"Wenn Katzen kochen könnten" lautet der Titel dieses Buches und verspricht damit, dass die selbstgekochten Leckereien auch gut für den Vierbeiner sind. Leider werden Katzenfreunde nach dem Kauf dieses Buches in dieser Hinsicht enttäuscht: Das liebevoll in der Form eines Kochbuches aufgemachte Werk überzeugt zwar durch wunderschöne Fotografien und einfache Anleitungen, die enthaltenen Rezepte sind aber ganz und gar nicht für kätzische Schleckermäuler geeignet.
So erfreut zwar eine Menge Thunfisch, Lammkottlett und Hackfleisch den kätzischen Gaumen, leider sorgt der Großteil Rezepte mit Sahne, Butter, Essig, Weizenmehl, Kartoffeln und (Vanille-)Zucker aber auch dafür, dass die Leckereien leider alles andere als gesund sind. Derartige Zutaten gehören einfach nicht ins Katzenfutter... Rezepte wie "Kartoffelspätzle" mit Eiern, Weizenmehl und Kartoffeln eignen sich sicherlich für Katzenhalter, nicht aber für den Fleischfresser Katze. Das gleiche gilt für "Leckeres mit Bisquit", einen Kuchen aus Eiweiß, Eigelb, Vanillezucker, Mondamin, Backpulver, Wasser, Quark und Sahne. Das lässt zwar dem Dosenöffner das Wasser im Mund zusammenlaufen, für Katzen ist dieses Rezept aber alles andere als geeignet, schädlich für die Zähne und führt auf Dauer zu Diabetes. Erschreckend auch die Empfehlung, Katzen einmal einen kleinen Kaffeelöffel Sahneeis anzubieten. "Wir sündigen ja auch manchmal" ist die Begründung, die für eine völlige Vermenschlichung wider der Vernunft sorgt. Wer jetzt noch weiß, dass Katzen nichts Süßes schmecken können, ist sicher, dass diese Rezepte im wortwörtlichen Sinne nichts "für die Katz" sind.
Einen einzigen, kleinen Stern gibt es dafür, dass das Buch hochwertig und liebevoll aufgemacht sind und sich wenige Rezepte doch als seltene Leckerei eignen. Schade, da eigentlich schon in der Einleitung des Buches zumindest grob auf die gesunde Katzenernährung eingegangen wird...