5.0 von 5 Sternen
Aufschlussreiche Einblicke in die Gedanken- und Handlungswelt der Workaholics, 12. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Wenn der Job zur Droge wird (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch gekauft, um einen Workaholic in meinem direkten Umfeld besser verstehen zu können. Ich fand dieses Buch dazu unheimlich hilfreich, zumal es nicht viel Literatur zu diesem Thema gibt. Es ist verständlich und einfühlend geschrieben, niemals aburteilend. Es beleuchtet sehr viele Aspekte dieser Sucht, wie und warum sie entsteht, welche Formen sie annehmen kann, welchen Zwängen die Workaholics unterworfen sind und auch wie sich diese Sucht auf die Personen auswirken kann, die dem Workaholic nahestehen. Unterstützt werden die Ausführungen auch durch Lebensberichte Betroffener.
Besonders interessant fand ich die Erläuterung, dass diese Sucht eine von der Gesellschaft akzeptierte, ja, sogar in einigen Ländern geförderte sei. Im Gegensatz zu anderen Abhängigkeiten wie Alkoholismus sei diese eine "nette Sucht", die fast einem Statussymbol gleiche, denn wer viel arbeite und wenig Zeit für anderes habe, werde von vielen als unabkömmlich, wichtig und zielstrebig angesehen.
Das Buch zeigt ebenfalls mögliche Auswege aus der Sucht, Vorschläge und Hilfe für Workaholics und gibt deren Angehörigen einen Einblick, der ein größeres Verständnis ermöglicht. Ich kann es nur jedem direkt oder indirekt Betroffenen empfehlen.
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