Nachdem ich selbst für mich erkannt habe, dass Pornografie, neben Schuldgefühl und Zeitverlust, auch die Wirkung von Salzwasser hat und daher eher durstiger macht, statt zu befriedigen, habe ich mich auf die Suche nach Büchern entsprechender Richtung gemacht. Das erste gelesene Buch hierzu war "Der sexte Sinn". Es folgte "Jeder Mann und die Versuchungen" (Rezensionen habe ich dort auch schon geschrieben) und nun also "Wenn Bilder süchtig machen".
Dieses Buch ist meiner Meinung nach das beste von den Dreien. Es analysiert sehr gut die Ursachen für Suchtproblematiken. Verschiedene Charaktertypen werden genannt und die Entstehung von destruktiven Verhaltensmustern analysiert. Es hat mir geholfen, mich selbst besser zu verstehen. Denn nur wer die Sucht annimmt und hinsieht, wie es dazu kommen konnte, der wird sie auflösen. Vielleicht weniger im Kampf sondern im Frieden. Jede Sucht ist wie ein Schmerz, sie weist auf etwas hin. Also ein super Buch in dem ich mir die für mich stimmigen Stellen dick angstrichen habe und mir immer wieder vor Augen führen werde.
Punktabzug aber eindeutig für die einseitige Ansprache von Pastoren und Kirchenmitarbeitern. Diese Thema gilt für alle Menschen, nicht nur für Kirchenmitglieder. Ich bin zwar Christ, daher war dieser Buchstil für mich nicht abschreckend, aber sicher (noch) kein regelmäßiger Kirchgänger und ich wünsche auch allen Andersgläubigen Heilung zu diesem Thema. Also eine Ermutigung an alle Nichtchristen. Die Dynamiken und Wirkungszusammenhänge zur Sucht und der Weg heraus sind durchaus auch für Andere zutreffend und lebbar.
Ich wünsche allen, die dieses Thema beschwert, dass sie dieses Buch entdecken, darin stöbern und den für sie wahren Teil darin entdecken und leben.