Das Wenger New Ranger 61 ist angenehm schwer, schön groß, und mit den wichtigsten Werkzeugen bestückt, die ein Taschenmesser haben muss: große, sehr scharfe und feststellbare Klinge mit Einhandbedienung, Flaschenöffner/Schraubenzieher (letzterer fixiert sich unter Belastung automatisch und kann somit nicht mehr wegklappen, wie ich es von meinem Victorinox schmerzlich in Erinnerung behalten habe), Dosenöffner, Korkenzieher und Ahle, mit der man - durch das Loch in der Mitte - auch mal notdürftig grobe Näharbeiten verrichten kann. Die Klinge bleibt freilich nicht ewig scharf, aber mit einem Keramikstab o.ä. ist die Schärfe flugs wieder hergestellt...
Das New Ranger wirkt sehr robust und ist gut zu bedienen, vor allem die Knopf-Entriegelung des Liner-Locks ist gut durchdacht und sieht zudem richtig schick aus (das Wappen ist gleichzeitig der Knopf). Keine Angst übrigens, man drückt den Entriegelungsknopf nicht aus Versehen. Ich hatte durch seine Lage am Griff erst die Befürchtung, kann aber Entwarnung geben.
Einizger Kritikpunkt: der Kunststoff der Griffschalen macht, obwohl gut verarbeitet, keinen besonders hochwertigen Eindruck. Irgendwie fühlt er sich billig an. Dafür ist er aber sehr griffig.
Alles in allem ein wirklich nettes Messer für die Wanderschaft für alle, die mal ne Brotzeit oder kleine Reparaturen machen, und ein bisschen Schnitzen wollen.