Ich schätze die Autorin als gute Fernseh-Moderatorin, aber dabei sollte sie meiner Meinung lieber bleiben. Denn zumindest dieses Buch von ihr ist keine echte Hilfe, weil es jedes Kapitel viel zu oberflächlich nur kurz anspricht, ohne in die Tiefe zu gehen.
Mittlerweile gibt es glücklicherweise andere, sehr gute Bücher zum Thema Tod des Hautiers am Büchermarkt, so daß man auf dieses Werk getrost verzichten kann.
Im übrigen finde ich es absolut respektlos und geschmacklos gegenüber einem trauernden Menschen, der gerade sein Liebstes verloren hat, daß die Autorin den Leser immer wieder mit mitleidserregenden Worten geradezu dazu drängt, ein Tier aus dem Tierheim aufzunehmen. Ich empfand das beim Lesen als emotionale Nötigung.
Zitat:
"Denken Sie an die vielen traurigen Schicksale in unseren Tierheimen... viele von ihnen leiden selbst in guten Tierheimen, weil sie ein eigenes Zuhause und eine Bezugsperson möchten... für sie ist jeder Tag des Wartens ein verlorener Tag... gerade für die vielen älteren Tiere läuft die Zeit ab. Haben Sie also keine Hemmungen, auch schon kurz nach dem Tod eines Haustieres mit der Suche nach einem Nachfolger zu beginnen. Sie tun damit etwas Gutes. Und das ist es, was zählt."
Wer sich wann und woher ein Tier anschafft, sollte man doch bitte jedem Menschen selbst überlassen und nicht ständig versuchen, ihm ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn er nach dem großen Verlust seines Haustieres noch nicht so weit ist für ein anderes Tier oder vielleicht auch (aus welchen Gründen auch immer) nie wieder ein Tier in seinem Haushalt haben möchte oder ertragen kann.
Die Autorin sollte sich nicht anmaßen, die ganz persönlichen Gefühle und Beweggründe anderer Menschen nach ihren eigenen Maßstäben zu bewerten und darüber zu urteilen. Das steht niemanden zu!