Bei vielen Poetry Slammern hat man das Gefühl, dass ihre Texte, im Gegensatz zur Performance auf der Bühne, in gedruckter Form nicht die Dynamik und den Wortwitz entfalten. Bei Micha El Göhre ist diese Sorge unbegründet. Das vorliegende Buch enthält neben den beliebten Slam-Beiträgen auch Lesebühnentexte, die literarisch ganz andere Facetten des Autoren zeigen. Empfehlenswert sind nach meiner Meinung insbesondere die Jugenderinnerungen, die mir als Leser ein Dauergrinsen ins Gesicht gezaubert haben. Daneben gibt es viele Geschichten, die unseren Alltag in seinen skurrilsten Farben widerspiegeln. Ein Lesevergnügen in vielerlei Hinsicht und deshalb von mir eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.