Dies ist eines der genialen Nero Wolf und Archie Goodwin Bücher.
Nero Wolfe will einen Gefallen einlösen und hilft Paul Whipple, der Informationen über seine zukünftige Schwiegertochter sucht, eine charmate Weiße, die sich für Bürgerrechte einsetzt. Doch während der Ermittlungen wird die junge Frau ermordet. Unter Verdacht steht Whipples Sohn, ein junger Schwarzer. Während die Polizei den jungen Whipple für den Mörder hält, lässt sich Wolfe nicht beirren und schickt - wie üblich - Archie auf den Weg, den Mörder eine Falle zu stellen. Wie bei jedem Stout bleibt der Mörder für den Leser ein Geheimnis. Fast bis zur letzten Seite rätselt der Leser mit, bis endlich Wolfe mit einleuchtender Beweisführung den Täter überführt.
Mit viel Einfühlungsvermögen geht Stout an das Thema Rassenunterschiede heran. Ich finde, er schafft es, die Situation treffend zu beschreiben. Man findet gängige Vorurteile raffiniert beleuchtet und wiederlegt. Auch wenn sich der "moderne Leser" an seiner Wortwahl stoßen könnte, denn er nennt die Farbigen einfach Neger ohne es als Schimpfwort zu meinen. Vielleicht sollten hier die Kritiker bedenken, dass Stout schon vor vielen Jahren gestorben ist. Und das dieser Begriff vor über 30 Jahren noch nicht "unhöflich" bzw. rassistisch war.