Neu kaufen

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Gebraucht kaufen
Gebraucht - Wie neu Informationen anzeigen
Preis: EUR 7,95

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
   
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 0,25 eintauschen?
Wenn Frauen morden. Spektakuläre Fälle - vom Gattenmord bis zur Serientötung
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Wenn Frauen morden. Spektakuläre Fälle - vom Gattenmord bis zur Serientötung [Gebundene Ausgabe]

Stephan Harbort
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 16,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 2 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Freitag, 1. Juni: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

'Aufschlussreiche Lektüre, als Begleitbuch zur gleichnamigen ARD-Reihe beinahe unerlässlich.“ (TV Spielfilm, 02/2009) 'Der Autor schildert nicht nur die Taten, er beleuchtet auch Leben und Psyche der Täterinnen. Das mindert freilich nicht die S

Kurzbeschreibung

"Stephan Harbort ist der Kartograph des Serienmords." Frankfurter Allgemeine Zeitung Morden Frauen anders? Der Serienmordexperte Stephan Harbort erzählt die Geschichte der Taten und analysiert Motivation, Persönlichkeit und den sozialen Hintergrund der Täterinnen - spannend, authentisch und aufwühlend. Sie agieren still, unauffällig und kaltblütig: Das "Blaubeer-Mariechen", das sich mit Pflanzengift ihrer Ehemänner und anderer Familienangehöriger entledigt, die Dorfschönheit, die tödlichen Enzian verabreichen lässt,  die Krankenpflegerin, die ihre Patienten umbringt, die Mutter, die ihre Kinder tötet. Und zuletzt die "Schwarze Witwe", die im Verdacht steht, vier vermögende Männer getötet zu haben, um an ihr Geld zu kommen. Schon immer haben Mörderinnen größeres Entsetzen hervorgerufen als mordende Männer, stehen sie doch in krassem Kontrast zum Bild der Frau als Lebensspenderin. Alle von Stephan Harbort so spannend wie beklemmend beschriebenen Fälle aus den letzten Jahren und Jahrzehnten haben hohe öffentliche Aufmerksamkeit erregt. Und immer hat diese Reaktion, der "öffentliche Aufschrei", auch etwas über das Innenleben unserer Gesellschaft ausgesagt. In seinem neuen Buch geht Deutschlands renommiertester Serienmordexperte den psychologischen und sozialen Spuren weiblichen Tötens nach.

Über den Autor

Stephan Harbort, geboren 1964, Kriminalhauptkommissar, Deutschlands bekanntester Experte für Serienmorde, entwickelte international angewandte Fahndungsmethoden, die Bestandteil des Profilings zur Überführung von Serienmördern sind. Zudem ist er Fachberater bei TV- und Radio-Dokumentationen und war beratend bei Krimiserien und Kinofilmen wie Hannibal und Zodiac tätig. Seine zahlreichen Bücher sind kriminalistische Bestseller. Er lebt mit seiner Familie in Düsseldorf.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Einleitung
"Die Mörderin und das Böse Kriminelles Verhalten beunruhigt den Menschen, weil es seine Sicherheit grundsätzlich infrage stellt. Dies gilt umso mehr, wenn er seine Freiheit bedroht sieht - oder das eigene Leben. Diese Beunruhigung kann sich bis zum Entsetzen steigern, wenn nicht einfach nur ein Mensch getötet wird, sondern dabei gleichsam grundlegende gesellschaftliche Erwartungen verletzt werden. Wenn Frauen morden, ist das der Fall. Denn Tötungskriminalität ist vornehmlich Männersache, es gibt beispielsweise (fast) keine Amokläuferin, Sexualmörderin, Raubmörderin oder gar Massenmörderin. Männliche Gewalt ist der gesellschaftlich akzeptierte Maßstab für Normverletzungen und Unterdrückung, die tötende Frau hingegen ist der verstörende und betörende Gegenentwurf. Einerseits büßt der Mann seine Dominanz ein, andererseits macht gerade dieser Tabubruch Mörderinnen besonders anziehend. Frauen, die ihrer zuallererst mütterlichen sozialen Rolle nicht entsprechen und mit ihr brechen, sind nicht nur Rechtsbrecherinnen, sondern auch böse. Denn das Böse gehört nicht zu den Themen, denen man mit bewährten Problemlösungsstrategien beikommen könnte, es steht als Sammelbegriff für Grausamkeit und Zerstörung, mit der wir nicht rechnen und für die wir zunächst keine Erklärung haben. Wer weiß schon sicher zu sagen, warum Frauen morden? Der besondere Schauder wird auch durch die Fantasie hergestellt, die Leerstellen solcher Verbrechen wollen ausgefüllt werden. Die Täterin wird darum zunächst entweiblicht, dann entmenschlicht. Und die Taten von Mörderinnen lösen mitunter nicht nur Bestürzung aus, sondern auch Hass. Jede Frau, die gesellschaftliche Konventionen bricht und das weibliche Geschlecht in Verruf bringt, eignet sich besonders für Projektionen des Bösen und als Hassobjekt . Weil wir noch so wenig über die Täterinnen wissen und sie auf uns extrem abstoßend wirken, sind diese Frauen aber auch besonders interessant. Die gemeine Mörderin wird deshalb lustvoll angeprangert und öffentlich vorgeführt, ihre Lebensgeschichte weidlich ausgeschlachtet. Und ihre Namen stehen häufig nicht nur für böse Taten, sondern für das Böse schlechthin. Deshalb wird, wenn eine Frau gemordet hat und überführt worden ist, meist auch ein Medienspektakel daraus. Der Fall Monika Böttcher (besser bekannt als Monika Weimar) beispielsweise hielt diese Republik zwanzig Jahre lang in Atem: Am 7. August 1986 werden Melanie und Karola gefunden, ihre 5- und 7-jährigen Töchter sind erwürgt beziehungsweise erstickt worden. Erst gerät der Vater in Verdacht, dann die Mutter, schließlich wieder der Vater, letztlich doch die Mutter. Monika Böttcher wird verhaftet, und es beginnt ein juristischer Verhandlungsmarathon, keine Instanz bleibt ausgespart, bis hinauf zum Bundesverfassungsgericht. Ein ganzes Land diskutiert diesen Fall und seine möglichen Hintergründe über viele Jahre hinweg, immer wieder angestachelt von den Medien: War sie es? Oder doch der Vater? Oder vielleicht beide? Und welche Rolle spielt der Geliebte von Monika Böttcher, ein amerikanischer Soldat? Erst am 22. Dezember 1999 wird das letzte Urteil gesprochen, an diesem Tag endet eines der spektakulärsten Justizdramen der Bundesrepublik: 15 Jahre Haft für Monika Böttcher."

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

EinleitungDie Mörderin und das BöseKriminelles Verhalten beunruhigt den Menschen, weil es seine Sicherheitgrundsätzlich infrage stellt. Dies gilt umso mehr, wenner seine Freiheit bedroht sieht - oder das eigene Leben. DieseBeunruhigung kann sich bis zum Entsetzen steigern, wenn nichteinfach nur ein Mensch getötet wird, sondern dabei gleichsamgrundlegende gesellschaftliche Erwartungen verletzt werden.Wenn Frauen morden, ist das der Fall. Denn Tötungskriminalitätist vornehmlich Männersache, es gibt beispielsweise (fast)keine Amokläuferin, Sexualmörderin, Raubmörderin oder garMassenmörderin. Männliche Gewalt ist der gesellschaftlich akzeptierteMaßstab für Normverletzungen und Unterdrückung,die tötende Frau hingegen ist der verstörende und betörende Gegenentwurf.Einerseits büßt der Mann seine Dominanz ein, andererseitsmacht gerade dieser Tabubruch Mörderinnen besondersanziehend.Frauen, die ihrer zuallererst mütterlichen sozialen Rolle nichtentsprechen und mit ihr brechen, sind nicht nur Rechtsbrecherinnen,sondern auch böse. Denn das Böse gehört nicht zu den Themen,denen man mit bewährten Problemlösungsstrategien beikommenkönnte, es steht als Sammelbegriff für Grausamkeit undZerstörung, mit der wir nicht rechnen und für die wir zunächstkeine Erklärung haben. Wer weiß schon sicher zu sagen, warumFrauen morden? Der besondere Schauder wird auch durch dieFantasie hergestellt, die Leerstellen solcher Verbrechen wollenausgefüllt werden. Die Täterin wird darum zunächst entweiblicht,dann entmenschlicht. Und die Taten von Mörderinnenlösen mitunter nicht nur Bestürzung aus, sondern auch Hass.Jede Frau, die gesellschaftliche Konventionen bricht und dasweibliche Geschlecht in Verruf bringt, eignet sich besonders fürProjektionen des Bösen und als Hassobjekt.Weil wir noch so wenig über die Täterinnen wissen und sie aufuns extrem abstoßend wirken, sind diese Frauen aber auch besondersinteressant. Die gemeine Mörderin wird deshalb lustvoll angeprangertund öffentlich vorgeführt, ihre Lebensgeschichte weidlichausgeschlachtet. Und ihre Namen stehen häufig nicht nur fürböse Taten, sondern für das Böse schlechthin. Deshalb wird, wenneine Frau gemordet hat und überführt worden ist, meist auch einMedienspektakel daraus. Der Fall Monika Böttcher (besser bekanntals Monika Weimar) beispielsweise hielt diese Republikzwanzig Jahre lang in Atem: Am 7. August 1986 werden Melanieund Karola gefunden, ihre 5- und 7-jährigen Töchter sind erwürgtbeziehungsweise erstickt worden. Erst gerät der Vater in Verdacht,dann die Mutter, schließlich wieder der Vater, letztlich doch dieMutter. Monika Böttcher wird verhaftet, und es beginnt ein juristischerVerhandlungsmarathon, keine Instanz bleibt ausgespart,bis hinauf zum Bundesverfassungsgericht. Ein ganzes Land diskutiertdiesen Fall und seine möglichen Hintergründe über viele Jahrehinweg, immer wieder angestachelt von den Medien: War sie es?Oder doch der Vater? Oder vielleicht beide? Und welche Rollespielt der Geliebte von Monika Böttcher, ein amerikanischer Soldat?Erst am 22. Dezember 1999 wird das letzte Urteil gesprochen,an diesem Tag endet eines der spektakulärsten Justizdramender Bundesrepublik: 15 Jahre Haft für Monika Böttcher. Wäre derTäter ein Mann gewesen, dieser Fall wäre, wie viele vergleichbareauch, lediglich eine Fußnote der deutschen Kriminalgeschichte.Meist richtet sich weibliche Gewalt gegen den Partner oder dieeigenen Kinder. Frauen versuchen, sich aus der überwiegendmännlichen Dominanz zu lösen, notfalls mit allen Mitteln. DieseTatmuster sind bekannt und auch recht gut erforscht. Die Tötungdes Intimpartners und die generellen Unterschiede zwischenweiblichen und männlichen Tätern und ihren Taten sind demzufolgenur ein Randthema dieses Buches. Im Wesentlichen sollenbesondere Formen der weiblichen Tötungsdelinquenz beschriebenund beleuchtet werden, die von der Wissenschaft bisher entwederstiefmütterlich oder gar nicht behandelt worden sind, etwader Gattenmord, bedingt durch eine verhängnisvolle Dreiecksbeziehung,in der irgendwann ein Mann zu viel da ist und aus Sichtder Täterin beseitigt werden muss. Aber warum trennt man sichnicht einfach oder lässt sich scheiden, wie Millionen andererPaare auch? Warum werden unliebsam gewordene Ehemännerheimtückisch ermordet?Zu den bisher kaum erforschten Deliktsbereichen gehört auchdie Tötung von Neugeborenen durch die Mutter. Es vergeht mittlerweilekeine Woche, in der nicht über den Fund einer Babyleicheberichtet oder eine ganze Serie von Kindestötungen aufgedecktwird. Jedes Mal sind Entsetzen und Empörung besondersgroß, verständlicherweise, berechtigterweise. Die Vorstellung,dass die Mutter, der man sein Leben verdankt, dieses auch böswilligauslöschen kann, dass sie sich an wimmernden und wehrlosenkleinen Menschenwesen vergreift und sie qualvoll tötet, widersprichtunseren Erwartungen und unserer Lebenserfahrung sodeutlich und erschüttert unser Urvertrauen in mütterliches Handelnso heftig, dass das Bedürfnis nach Aufklärung besondersgroß ist. Wer sind diese Mütter? Warum tun sie das? Und waskann getan werden, damit es nicht immer wieder dazu kommt?Besonders angsteinflößend sind Tötungsverbrechen, wenn siein Krankenhäusern oder Pflegeheimen passieren, Orten, an denenman sich besonders sicher und geborgen glaubt, wo kranke Menschengeheilt und ältere Menschen gepflegt werden sollen. Undgenau dort begegnet uns das Böse, genau hier wird immer häufigergemordet, willkürlich, kaltblütig, nahezu ausnahmslos inSerie. Es könnte jeden von uns treffen. Was treibt Frauen, die ausÜberzeugung Krankenschwestern und Pflegerinnen gewordensind, um zu helfen, zu solch ruchlosen Verbrechen? Ist es tatsächlichMitleid mit den Patienten, die von ihren Leiden erlöst werdensollen? Und wie ist es zu erklären, dass diese Serientötungen, beidenen besonders viele Opfer zu beklagen sind, passieren, obwohldie Täterinnen im Regelfall schnell unter Verdacht geraten, abertrotzdem ungehindert weitertöten können?Die Serienmörderin nimmt im Bereich der weiblichen Tötungsverbrechenallein schon deshalb eine besondere Stellung ein, weiles bisher nur wenige Täterinnen gegeben hat, und zwar weltweit.Seriell mordende Frauen sind uns besonders unheimlich, und wirhalten die Täterinnen für besonders böse, weil sie nicht nur heimtückischmorden, sondern dabei nichts empfinden. Ihre Tatenschaffen es mühelos auf Seite 1 der Bild-Zeitung, aber auch in dieTagesschau. Welche Motive haben diese Frauen? Was unterscheidetsie von männlichen Tätern? Und wie gelingt es ihnen, ihreTaten nicht nur vor der Polizei zu verbergen, sondern auch vordem eigenen sozialen Umfeld? Morden Frauen gerissener undraffinierter als Männer?Unabhängig von Täterinnen und Taten muss auch der gesellschaftlicheKontext ausgeleuchtet und verstanden werden, indem solche Verbrechen passieren: die konkreten Tatsituationen,die sozialen Rahmenbedingungen. Wer außer der Täterin hatnoch dazu beigetragen, dass es so weit kommen konnte? Wer hatMitschuld? Wer hat noch versagt? Vielleicht stellt sich bei derUntersuchung dieser Fragen sogar heraus, dass das Böse in derMörderin nur eine Illusion ist.
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de