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Wenn Ideen Sex haben: Wie Fortschritt entsteht und Wohlstand vermehrt wird
 
 
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Wenn Ideen Sex haben: Wie Fortschritt entsteht und Wohlstand vermehrt wird [Gebundene Ausgabe]

Matt Ridley , Gabriele Gockel , Barbara Steckhan
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: 1. Aufl. (19. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421045283
  • ISBN-13: 978-3421045287
  • Originaltitel: The Rational Optimist: How Prosperity Evolves
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,5 x 4,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 136.044 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ridley reitet eine furiose Attacke wider den gerade im deutschen Geistesleben verbreiteten Kulturpessimismus. Er tut dies mit einer Fülle überraschender Fakten und lakonischem Witz.« (NZZ am Sonntag, 30.10.2011 )

»„Wenn Ideen Sex haben“ ist ein sehr lesenswertes Buch, das den Glauben an die Menschheit wissenschaftlich unterfüttert.« (Süddeutsche Zeitung, 11.10.2011 )

»Immer wieder gelingt es Ridley, den Leser über "das Faszinierende am Tausch" staunen zu lassen.« (WELT ONLINE, 04.10.2011 )

Kurzbeschreibung

Zuversicht, die provoziert

Matt Ridleys Buch ist eine überzeugende Absage an den vorherrschenden Pessimismus unserer Zeit. Die Geschichte der Menschheit ist eine großartige Erfolgsgeschichte, und es gibt keinen vernünftigen Grund für die – allerdings weitverbreitete – Annahme, dass urplötzlich in unserer Zeit der Fortschritt erlahmen, die Innovationskraft und Erfindungsgabe der Menschen versiegen und die Verbreitung von Wohlstand an ein Ende kommen soll. Die kulturelle Entwicklung des Menschen hat über Jahrtausende zu immer besseren Lebensbedingungen geführt. Der Schlüssel dafür waren die Arbeitsteilung und der Austausch von Ideen. Wenn wir nicht verzagen und die kreativen Kräfte der Menschen nicht behindert werden, dann kann uns ein 21. Jahrhundert bevorstehen, in dem der Wohlstand sich vermehrt, extreme Armut zurückgeht, Krankheiten eingedämmt werden, die Überbevölkerung abnimmt, die technologische Entwicklung blüht, Wissen und Bildung immer mehr Menschen erreicht und Umweltbedingungen sich verbessern.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
"Wie Fortschritt entsteht und Wohlstand vermehrt wird" - das will das vorliegende Buch des amerikanischen Bestsellerautors Matt Ridley seinen Lesern erklären. Der Titel im Original kommt weniger reißerisch daher und beschreibt besser, um was es in dem Buch geht: "The Rational Optimist: How Prosperity Evolves".

Matt Ridley, promovierter Zoologe, der aber auch schon als Banker gearbeitet hat, legt an vielen Beispielen aus der Kulturgeschichte dar, wie die Entwicklung der menschlichen Kultur über viele Jahrtausende dazu geführt hat, dass die Menschen unter immer besseren Lebensbedingungen existieren konnten. Wie kam es dazu? Zum einen ist die immer weiter fortschreitende Arbeitsteilung dafür verantwortlich, in mindestens dem gleichen Maße aber der immer stärkere Austausch von Ideen (deshalb der deutsche Titel "Wenn Ideen Sex haben").

Überall dort, wo solche Ideen nicht behindert wurden, kam es zu ganz beachtlichen Fortschrittssprüngen. Nun, im Zeitalter des Internets, sind dem kreativen Austausch von Ideen auf der ganzen Welt in Sekundenschnelle keine Grenzen mehr gesetzt. Matt Ridley ist Optimist, der auf die Vernunft setzt. Sie bringt ihn zu der Überzeugung, die Probleme der Welt, etwa extreme Armut, die Überbevölkerung und massive Umweltbedrohungen könnten im 21. Jahrhundert gelöst werden. Er nennt seine Haltung den "rationalen Optimismus" und setzt ganz auf die Erfindungsgabe des Menschen, die bisher noch jedes Problem zu lösen vermochte und den weltweiten Austausch dieser Ideen. Den beiden "großen Themen der Pessimisten von heute: Afrika und das Klima nach 2010" widmet er ein ganzes Kapitel, in dem er zu dem Schluss kommt, eine Klimakatastrophe sei "völlig unrealistisch" und dem afrikanischen Kontinent Teilhabe am weltweiten Wohlstand verheißt.

So gut es tut, die Zukunft der Menschheit einmal und einer rational-optimistischen Perspektive zu sehen, so skeptisch hat mich doch das Buch zurückgelassen. Dennoch: der positive Sog, den es ausübt, würde mancher pessimistisch-fatalistischen Debatte gut tun.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Frank Reibold TOP 500 REZENSENT
In diesem Buch versucht ein "rationaler Optimist" zu zeigen, dass die Welt besser und nicht schlechter wird.

Zu diesem Zweck richtet er den Blick auf die wichtigsten Etappen der Weltgeschichte:

- 200 000 Jahre Arbeitsteilung

- 50 000 Jahre Handel

- 10 000 Jahre Landwirtschaft

- 5 000 Jahre Städte

- 300 Jahre fossile Energieträger

- 200 Jahre Erfindungen

Seit der Steinzeit steigt der Lebensstandard zunächst sehr langsam und seit der Industriellen Revolution rasant an. Das Buch zeigt auf, wie die ersten Staaten entstanden (Verstädterung / Landwirtschaft / Wasserwirtschaft / Verteidigung) und warum einige Staaten Erfolg hatten (z. B. Botswana) und andere (z. B. Simbabwe) nicht: Die Marktwirtschaft ist von unten her organisiert, sodass von oben nur Beschränkungen möglich sind. Staatliche Bürokratien haben sich oft als Parasiten (Babylon) oder Hemmnisse (Ming-China) erwiesen. Städte entstanden zuerst als Handelsplätze; danach haben die Herrscher den Wohlstand abgeschöpft. Durch die fragmentierten Regierungen in Europa blieb uns dieses Schicksal erspart und die Industrielle Revolution wurde möglich.

Wie aktuelle Studien zeigen, sind Händler bzw. Kapitalisten großzügiger als Mitglieder autarker Gemeinschaften; sie können nämlich erstens davon ausgehen, dass sie die Erträge aus dem Handel behalten können und zweitens ihrem Gegenüber vertrauen. Bei autarken bzw. isolierten Gemeinschaften ist die Wahrscheinlichkeit gewaltsamer Konflikte viel höher. Mit der schrittweisen Einführung der Marktwirtschaft ist die Mordrate in Europa stetig gesunken.

Auch im Bereich der Umwelt zeigen sich in letzter Zeit Verbesserungen. Das liegt (auch) daran, dass sich reiche Länder mehr Umweltschutz leisten können als arme. Der Umwelt hilft man am besten, indem man Eigentumsrechte (z. B. an Fischbeständen) durchsetzt. Die angeblich umweltfreundlichen Energien haben den Nachteil, dass sie sehr viel Land brauchen. Dadurch wird aber wieder der Lebensraum für Tiere eingeschränkt. Grüne Energie ist also nicht so grün, wie sie aussieht. Aktuelle Studien zeigen auch, dass neue Arbeitsplätze im Bereich der alternativen Energien durch Subventionen und teure Strompreise die doppelte Anzahl Arbeitsplätze in anderen Bereichen der Volkswirtschaft vernichten.

Nachdem in fast allen Bereichen (von Diktaturen abgesehen) Verbesserungen gezeigt wurden, bleiben die Probleme Afrika und Klimawandel. Im Falle Afrikas ist es notwendig, die Marktwirtschaft einzuführen. Allerdings ist eine Einführung Dekret zum Scheitern verurteilt; der Markt ist ein demokratisches System und muss deshalb von unten aufgebaut werden. Andernfalls bringt man Traditionen durcheinander. Der Klimawandel bring nach Abwägung der Fakten wahrscheinlich eher Vorteile (z. B. mehr landwirtschaftlicher Ertrag) als Nachteile. Die pessimistischen Prognosen des Weltklimarates basieren auf unhaltbaren wirtschaftswissenschaftlichen Prognosen und falscher Fortschreibung des Bevölkerungswachstums. Auch die Berechnung der Kosten und Nutzen des Klimaschutzes im so genannten "Stern Report" ist falsch, sodass sie die Kosten minimiert und den Nutzen maximiert. Im Vertrauen auf die Erfindungsgabe der Menschen ist davon auszugehen, dass vor dem Versiegen des Öls eine Alternative gefunden wird und unsere Nachkommen weniger CO2 verbrauchen werden. Dem Klima hilft man nicht durch rigide CO2-Rationierung, sondern durch eine CO2-Steuer, Marktwirtschaft und Aufforstung (dem Gegenteil von Biosprit). Andernfalls würde man die Armen nur noch ärmer machen.

Wir haben also allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu schauen. Das 21. Jahrhundert wird uns (falls die Regierungen die Globalisierung nicht rückgängig machen) einen noch höheren Lebensstandard bringen.

Die Kernaussage des Buches lässt sich durch folgendes Zitat zusammen fassen:

"[Fortschritt ist], was Friedrich Hayek als 'Katallaxie' bezeichnete: immer größere Möglichkeiten, bedingt durch eine zunehmende Arbeitsteilung -- ein sich selbst verstärkender Prozess" (S. 83)

***

Mir hat das Buch gut gefallen. Der Hinweis auf die Wohlstand stiftende Arbeitsteilung und Spezialisierung entspricht dem, was die so genannte "österreichische Schule" der Volkswirtschaftslehre zum Thema Entwicklung beigetragen hat. Eigentumsrechte, Gesetze und Gerichte sind förderlich; Autarkie, Bürokratie, Monopole und Vetternwirtschaft nicht. Die Diskussion des Klimawandels entspricht ungefähr Klaus: "Blauer Planet in grünen Fesseln". Der "Nutzen" der Entwicklungshilfe wird gut in Easterly: "Wir retten die Welt zu Tode" dargestellt.

Hinweis: Ich habe die Originalausgabe "The Rational Optimist" gelesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Von Jahr zu Jahr geht es uns in jeder Hinsicht besser und besser: So lautet das optimistische Credo von Matt Ridley. Der Originaltitel seines Buches - The Rational Optimist - trifft diese Haltung besser als der deutsche. Der promovierte Zoologe und ehemalige Economist-Redakteur begegnet allen Schreckensnachrichten - Ozonloch, Klimawandel, Überbevölkerung oder Wirtschaftskrise - mit grenzenlosem Vertrauen in den Ideenreichtum und die Fähigkeiten der Menschen. Was ihn besonders zuversichtlich stimmt, ist unsere kulturelle Evolution", die immer schneller wachsende kollektive Intelligenz des Menschen, die sich aus dem Austausch von Handelsgütern und Ideen speist. Ridley unterfüttert seine Ausführungen und Denkanstöße mit zahlreichen Beispielen und viel Zahlenmaterial aus der menschlichen Kulturgeschichte. Seine Zuspitzungen sind erfrischend unkonventionell, hinterlassen jedoch in ihrer Einseitigkeit mitunter einen schalen Nachgeschmack - besonders dann, wenn er kritische Stimmen mit aller Kraft niederwalzt. getAbstract empfiehlt die provozierende Streitschrift allen Menschen, die sich Gedanken über unsere Zukunft machen.
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