Auch heute kann ich diesen meisterlichen Film nur in absolut stabiler, psychischer Verfassung ertragen, denn diese Geschichte ist so bar jeder Hoffnung und lässt mich auch nach mehrmaligem Schauen immer verstört und auch traurig zurück!
Die Kurzgeschichte "Dreh dich nicht um" von Daphne du Maurier ist hier so detailgetreu und dicht umgesetzt worden, dass sich der Zuschauer in einem Bildersturm befindet, der ihn gefangen nimmt und der mit einer Dimension von Trauer spielt, der man sich kaum zu entziehen weiß.
Erzählt wird von einem Kunsthistoriker, der gemeinsam mit seiner Frau versucht, den tragischen Tod seiner kleinen Tochter in Venedig zu verarbeiten. Beide geben sich größte Mühe, auf den Partner einzugehen und sich gegenseitig Trost zu spenden. Doch von Anfang an steht die Reise unter einem schlechten Stern. Es kommt zu einer unheimlichen Begegnung mit zwei älteren Frauen, die behaupten, Kontakt mit dem ertrunkenen Mädchen zu haben und zu weiteren unheilvollen Zwischenfällen.
Während er versucht, durch die Arbeit zu vergessen, muss sie überstürzt Venedig verlassen, um den kranken Sohn, der im Internat geblieben ist, zu besuchen. Doch dann hat er eine schreckliche Begegnung...
Dieser Film kommt ohne jede Horrorsequenz aus und es fließt auch kein Blut. Und doch ist dieser Film einer der gruseligsten Streifen der Filmgeschichte. Ein moderner Klassiker, der auch nach über dreißig Jahren nichts von seiner schockierenden Wirkung verloren hat!