Es werden Geschichten einer weitverzweigten indianischen Familie erzählt. Brüder, Schwestern, Cousinen, Neffen usw. usw. Einige leben im kanadischen Reservat, andere haben sich abgeseilt und wollen mit ihren Wurzeln nichts mehr zu tun haben. Da gibt es Alberta, die ein Kind haben möchte, aber lieber keinen Ehemann, ihre beiden Liebhaber Charles Looking Bear, Jurist und selbstzufrieden und Lionel, Fernsehverkäufer und unzufrieden, Lathisha, Inhaberin eines Restaurants namens Dead Dog, wo angeblich Hundefleisch verarbeitet wird. Und den alten Eli, der gegen einen großen Konzern prozessiert und dem es bisher gelungen ist, dass der große Staudamm auf Indianerland zwar gebaut wurde, aber nie in Betrieb genommen werden durfte.
Unterbrochen werden diese unterhaltsamen Lebensgeschichten von einer Art Bibelkunde auf indianisch und vier mysteriösen alten Indianern, die ständig aus dem psychiatrischen Krankenhaus ausbrechen, um irgendwo mal wieder was in Ordnung zu bringen.
Ein absolutes Highlight. Ganz köstlich bringt der Autor, der ebenfalls indianische Wurzeln hat, diese ganzen Storys rüber. Ich habe mich selten so amüsiert und gut unterhalten. Einfach nur herrlich. Der Leser sei allerdings gewarnt. Es braucht ein bisschen Zeit, bis man sich mit den einzelnen Abschnitten zurechtfindet. Aber dann ist es einfach nur noch ein absolutes Vergnügen.