Ein aussergewöhnliche sinnvoll konzipierter und aufgeteilter Rucksack für den ernsthaften Universitätsbetrieb oder den Angestellten der auch mal gezwungen ist einen Aktenordner mit nach Hause nehmen zu müssen. Ich habe vorher eine hochwertige Crumpler Couriertasche benutzt da ich gewzungen bin immer wieder voluminöse Fachbücher zu transportieren, eine solche ist aber fuer Zweiradbenutzer (Pedal oder Motor) eher problmatisch im Trageverhalten, vor allem wenn sie voll beladen ist. Von orthopädischen Belastungen durch einen einzelnen tragegurt ganz zu schweigen.
Meine Anforderungen an einen Rucksack würde ich daher als hoch betrachten.
Raum und Stauung :
Das (hintere) Hauptfach des Wenger Carbon (ver-)schluckt nicht nur einen 15,4" Laptop ohne Probleme und Wimpernzucken es verpackt ihn auch sinnvollgepolstertund ohne dass dieser auf dem Rucksackboden aufsetzt, es passt daneben problemlos noch ein voller Din A4 Leitz-Ordner zusätzlich hinein. Ob jeder 17" Laptop passt (?) kann ich nicht beurteilen da mein eigener mit 13,3" deutlich kleiner ist. Denke allerdings das dies eine Frage ist die sich nur praktisch im Einzelfall beantworten lässt. Ein bodennahes Netz-Teilfach verwaltet in diesem Bereich dazu sinnvoll Kabel, Maus, andere Peripherie und/oder das Netzteil.
Das vordere Hauptfach nimmt ebenfalls gut 6cm DIN A4 Buecher, Brochueren oder Blöcke auf, und auch hier schaffen Netz-Teiltaschen ordnende Aufteilungen. Alternativ kann auch hier ein durchschnittlicher Laptop mit Schutzhülle problemlos geparkt werden. Oder halt ein Foliant mit 600+ Seiten. Ich betone "zusätzlich zu allem was im hinteren Teilfach lagert".
Der vordere Organizer bietet hinreichend Platz für Schreibmaterial, externe Festplatten, Karabiner für Schlüsselbünder und Stauraum für eventuelle Paperbacks als "bahnlektuere". Eine 3,5" externe Festplatte lässt sichhier aber auch verstauen.
Im Kopfbereich findet sich noch ein weiteres Fach, welches einen MP3 Player aufnimmt (mit einer "Kabelschleuse" zur Aussenwelt ) oder als Stauraum für Peripherie genutzt werden kann.
Zwei Aussentaschen aus Netzgewebe bieten Platz für kleinere Flaschen, sind aber weder blickdicht noh besonders groß. ich nutze sie selten.
Ergonomie
Die Gurte sind ausreichend dimensioniert und gut gepolstert, mit leicher "Stoßdämpfung" durch elastische Elemente, und der ummantelt Griff (im inneren ein Stahlkabel) haptisch anschmiegsam. Das die Gurte durch mit Griffstuecken versehene Stellgurte kinderleicht einzustellen sind.... Luxus an den man sich gewöhnen will.
Die "Handytasche" auf dem Gurt ist fuer Smartphones (hier ein Galaxy S+) jedoch zu klein, ein MP3-player findet dort aber gut Platz. Auch dies.. Luxus.
Längeres Tragen, bei einer Beladung um 10 Kilo, ist auch nach einer Stunde laufen und Treppensteigens kein gefühltes Problem. In manchen Situationn wäre ein Brustgurt nett, aber regelmäßig nur zusätzliche Wirrniss.
Durh einen versteiften Boden steht der Rucksack auch im einseitig beladenen Zustand stabil und senkrecht, auch bei fahrendem Bus/Bahn.
harte Fakten :
Die Aussenhaut aus doppeltem Gewebe wirkt mehr als stabil, ist gut abwischbar (getestet an einem klebirgen Schokoladenshake) und weitgehend wasserresistent. Die Reissverschlüsse sind, für Rucksäcke ungewöhnlich leichtgängig gut eingenäht und im Zwiefel mit einem Kofferschloss zu verschliessen - ein echter Bonus in überfülltem ÖNV. Auch sie sind hinreichend wasserabweisend, aber natuerlich nicht "dicht". Nur, wer geht mit seinem Rucksack schon tauchen ?
Als Bürorucksack für Menschen mit Platzbedarf erste Wahl. Unauffällig, hochwertig und sinnvoll konstruiert. Ausreichend günstig.
Ganz ehrlich, was will man ernsthaft mehr verlangen ?
Kaufempfehlung !