Yuki Yukus
"Du bist einer, der sich grundsätzlich nichts mehr von...
Das Buch beginnt mit einer direkten Anrede an den Leser sich auf den Genuss des Buches vorzubereiten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Oktober 2009 von Sasy
Begeistert...
Wirklich ein ganz außergewöhnliches Buch. Es saugt den Leser in sich auf, zieht ihn in die Geschichte rein und immer wieder fühlt man sich ertappt und erkannt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Mai 2009 von Janie
Dekonstruktiver Bruch mit Literatur als volkspädagogischem...
Italo Calvinos Buch "Wenn ein Reisender in einer Winternacht" gehört in den Bereich des sog. nouveau roman", eines aus Frankreich stammenden literarischen Genres der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. April 2007 von buechermaxe
Schrecklich gut
Ich verstehe jeden, der dieses Buch entnervt zur Seite legt und doch liebe ich es. Ein witziges, selbstironisches Puzzle in dem sich die Geschichten und die Rahmenhandlung... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. März 2007 von K. Victor Volle
10 Romananfänge in einem!
Ein wirklich verwirrendes Spielchen treibt der "Schelm" der italienischen Literatur Italo Calvino in diesem Buch mit dem Leser. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. März 2007 von Libridonist
Gelungenes, wenn auch überspanntes Spiel mit dem Leser
Trotz anfänglicher Enttäuschungen über die vielen abgebrochenen Geschichten und das (vergebliche) Warten auf eine Verknüpfung der Geschichten miteinander gefiel... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Januar 2007 von hartmutw
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