Solche Filme muss man mögen oder eben nicht. Es wird wenig gesprochen, wirklich wenig. Die meiste Zeit sieht man eine Frau herum laufen
die nach ihrem Hund sucht. Der Hund ihr einziger Freund, Begleiter, Familie den sie hat und den sie mit auf eine Reise nach Alaska, hin zu einem
besseren Leben, mit genommen hat. Darum hält Wendy, gespielt von Michelle Williams, weiter an diesem Hund fest, gibt nicht auf und sucht und sucht.
Obwohl das Geld knapp, das Auto Schrott ist und sie eigentlich weiter müßte, verweilt sie und beschließt geradezu unvernünftig ihre ganze Zeit
und Kraft auf die Suche dieses ihr doch sehr lieb gewonnenen vierbeinigen Partners zu konzentrieren, obwohl sie noch ganz andere schwerwiegende Probleme
begleiten, wie z.B. kein Dach über den Kopf zu haben, nicht zu wissen, wo man als nächstes schläft und den Gefahren der Straße ausgesetzt zu sein,
wo eben auch Drogensüchtige, Kriminelle, Verrückte zu Hause sind.
Die Traurigkeit und das Verlassen sein spielen sich gut auf Michelle Williams Gesicht wieder und das muss es auch, wenn der Schauspieler so gut wie gar
kein Text hat. Der Film lebt von den Bildern, dem nicht gesagten oder den kleinen Gesten. Es ist wie ein Ausschnitt, fast dokumentarisch fest gehalten, von einem
Leben irgendwo im Nirgendwo, ein menschliches Schicksal wie es viele gibt, gestoppt, angehalten, aus der Bahn geworfen von einem unglücklichen Umstand, meist
auch als Schicksalschlag bekannt.
Wie gesagt, es ist nur ein Auschnitt, es gibt kein Anfang und kein richtiges Ende, letztendlich sieht man Wendy einer ungewissen Zukunft entgegen fahren.
Einzig der Hund scheint angekommen zu sein.