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Der Wendepunkt: Ein Lebensbericht
 
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Der Wendepunkt: Ein Lebensbericht [Taschenbuch]

Klaus Mann
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 896 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. November 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499244098
  • ISBN-13: 978-3499244094
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,6 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 124.388 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Klaus Mann
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

„Der ‚Wendepunkt’ erzählt ein Leben, beschreibt ein Generationen-Schicksal, illustriert eine Epoche.“ (Walter Jens) Klaus Manns Erinnerungsbuch gehört zu den wichtigsten Autobiographien des 20. Jahrhunderts. Es ist der Spiegel eines ungewöhnlichen Lebens – und eine glänzend geschriebene Schilderung von Zeit- und Kulturgeschichte.

Über den Autor

Geboren am 18.11.1906 in München als ältester Sohn Thomas und Katja Manns. Klaus Mann schrieb mit 15 Jahren erste Novellen. Es folgten die Gründung eines Theaterensembles mit Schwester Erika, Pamela Wedekind und Gustaf Gründgens, 1929 unternahm er eine Weltreise "rundherum". In der Emigration (mit den Stationen Amsterdam, Zürich, Prag, Paris, ab 1936 USA) wurde er zur zentralen Figur der internationalen antifaschistischen Publizistik. Er gab die Zeitschriften «Die Sammlung» (1933-35) und «Decision» (1941-42) heraus, kehrte als US-Korrespondent nach Deutschland zurück. 1949 beging er aus persönlichen und politischen Motiven Selbstmord, nachdem er in dem von Pessimismus erfüllten Essay "Die Heimsuchung des europäischen Geistes" noch einmal zur Besinnung aufgerufen hatte. Mann sagte sich früh vom Daseinsgefühl der Eltern-Generation los und stellte die Lebenskrise der «Jungen» in der stilistisch frühreifen"‚Kindernovelle" und in der Autobiographie des Sechsundzwanzigjährigen "Kind dieser Zeit"' dar. Seine wichtigsten Romane schrieb Mann im Exil: "Symphonia"', "Pathétique"; "Mephisto. Roman einer Karriere im Dritten Reich", und "Der Vulkan"'. In der Autobiographie ‚Der Wendepunkt' gelangt Klaus Manns Diktion zu Reife und gelassener Sachlichkeit. Mann Er sprach stellvertretend für eine Generation, die in den 20-er Jahren ihre prägenden Eindrücke empfing, mit einem engagierten Freiheitsbewusstsein zu neuen Ufern aufbrechen wollte und zwischen den Fronten einer zerrissenen Nachkriegswelt an der Machtlosigkeit des Geistes verzweifelte.

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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Zeitpanorama, 27. April 2006
Von 
deathdealer92618 (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
"Der Wendepunkt" ist aufgrund seiner Fülle an Einblicke und Informationen über das Deutschland, und später fast über die gesamte westliche Welt, von 1906 bis 1945 unentbehrlich für jeden Leser. Es fängt schon überaus interessant an, mit einem Diskurs über die Kindheit der Mann-Brüder Heinrich und Thomas, geht dann weiter über die Anfangsphase der Beziehung zwischen Thomas und Katia Mann und endet dann mit der Geburt von Klaus. Nun beginnt eine farbenprächtige Geschichte, beginnend mit der Kindheit im Hause Mann, der Mutter die die Geschicke im Hause leitet, der Vater der sich eher aus allem raushält und arbeitet, sich nur zwischendurch mal einschaltet. Die Jugend in der schon klar wird, das Klaus Mann der Kunst verfallen ist, er ist nicht so wie Mitschüler und Nachbarskinder. Sehr interessant auch die Beschreibungen der Personen die im Hause Mann ein- und ausgingen wie Gerhart Hauptmann und Stefan Zweig um nur zwei zu nennen. Die ersten Reisen ins Ausland, alles ganz genau beschrieben, man kann es fast schmecken, fühlen, riechen, die ersten Veröffentlichungen, am besten unter anderem Namen, um nicht im Schatten des Vaters zu stehen. Dann irgendwann das Exil. Vielleicht der interessanteste Teil dieser Autobiographie, denn Klaus Mann beschreibt derart lebendig das Leben der Exilanten, der Künstler und Intellektuellen aus aller Welt, das man meint dabeigewesen zu sein. Überaus aufschlussreich seine kleinen Anekdoten zu Sinclair Lewis, Upton Sinclair, Andre Gide, Carson McCullers, Thomas Wolfe, Emil Jannings, Greta Garbo, Richard Strauss u.v.a. Diese Liste ist so lang, dass man meinen könnte Klaus Mann kannte sie alle! Zu Beginn der 30er Jahre startet dann leider die grosse Suizid-Welle in den Intellektuellen Kreisen und somit auch in dem Freundeskreis Klaus Manns, was diesen natürlich stark berührt und auch bei ihm erwachen Zweifel über sein Fortleben. Deutlich erkennbar ist auch die Hinwendung zur Politik. Anfangs ist er noch der unbeschwerte junge Mann der Spass am Leben hat (kann er auch haben, macht er sich ja keine Gedanken wo das Geld herkommt für die vielen Reisen), doch irgendwann gibt es kaum noch einen Brief, einen Tagebucheintrag (die beiden letzten Kapitel bestehen nur aus solchen) in dem er nicht über politische Themen schreibt.

Dies ist ein Buch von und über jemanden der als Kind den Ersten Weltkrieg mitgemacht hat (in einer fast naiven Kindlichkeit geschrieben, als wäre er tatsächlich erst acht als er es schrieb. Grossartig!), der das große Chaos der 20er Jahre erlebt hat und teilweise recht bissig-ironisch beschreibt, der früh aus Deutschland geflüchtet ist, der immer gegen den Faschismus gekämpft hat, zuerst ausschließlich in schriftlicher Form durch Herausgabe einer Zeitschrift, später dann als Soldat der US-Army, der als Deutscher geboren zu einem Weltbürger mit amerikanischer Staatsangehörigkeit werden wollte (er schrieb in seinen letzten Jahren nur noch auf englisch) und jemand der leider für sich keine Perspektive mehr gesehen hat und dann freiwillig aus dem Leben schied.

Ein Buch, das in keinem Bücherregal fehlen darf, weil es soviel hergibt, in einer Sprache mit der wohl die meisten Geschichtsbücher nicht mithalten können, denke ich.
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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Für eine ganze Generation!, 5. April 2007
Klaus Mann, Jahrgang 1906, hat mehrfach autobiographische Schriften verfasst, die ersten bereits im Grundschulalter.

Der älteste Sohn Thomas Manns "schrieb, wie er atmete", wie seine Schwester Erika später über ihn sagen würde. Er war ungeheuer talentiert und ging spielerisch und zugleich schlafwandlerisch sicher mit Sprache um.

"Der Wendepunkt" ist nicht nur ein autobiographisches Zeugnis ersten Ranges, es ist auch der Roman einer ganzen Generation! Klaus Mann war auch das Sprachrohr der jüngeren Exilanten, die im Hitlerdeutschland keine berufliche Zukunft und Heimat mehr hatten.

Es ist ein literarisches und zeitgeschichtliches Meisterwerk, das auch heutigen Generationen viel zu sagen hat. Und es ist ein weiteres Mosaiksteinchen bei der Rekonstruktion eines ungeheuer vielschichtigen Familiennetzes.

Der erste Teil besticht durch die ausführlichen Schilderungen des Familienlebens in München bis in die Weimarer Republik. Der Alltag in der Poschinger Straße, das Geflecht aus familiären Regeln rund um den Schriftsteller Thomas Mann, die Spiele der Kinder, seine enge Beziehung zu Erika, die jüngeren Geschwister, die das manchmal recht arge Treiben der Großen mit Ehrfurcht verfolgen. Ein breiter Raum nehmen die Lesegewohnheiten des Kindes Klaus ein, der sich mithilfe der Literatur einen ganz neuen Kosmos erschließt.

Schließlich das Erwachsenwerden, die ersten Erfahrungen außerhalb des Elternhauses, wilde zwanziger Jahre, Reisen, Liebesbeziehungen, erste schriftstellerische und journalistische Erfolge. Und dann die große Zäsur: 1933 und die Folgen...

Klaus Mann blickt mit Wehmut, manchmal auch sehr distanziert auf die eigene, noch nicht ferne Vergangenheit. Und doch erinnert der "Wendepunkt" manchmal einem Abgesang. Drogen, Lebensüberdruss und immer wieder menschliche Enttäuschungen bilden schon im "Wendepunkt" einen verhaltenen Grundton.

Es ist müßig, zu spekulieren, ob Thomas Manns ältester Sohn ohne diese familiären Wurzeln nicht noch ein wesentlich erfolgreicherer Schriftsteller geworden wäre. Sein Werk bezieht aber unbestreitbar aus gerade dieser komplizierten Vater-Sohn-Beziehung eine ungeheure Spannung.

So ist diese Autobiographie für mich ein Faszinosum erster Güte!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Muss man lesen!, 5. November 2006
Ich habe vor einigen Jahren angefangen, die Bücher Thomas Manns zu lesen und war so beindruckt, dass ich mich über die ganze Familie zu informieren begann. Dabei stieß ich dann auch auf Klaus. Mittlerweile habe ich festgestellt, dass Klaus viel mehr ist als nur der Sohn von Thomas und ich verschlinge mit Faszination alle seine Werke. Der Wendepunkt ist eine wirklich bemerkenswerte Autobiografie, da man die gesamte Epoche besser verstehen lernt und und in einen geradezu persönlich anmutenden Kontakt mit berühtmen Persönlichkeiten tritt. Ich bin ganz beeindruckt, wie es Klaus Mann gelingt, so von Menschen zu schreiben, dass man wirklich meint, sie zu kennen und zu verstehen. Daneben ist die gesamte Beschreibung des deutschen Exils geradezu atemberaubend spannend. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Auch ist es interessant im Wendepunkt wahre Begebenheiten aus dem Leben Klaus Manns zu entdecken, die so ähnlich in seinen Romanen wieder auftauchen. Da fällt mir als erstes diese halb bestürzende, halb komische Episode ein, als Klaus mit befreundeten Emigranten in einem Pariser Restaurant von einer Amerikanerein beschimpft und bespuckt wird. Dieser Zwischenfall taucht dann so ähnlich im Eingangskapitel des Vulkans auf. - Ich könnte noch viel mehr dazu schreiben, denn ich liebe dieses Buch. Deshalb nur: unbedingt lesen!!!
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