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am 19. Juni 2001
Das Buch erzählt die „freiwillige" Robinsonade zweier Geologen in der Wüste Namib. In weitesgehender Unkenntnis der Bedingungen in der Wüste und nur auf sich selbst gestellt beginnt ein zäher Kampf ums Überleben. Die Situation ist umso komplizierter, da sie sich zusätzlich vor einer Entdeckung schützen müssen. Detailliert und spannungsgeladen erzählt der Autor seine Geschichten über die Jagd, über das Wasserproblem, über den Ackerbau, den Hund und über Zahnlücken. Atemberaubend sind die Schilderungen von riesigen Gazellen- und Zebraherden, die es so nicht mehr gibt. Nebenbei erfahren wir viel über die Menschwerdung und den Sinn des Lebens. Die Konsequenz und der Phantasiereichtum der beiden Flüchtlinge versetzen in erstaunen, die wunderbaren Geschichten aus der Tierwelt machen Lust auf mehr.
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am 7. Dezember 2001
Einige Monate, bevor ich im Sommer 2000 ein Praktikum an einem Windhoeker Hospital beginnen sollte, brachte mir ein namibischer Mitbewohner (und Bundesbruder...), diesen Band von daheim mit und meinte, dies sei wohl die beste Lektüre zur Vorbereitung u.a. auf die Eindrücke einer Namibia-Reise. Er hat völlig Recht behalten.
Henno Martins unaufdringliche, aber detailversessene, fast wissenschaftliche Schilderung des Namib-Exils, seine Ausführungen über Psyche, Gesundheit und Emotionen beider Flüchtlinge in dieser Zeit ist nicht allein auf dem heimischen Sofa fesselnd, sondern öffnet dem empfindsamen Leser auch den Blick für die Härte dieses Landes und seiner Menschen.
Es macht vor Ort einsichtig für die Nöte der Farmer, aber auch für ihre trotzige Antwort auf die Frage "Was hält euch denn hier fest?" - "Wir lieben Südwest!".
Der Reiz der Kargheit, das Wüstenerlebnis als Begegnung mit den eigenen Grenzen wird hier verständlich gemacht; während der Reise gehen dann manche Passagen wieder "in einem auf", gehen wieder durch den Kopf, nicht selten begleitet von einem stillen "aha!".
So wie eine Tour durch Namibia braucht die Lektüre dieses Buches Zeit und Muße - bei aller Episodenhaftigkeit kein Bändchen für die nette Geschichte zwischendurch. Dazu ist der Stil doch zu sehr wissenschaftlich genau; kaum ein Detail rund um die Strapazen des Exils schein nicht erwähnenwert, aber das macht dieses Buch so ehrlich. Man leidet bei jedem Rückschlag mit und freut sich über jede glückliche Fügung.
Schade zwar, daß die Rolle der schwarzen Bevölkerung kaum oder garnicht beleuchtet wird - das liegt bei diesem Bericht aber auch in der Natur der Sache.
Ich kann "Wenn es Krieg gibt..." jedem empfehlen, der einen Teil der Psyche Namibias verstehen lernen will, darüber hinaus jedem Naturliebhaber und Jäger (die Jagdberichte sind einfach spannend). Für den Liebhaber von Abenteuererzählungen dann aber wohl doch zu trocken.
Mir hat dieser Bericht einen ungeheuren Respekt eingeflößt; vor den Flüchtlingen, aber auch, was für Besucher lebensrettend sein kann, vor der Namib.
PS:Ein Muß: sich auf der Farm "Niedersachsen" den größeren der beiden Unterschlupfe zeigen lassen und den immer noch unveränderten Ausblick von Martins Stammplatz aus auf sich wirken lassen.
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am 17. Mai 2012
Dieses Buch ist eines der besten, die ich je gelesen habe!
Der "Bericht" des Autors über zweieinhalb Jahre Leben in der unbarmherzigen und doch so unwiderstehlich schönen Wildnis Namibias ist fesselnder als die meisten Kriminalromane, lehrreicher als so manches Schulbuch, und voll von Ansichten, die man sich durchaus zu eigen machen sollte.
Bewundernswert ist schon die Einstellung der beiden "Abenteurer", die die ganze Geschichte überhaupt ausgelöst hat. Vorbildhaft ist die Ehrlichkeit und Bescheidenheit, mit der nicht nur die Erfolge geschildert werden, sondern auch das Scheitern bei der Jagd oder der Suche nach Wasser, die Angst vor Entdeckung, das umfangreiche Wissen, die Beobachtungsgabe und die Improvisationskunst, die das Überleben unter Bedingungen ermöglicht haben, an denen der heutige Durchschnittseuropäer innerhalb einer Woche scheitern würde.
Und dennoch leuchtet bei all dem verzweifelten Kampf ums nackte Dasein die Bewunderung der Natur und die Liebe zu dem Land und den Tieren durch, die sich den Bedingungen der Wüste angepasst haben.
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am 30. Juni 2014
1940 entziehen sich die deutschen Geologen Henno Martin, Herrmann Korn und ihr Hund Otto der drohenden Internierung durch die südafrikanische Polizei in Südwest-Afrika (heute Namibia). Was folgt ist eine zwei-jährige, Robinson-artige Odyssee durch die faszinierenden Landschaften der Namib. Eindrückliche Schilderungen des Erlebten wechseln mit teils philosophischen Exkursen (vor allem Gesprächserinnerungen) und lassen Namibia und die beeindruckende einmalige Natur dieses Landes lebendig werden.

Das ist ganz anders als ein Reisebericht. Das ist Abenteuer und Spannung pur, weil wirklich erlebt. Zwar sind einige der geäußerten Ansichten nicht mehr ganz konform mit der heutigen "political correctness", das muss man Henno Martin angesichts seines Alters und der Zeit, in der das Erlebte handelt aber nachsehen.

Für mich war der Bericht besonders deshalb so faszinierend, weil ich erst einige Wochen zuvor das "Karpfenkliff" im Kuseb Rivier selbst gesehen habe und auch viele der anderen von Martin beschriebenen Plätze. So wird neben dem mitreißenden Bericht das Land und das Gesehene wieder lebendig.

Das Buch ist ein absolutes Muss für Namibia-Fans und solche, die es noch werden wollen - die "Namibia-Bibel" eben.
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am 6. April 2001
Henno Martin beschreibt in seinem Tatsachenbericht wunderbar die Flucht mit seinem Freund in die Namib-Wüste. Dort erlebt er einige Jahre "Natur pur", gilt es doch, ohne "zivilisiertes Leben" auszukommen. Der Leser fragt sich, was gefährlicher ist: Krieg oder Wüstenversteck? - Spannende Pflichtlektüre für jeden, der Namibia kennt.
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am 6. Januar 2010
Es wird bei jedem Lesen besser!
Die Geschichte ist faszinierend, gerade auch, weil sie wahr ist. Sie menschelt und beschreibt doch Übermenschliches. Beeindruckend.
Das Buch entwickelt sich zum Klassiker, auch, weil es mal nicht die Zeit der deutschen Kolonialisierung beschreibt. Auf die Geschichte der beiden Geologen, die sich der Internierung durch Flucht in die Wildnis entziehen, findet man veiele Hinweise, z.B. bei Carmen Rohrbachs NamibiabuchNamibia: Abenteuerliche Begegnungen mit Menschen oder in den Geschichten Namibia fürs Handgepäck.Namibia fürs Handgepäck: Geschichten und Berichte - Ein Kulturkompass und natürlich in jedem aktuellen Reiseführer. Die Höhle am Karpfenkliff ist bei Google Maps eingetragen und man kann sie natürlich als Reiseziel ansteuern.
Wirklich sehr empfehlenswert!
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am 2. März 2005
Ein sehr empfehlenswertes Buch. Ich habe dieses Buch nach meiner Namibia Reise gelesen. Erinnerung an die Landschaft und Leute werden wieder wach. Interessant ist auch der geschichtliche Hintergrund (2. Weltkrieg).
Ich kann dieses Buch jedem Besucher von Namibia und jedem "Wüsten-Fan" empfehlen.
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am 13. Dezember 2011
Diese Tagebuchgeschichten gehören wohl zu den wenigen wirklich wahren Survival-Romanen die es gibt.
Thema: Wo ist das Problem, wenn Mensch 2 Jahre lang quasi allein in der Wüste lebt?
Antwort: Das Problem ist, nicht überzuschnappen.
Zu lesen ist, wie Mensch das anstellt.
Es ist eine so wunderbare - und seltene Beschreibung von tatsächlich erlebten realen und surealen Situationen.
Jetzt habe ich es zum 5. Male gelesen - und zum 2. Mal meinen Kindern vorgelesen (mit abschnittsweisen, den persönlichen Befindlichkeiten angepassten Synchron-Änderungen ;o)...und wieder etwas Neues entdeckt!
Wunderbar!
Danke Henno!
Danke.
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am 27. März 2013
Ein sehr gutes Buch. Gut zu lesen. Ist echt zu empfeheln. Und wer in Namibia war, weiss es sowieso. Danke
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am 11. Juni 2014
nur 10 Bücher mitnehmen dürfte, für den Rest meines Leben, dieses wäre dabei, ein Buch dass in keine Kategorie passt und unglaublich voll und dicht ist. Wunderschöne Landschaften, viel Nachdenklichkeit und manche Erkenntnis über den Menschen. Ein sehr spannendes Buch, dass nach m. Erfahrung nur Begeisterung hervorruft. Tolles Geschenk für Männer die sonst wenig lesen. Ein Geheimtipp der auf die Bestsellerliste gehört...Wem Tiziano Terzani oder hape Kerkelings Pilgerreise gefällt, der ist hier richtig. Ich habe es bestimmt schon zehn Mal verschenkt.
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