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Wenn die Biiken brennen: Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein
 
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Wenn die Biiken brennen: Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein [Ungekürzte Ausgabe] [Taschenbuch]

Rainer Schorm , Nadja Sennewald , Jonas-Philipp Dallmann , Judith Merchant , Karla Weigand , Verena Wolf , Karl-Otto Kaminski , Kai Riedemann , Rolf Kamradek , Jörg Weigand , Conny Franken , Claus Beese , Jule Jenders , Manfred Lafrentz , Chris Lind , Petra Hartmann , Martin Gregor-Ax , Bartholomäus Figatowski
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 200 Seiten
  • Verlag: Verlag 71 (23. April 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3928905767
  • ISBN-13: 978-3928905763
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.557.381 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Für Schleswig-Holstein Liebhaber ein Muss, genauso wie für Liebhaber mystischer Geschichten. Für alle anderen ist es ein interessanter und abwechslungsreicher Ausflug ins Reich der Geister, der Unterwasserwesen und in die phantastische Geschichte Schleswig-Holsteins." --LiteraTopia - Welt der Literatur, 23.05.2009

Klappentext

In dieser Anthologie wird das Bundesland Schleswig-Holstein in ein phantastisches Licht getaucht:

Ein Biikenfeuer auf Amrum lockt zwei unerwartete Gäste aus dem Meer an. Ein Föhrurlauber nimmt einen geheimnisvollen Anhalter mit. Im Hafen von Laboe macht eine Möwe den Schnabel auf und vermeldet ein Unglück. Ein Wassermann ist dankbar und will vier Mädchen aus der todgeweihten Stadt Rungholt retten. Dutzende Fässer feinsten Jamaika-Rums werden mit 200 Jahren Verspätung in einem Flensburger Kontor abgeliefert. Doch die Empfänger wissen nicht, ob sie sich freuen oder lieber fürchten sollen …

Siebzehn bislang unveröffentlichte Geschichten von: Claus Beese, Jonas-Philipp Dallmann, Conny Franken, Martin Gregor-Ax, Petra Hartmann, Jule Jenders, Karl-Otto Kaminski, Rolf Kamradek, Manfred Lafrentz, Chris Lind, Judith Merchant, Kai Riedemann, Rainer Schorm, Nadja Sennewald, Jörg Weigand, Karla Weigand, Verena Wolf

Herausgeber der Anthologie ist Bartholomäus Figatowski Titelbild: Rainer Schorm


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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Von Patricia Twellmann TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
17 phantastische Kurzgeschichten liegen hier in einer sehr schön gestalteten Anthologie vor, das Titelbild versetzt einen sofort in die richtige Stimmung. Die Hauptakteure in den Kurzgeschichten sind immer wieder Wind, Blitz, Donner, ab und an mal die Sonne und natürlich Wasser, ganz viel Wasser in allen Formen, als Regen, als Meer, als Sintflut und immer wieder die Sturmflut, die über das Land hereinbricht und alles mitreißt und unter sich begräbt. Allen Geschichten haftet ein Hauch von Phantasie an, Geister tauchen auf und retten Leben oder wollen selbst gerettet werden.

Die Sturmflut, genannt Groten Mandränke von 1362 wird häufiger beschrieben. Sie hat das Dorf Rungholt überflutet, und so mancher Geist taucht gerne noch einmal auf und möchte seine Seele retten, indem er anderen hilft oder um die Sünden der Väter zu tilgen. Alle sieben Jahre in der Johannisnacht erscheint Rungholt erneut, um danach wieder unterzugehen. Ein paar der Kurzgeschichten sind diesem Ereignis gewidmet und gehen auf verschiedene Art und Weise mit den Geistern um.

Wir lernen eine Menge Geister kennen, Geister, die Schuld auf sich geladen haben, Geister, die endlich gefunden werden wollen, Geister, die noch eine Fracht ausliefern müssen, Geister, die durch Tagebücher kommunizieren und wir begegnen Wassermännern und Meerjungfrauen.

Eine Geschichte hebt sich wohltuend von dem mystischen Touch der anderen ab, man wird in seine Kindheit zurückversetzt und wartet gespannt mit der Meerjungfrauenprinzessin auf den Weihnachtsmann. Ein wirklich bezaubernde Geschichte, aus der die Freude und der Glaube an den Weihnachtsmann und an Wunder nur so heraussprudelt. Man wird in eine zauberhafte Unterwasserwelt versetzt, aus der man eigentlich gar nicht wieder auftauchen möchte.

Alle Geschichten haben ein offenes Ende ' es bleibt der Phantasie des Lesers überlassen, was genau passiert ist oder noch passieren wird. Manche Geschichten enden allerdings leider sogar so abrupt, dass man hektisch das Buch nach der Fortsetzung durchblättert. Manchmal bleibt einfach auch nur ein dickes Fragezeichen im Gesicht stehen.

Obwohl das Buch recht dünn ist, liest man doch ziemlich lange daran ' aber das liegt halt auch im Charakter der Kurzgeschichten. Man kann sich nicht fallen lassen, man muss schon sehr aufmerksam lesen, denn es verstecken sich ja viele Informationen in den wenigen Sätzen einer Geschichte. Kaum ist man drin, ist die Geschichte auch schon wieder zu Ende, halt das Manko der Kurzgeschichten. Danach muss man erst einmal innehalten und reflektieren, was man da gerade gelesen hat ' und ausgiebig über das Ende nachdenken, hier hängt das Meiste einfach in der Luft und bleibt dem Leser überlassen. Man kann nicht einfach sofort zur nächsten Geschichte wechseln, dafür sind sie in sich zu komplex und man täte ihnen Unrecht, wenn man sie im Geiste nicht erst einmal verarbeitet.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Als ich vor vielen Jahren, während meiner Schulferien, zum ersten Mal an der Ostsee war, entdeckte ich (gebürtiger und überzeugter Franke) mein Herz für dieses flache, windige Land und seine Bewohner. Wann immer ich die Gelegenheit hatte, habe ich dort Urlaub gemacht und immer wieder auch Bücher über die Gegend oder von dort heimischen Autoren gelesen. Jetzt verbindet die von Bartholomäus Figatowski herausgegebene Anthologie »Wenn die Biiken brennen« mein Faible für utopisch-phantastische Stories mit meiner landschaftlichen Vorliebe.
Der Band enthält siebzehn »phantastischen Geschichten aus Schleswig-Holstein«, hat 200 Seiten und ein Titelbild des bekannten Künstlers Rainer Schorm, von dem auch die erste Erzählung, »Sturmgänger«, ist. Überhaupt sind unter den Autoren, deren Geschichten aus über siebzig Einsendungen zu einem Geschichtenwettbewerb des Verlags ausgewählt wurden, neben vielen literarischen Neulingen auch einige sehr gute Bekannte wie Jörg und Karla Weigand, Kai Riedemann oder Manfred Lafrenz.
Erwartungsgemäß beschäftigen sich die Geschichten viel mit den Naturgewalten Meer und Sturmwind, spielen auf dem nur schwach besiedelten »meerumschlungenen« Festland oder auf den einsamen Inseln und haben der nordischen Sagenwelt und der klassischen Gespenstergeschichte mehr zu verdanken als aktuellen Trends der Science Fiction oder Fantasy. So begegneten mir unter anderem sprechenden Möwen, uralte Wassermänner und ewigjunge Meerjungfrauen - und aus der Titelstory von Verena Wolf habe ich erfahren, was es mit den Amrumer »Biikefeuern« für eine Bewandtnis hat.
Die überwiegend sehr kurzen Erzählungen konzentrieren sich zumeist auf eine Idee oder Aussage, sind häufig sehr düster - fast immer ist auch »schlechtes« Wetter - und gruselig-unterhaltsam. Genau das Richtige für einen Tag am Strand, wenn die Sonne scheint und man ein paar Minuten entspannen will.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Warin
"Wenn die Biiken brennen" entführt uns an vertraute Plätze im schönen Schleswig-Holstein, nach Sylt, Pellworm, Westerhever oder an die Kieler Förde. Aber nicht Urlaubsstimmung steht im Vordergrund, sondern das gepflegte Hervorrufen einer Gänsehaut. Bartholomäus Figatowski und der Verlag einundsiebzig haben eine Mischung junger und erfahrener Autoren ausgewählt, die genau so vielfältig ist, wie ihre Geschichten. Da steigt Rungholt aus den Fluten auf, die großen Mandränken werden lebendig und Wiedergänger wandern über die Küstenebene, als wäre es eine Selbstverständlichkeit.

Ein Großteil der Geschichten ist aus der Ich-Perspektive verfasst, Erzählungen von Wiedergängern und Geistern sind ein wenig in der Überhand, so dass man sich über eine niedliche Idee wie den "Weihnachtssand für Helgoland" um so mehr freut.

Fazit: Eine unterhaltsame Lektüre, ideal für den nächsten Urlaub in Schleswig-Holstein oder die Vorfreude darauf.
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