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Kundenrezensionen

31
4,1 von 5 Sternen
Wem die Stunde schlägt
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145 von 154 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Februar 2004
Eine Rekonstruktion, deren deutsche Ausgabe dem Filmliebhaber nur Magenschmerzen bereiten kann. So lobenswert es ist, diesen Klassiker auch hier in der restaurierten Langfassung zu veröffentlichen, desto fragwürdiger ist es, in welcher Form dies nun geschieht. Da der Film bereits kurz nach seinem US-Release stark eingekürzt wurde, stellte sich naturgemäß das Problem, daß für die exzellente deutsche Synchronfassung (die im Jahr 1950 produziert wurde) die seinerzeit geschnittenen Passagen nie synchronisiert wurden. Das ist unschön, aber nicht mehr zu ändern.
Kann es nun aber tatsächlich die Lösung sein, deshalb den GESAMTEN FILM NEU ZU SYNCHRONISIEREN ? Kenner werden zustimmen: ein Film von 1943 mit einer Tonspur von 2004 hat überhaupt nichts mehr mit einem alten Klassiker gemeinsam. Man stelle sich VOM WINDE VERWEHT mit neuer deutscher Synchronfassug vor, und man ahnt, was hier zu erwarten ist. Bei den alten Synchronisationen aus den späten 40er, den 50er und 60er Jahren handelt es sich um deutsches Kulturgut, das auch bewahrt und geschützt werden muß wie z.B. historische Bauwerke oder Kunstgegenstände. So war die deutsche Originalversion von WEM DIE STUNDE SCHLÄGT eine meisterhafte und unersetzbare Bearbeitung, die ihresgleichen suchte.
Für deutsches Buch und Dialogregie zeichnete der blutjunge Alfred Vohrer verantwortlich, der später als Filmregisseur Edgar-Wallace-Klassiker wie DER ZINKER und DAS INDISCHE TUCH inszenierte. Mit Eva Vaitl für Ingrid Bergmann und Peter Pasetti für Gary Cooper standen in den Hauptrollen zwei unangefochtene Könner der deutschen Film- und Theaterlandschaft als deutsche Stimmen zur Verfügung. All diese Informationen sucht man auf der DVD selbstredend vergebens, ebenso den Vermerk, daß neu synchronisiert wurde.
Statt dessen wird man nun nichtsahnend mit einer deutschen Fassung auf dem Niveau einer billigen Soap oder Comedy-Serie malträtiert. Das wäre noch in Ordnung gewesen, solange man die Ursynchronisation mit aus der englischen Fassung ergänzten Szenenteilen alternativ mit angeboten hätte. Dies ist wieder einmal nicht geschehen, obwohl gerade die Möglichkeit, problemlos mehrere Tonspuren unterbringen zu können, zu den herausragendsten Vorzügen des Mediums DVD zählt. Mangels guten Willen wird es aber nicht gemacht - die Urfassung ist tot, wen schert es.
Für die rekonstruierte englische Fassung gibt es hier keine Punkte, denn die wurde ja schon in den USA erstellt und ist im Ausland überall erhältlich. Aufgabe für den deutschen Markt wäre gewesen, eine seriöse und filmhistorisch korrekte Edition herauszubringen, in der auch deutsche Originalversion bewahrt wird. Hier geht es beileibe nicht um Gewohnheit, sondern im höchsten Maße um Qualität. Niemand würde auf die Idee kommen, die englische Spur neu zu synchronisieren, selbst wenn Teile der Tonspur verschollen wären. Doch hierzulande ist den Labels nichts heilig und ein Gespür für die individuelle Filmkultur der einzelnen Nationen besteht quasi überhaupt nicht. Deshalb: Null Punkte für Universal Deutschland !
Ich kann jedem nur eindringlich raten, die alte (leider gekürzte) deutsche Fassung von 1950 vorzuziehen bzw sich den Film dann noch ergänzend auf Englisch anzusehen. Mit der Neusynchronisation wurde dieses Meisterwerk der Kinogeschichte regelrecht gemordet. Wer es nicht glaubt, möge sich bitte die Mühe machen einmal zu vergleichen ! Die Neusynchro stellt eine Verstümmelung übelster Art dar, auch im Hinblick auf die ursprüngliche Filmmusik und die Gesamtatmosphäre des Werkes.
FAZIT: Auf (Neu-)Deutsch unbrauchbar, nicht kaufen !!!
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. August 2012
Daß der weisse Hai nun auf Bluray in zwei Synchronfassungen (der alten und der grauenhaften) erschienen ist, kann ich nur auf den Verriss durch unzählige Rezensenten und deren Aufruf zum Kaufboykott zurückführen. Ich bitte daher jeden Käufer, den diese schreckliche Neusynchronisation von "Wem die Stunde schlägt" stört, nicht bloß Kommentare abzugeben (was natürlich ebenso löblich ist), sondern die DVD zu bewerten und seinen Unmut über derartige Verstümmelungen kund zu tun. (Lesen Sie bitte die hervorragenden Kommentare bei der Fünf-Sterne-Bewertung.) Die Paten-Trilogie wurde ja ebenfalls nach viel Kritik mit zwei Synchronspuren veröffentlicht. Ich hoffe auf eine derartige Protestkundmachung wie bei den erwähnten Filmen und eine ebensolche vernünftige Doppel-Synchro-Bluray!
PS. Der Film würde sich natürlich fünf Sterne verdienen, aber solchen qualitätsmindernden Verstümmelungen filmischer Meisterwerke muss ein Ende gesetzt werden. Das Original muß Original bleiben!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
1937: Der Amerikaner Robert Jordan (Gary Cooper) kämpft im spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Republikaner. Als Sprengstoffexperte ist er Spezialist für geheime Kommandoaktionen und wird von der militärischen Führung gezielt eingesetzt. Nach dem letzten Anschlag auf einen Armeezug der Falangisten trifft er sich in der selben Nacht noch mit General Golz. Dieser hat bereits den nächsten Auftrag für Jordan. Er soll in drei Tagen im spanischen Bergland eine wichtige Brücke sprengen um den Vormarsch der Faschisten zu stoppen. Hierfür reist er mit seinem Führer Anselmo in die Canyons, wo er sich mit einer Gruppe Widerstandskämpfer treffen will, die ihn bei seiner Aktion unterstützen sollen. Es ist eine kleine verschworene Gemeinschaft auf die er da trifft. Da ist der bärbeißige Anführer Pablo, seine Frau Pilar, ein Zigeuner sowie einige andere Helfer, die jeder für sich über besondere Fähigkeiten verfügt. Es sind Menschen, die den Aufstand der Braunhemden überlebt haben und nun den Wirren des Bürgerkrieges trotzen, indem sie sich nach Art einer Guerilla-Gruppe am Kampf gegen Franco beteiligen. Doch da ist auch noch jemand. Ein junges Mädchen namens Maria (Ingrid Bergmann), die Schutz bei der Gruppe gefunden hat, nachdem ihre Familie ermordet wurde. Als sie Robert Jordan zum begegnet, ist es für beide Liebe auf den ersten Blick. Kein guter Ort und ein noch schlechterer Zeitpunkt um eine Beziehung zu beginnen. Denn in drei Tagen muss der Auftrag ausgeführt werden. Komme was wolle.

Kein Mensch ist eine Insel

Ernest Hemingway hat sich beim schreiben seines preisgekrönten Romans angeblich Gary Cooper und Ingrid Bergmann vorgestellt und zeigte sich nach Sichtung des damals verhältnismäßig teuren Filmes mehr als zufrieden mit der Besetzung der beiden Stars. Recht hat der Mann. Die Bergmann ist einfach hinreißend in der Rolle der naiv-unschuldigen Maria, die doch bereits viel schreckliches erleben musste und Coop, tja, was soll man sagen, ist einfach Coop und zwar stärker denn je. Würde man eine Rolle suchen, die Gary Coopers Image auf den Punkt brächte, müsste es die des Robert Jordan in diesem Meisterwerk sein. Diese Figur ist so einnehmend unnahbar, arbeitet mit kleinsten Andeutungen, leisen Gesten und weisen Blicken und schafft gerade durch die Vielzahl an nicht formulierten, eher gefühlten Gedanken einen derart reichen Charakter, wie er einem nur selten ans Herz wächst. Mit Sicherheit kann man in diesem Film eine der schönsten, wenn auch tragischsten Liebesgeschichten Hollywoods erleben.

Doch all das würde nicht funktionieren, wäre da nicht die Konstellation der Gemeinschaft um die beiden herum. Zum Beispiel Akim Tamiroff als Pablo, der ehemals mutige Anführer, ohne den sie alle nicht hier wären, ohne den keiner der Widerständler mehr leben würde. Die Kriegsmonate haben ihn müde gemacht, ihm den letzten Mut geraubt. Aufgrund seiner Nachlässigkeit muss er um seine Position fürchte. Eine Position des Anführers, die ihm ausgerechnet seine Frau Pilar streitig macht, gespielt von der großartigen Katina Paxinou, die für ihre Darstellung mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Sie ist der heimliche Star des Filmes, sie hält den Haufen beisammen, ist hart und gerecht zugleich und für jeden Anker und Mutter. Die restlichen Guerilleros setzen sich aus verschiedensten Charakteren zusammen, allesamt punktgenau besetzt und mit größtmöglicher Authentizität gespielt.

Regie-Veteran Sam Wood drehte dieses epische Kriegsdrama, das in weiten Teilen wie ein Kammerspiel anmutet, unter möglichst realen Bedingungen, sorgte für eine völlig unpathetische und klischeefreie Inszenierung, soll heißen, alles fühlt sich echt und wahrhaftig an und bleibt somit nachvollziehbar. Niemand ist nur gut oder nur böse, jeder Figur werden ihre Eigenheiten zugestanden wie man sie aus dem wahren Leben kennt. Unter Woods Regie hält sich Coop lange Zeit vornehm zurück und überlässt den anderen die Bühne, wirkt dabei nie wie ein großer Star, was dem Stoff vermutlich nachhaltig geschadet hätte, und integriert sich gekonnt in das Ensemble, bis ihm die Geschichte den Aktionsradius vergrößert, was sich im späteren Verlauf in sich stetig steigernden Actionszenen niederschlägt, ohne das diese je vordergründig wirken. Die Szenen ergeben sich konsequent aus der Handlung und sind mit größter Perfektion und Übersicht wuchtig und spektakulär inszeniert. Das Wood darin ein Meister war konnte man in seinem letzten Film AMBUSH (Die Letzten von Fort Gamble, 1950) noch einmal eindrucksvoll erleben. Dabei wird in FOR WHOM THE BELL TOLLS die Grausamkeit des Spanischen Bürgerkrieges einzig über die Geschichten der Widerständler und deren Traumata übermittelt. Ohne den politischen Konflikt besonders hervorzuheben, wird das Geschehen sensibel und konzentriert vorgetragen und überträgt die Ausweglosigkeit der Gesamtsituation mit analytischer Genauigkeit auf den Zuschauer, der am Ende gezwungen ist, traurige Bilanz zu ziehen. Das muss Wood erstmal einer nachmachen. Es ist ein Film wie Gary Cooper, leise und groß.

Da ich hier die 125-Minütige Kinofassung mit der alten Synchronisation bespreche, kann ich zu den wieder eingefügten Szenen der Langfassung oder zur Neusynchronisation leider nichts sagen, doch die Version der vorliegenden VHS-Fassung würde ich klar als Meisterwerk deklarieren.

Fazit: Herausragendes Kriegsdrama, frei von Klischees und ohne Pathos nach berühmter Vorlage von Ernest Hemingway. Klassiker.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. September 2013
Wie es aussieht, werden heutzutage wohl die Übersetzungen der Originale nicht mehr von
gut geschulten Spezialisten mit Fingerspitzengefühl erledigt, sonder per Google-Übersetzer
ins Deutsche übertragen. Danach wird alles in ein gedankenloses Seifenopergestammel in
Vorabendqualität umgestylt. Schade drum. Aber wo bleiben die anderen großen Gary-Cooper-
Klassiker der Vorkriegszeit ? BENGALI, BEAU GESTE, VERRAT IM DSCHUNGEL, OPERATOR 13 ?
Bitte keine Ausreden, daß die deutschen Vorkriegs-Synchronisationen ausgebombt seien.
Diese Filme sind alle noch in den 50er Jahren in den Kinos gelaufen. Also, liebe DVD-
Produzenten. Hier ist noch Potential !!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Juli 2015
.....bringt uns Koch Media da auf blu ray.
Alles was das Herz begehrt ist auf dieser wundervollen. ..Zwei. ..Scheiben drauf. Die Urfassung von 165 min beginnend mit der Overture in guten HD Sound und Pause samt Pausen Musik. Jeder Fan dieses Klassikers schmelzt hinweg dabei. Und dann. .....Das Bild. Im Orginal Bildformart und so wie es Sam Wood gedacht hat. Des weiteren wurde vernünftig restauriert ja man kann sogar sagen in Ehrfurcht vor dem Orginal. Kein lieblos kaputt gefiltert. .sondern in bedacht auf die beabsichtigte Bildsprache und deren Austruckskraft.
Die unvergessliche Bergmann als Maria hatte sich mir schon damals in einer Kino Vorstellung ins Gedächtnis gebrannt und ich hatte zu jener Zeit nicht die Gelegenheit die Langfassung zu sehen.
Durch diese blu ray habe ich diese kulturelle Lücke geschlossen.
Die deutsche Version ist beigehalten worden und klingt wie sie eben im Jahre 51 geklungen hat. Dennoch empfiehlt es sich diese zu hören und nicht die schlechtere neu Version.
Jeder andere welcher der englische Sprache mächtig ist sollte sowie nur die O Fassung ansehn. Auch wenn Cooper fürchterlich nuschelt in manchen Dialog Szenen.
Dennoch ist das englische Orginal nicht zu vergleichen mit der Synchron Fassung. Schon aleine der grandiosen Dialoge zwischen Gary Cooper und der beindruckenden Katia Paxinou als Pilar wegen.
Diese blu ray ist ein Vollendung. In Bild und Ton. Man hat die Möglichkeit die Kino Fassung zu sehn und die Langfassung.
Beide Versionen sind klasse. Und jeder Filmliebhaber muss diese blu ray im Regal stehen haben.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Juli 2015
Diesen großartigen Film sollte man nicht nur auf die Liebesgeschichte der exellenten Hauptfiguren Gary Cooper und Ingrid Bergman reduzieren, obwohl beide eine der wunderbarsten Leistungen ihrer erfolgreichen Karriere abliefern, da die ausdrucksstarke Bildsprache, die politische Botschaft und viele gut gemachte Actionszenen das Herz dieses Werkes ausmachen.

Regisseur Sam Wood inszinierte, basierend auf einen Roman des großen Ernest Hemingway aus dem Jahre 1940, mit "Wem die Stunde schlägt" (For Whom the Bell Tolls) die Geschichte aus dem Leben des US-Amerikaners Robert Jordan, der als Widerstandskämpfer in Spanien weilt.

Im spanischen Bürgerkrieg 1937 kämpft der amerikanische Professor Jordan (Gary Cooper) auf Seiten der Republikaner mit dem Auftrag, in den Bergen bei Segovia eine strategisch wichtige Brücke zu sprengen. Dadurch soll der Vormarsch des Feindes gestoppt werden. Eine Gruppe von spanischen Guerillas will Jordan bei dieser riskanten Mission unterstützen. Ihr Anführer Pablo (Akim Tamiroff), ein auf den ersten Blick finsterer Geselle, scheint schon resigniert zu haben und ist mehr dem Alkohol zugetan. Seine temperamentvolle, energische Frau Pilar (Katina Paxinou) dagegen ist ganz anders bei der Sache und hält die Truppe zusammen. Pablo läßt bei einigen Gelegenheiten Jordan seine Abneigung spüren und das hängt nicht nur mit ihrem Auftrag, sondern auch mit der vor einiger Zeit aufgenommenen, elternlosen Maria (Ingrid Bergman) zusammen, in die sich Jordan, wie die sich in ihn, verliebt. Dabei findet Maria in den drei Tagen, die ihnen bleiben, zum erstenmal wieder Mut in einem Leben, dass es bisher nicht gut mit ihr gemeint hat. Mit der Hilfe Pilars und des alten wegekundigen, symphatischen Anselmo (Vladimir Sokoloff) gelangen Roberto, wie ihn Maria immer nennt, und der Rest der Truppe zu der Brücke.
El Sordo (Joseph Calleia) der die Pferde für den Rückzug nach der Sprengung besorgen soll, gerät mit seinen Leuten aber in ein Feuergefecht und stirbt, während Jordan, Pilar und die anderen verzweifelt warten. Robert sprengt die Brücke zwar im richtigen Augenblick, wird dabei aber schwer verletzt. Er will seinen Freunden und Maria den Rückzug decken, damit sie sich retten können, aber Maria weigert sich, den Geliebten allein zurückzulassen...
Wird es Roberto gelingen, Maria zu überzeugen, dass sie weiterleben soll und muß, weil er nur dann immer bei ihr sein wird...?

Neben dem stets spannenden Handlungsablauf dieses großartigen Klassikers beeindrucken die exquisite Ausstattung, die Kameraarbeit mit wunderbaren weichen Technicolor-Farben, die geniale Filmmusik von dem berühmten Victor Young und natürlich die unvergessenen Leistungen aller Darsteller, an der Spitze die der beiden Hauptprotagonisten Cooper und Bergman.
Ihre gemeinsamen Szenen sind einfach großartig, so als sie ihm sagt, sie wundere sich, wo bei ihren Küssen eigentlich die Nasen blieben, oder nachdem beide die Nacht in Robertos Schlafsack verbracht haben und sie ihn fragt: "Hast du auch gemerkt, wie die Erde gezittert hat?" und der richtig eingestellte Seismograph des Publikums das erotische Beben registriert. Mit Ingrid Bergman, in diesem Film mit wunderschönem Kurzhaarschnitt agierend, entfachte Gary Cooper ein cineastisches Freudenfeuer auf der Leinwand, das die politische Seite des Films sogar überschattete und jedem Zuschauer in romantischer Erinnerung bleibt.
Die übrigen Darsteller wollten da nicht zurückstehen und übertrafen sich in imponierendem "Szenenstehlen", was besonders für den bärbeißigen Akim Tamiroff und die temperamentvolle Katina Paxinou gilt, die, trotz neun "Oscar-Nominierungen", darunter für Cooper, Bergman und Tamiroff, als einzige die begehrte Trophäe mit nach Hause nehmen durfte.

Diese wunderbare HD-Veröffentlichung des Hollywoodklassikers von "Koch Media" (Bild- und Tonqualität sind sensationell gut), schließt endlich diese filmhistorisch höchst bedeutsame Lücke. Außer der aufgespielten Kinofassung von 130 Minuten mit der alten 1951er Synchro, gibt es eine zweite Scheibe mit der rekonstruierten Langfassung von 165 Minuten, bei der man die 1951er Synchro, also die der damaligen Kinofassung einstellen kann, die hinzugefügten Szenen sind in deutsch mit der Neusynchronisatin von 2003 versehen, die man ebenfalls als kompletten Film einstellen kann. Schöne "Extras", wie ein deutscher und englischer Filmtrailer, ein "Hörspiel" "For Whom the Bell Tolls" mit Cooper und Bergman und ein sehr informatives Booklet von Ansgar Skulme runden das Gelingen dieser "Masterpices of Cinema-Collection" würdig ab.

Große Empfehlung für alle, die den Klassiker kennen und die ihn noch nicht kennen!
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TOP 1000 REZENSENTam 29. Juli 2015
Spanien, 1937: Der US-Amerikaner und Sprengstoffexperte Robert Jordan (Gary Cooper)
kämpft auf Seiten der Republikaner gegen die Faschisten und bekommt den Auftrag, eine
strategisch wichtige Brücke in einer unwegsamen Bergregion zu sprengen. Unterstützt wird er
dabei von einer kleinen Gruppe von Widerstandskämpfern – Menschen, die den Aufstand der
Braunhemden überlebt haben und nun den Wirren des Bürgerkrieges trotzen, indem sie sich
nach Guerilla-Art am Kampf gegen Franco beteiligen. Angeführt werden sie von dem stillen,
eigenwilligen Pablo (Akim Tamiroff), der sich klar gegen das Unternehmen ausspricht. Seine
temperamentvolle Frau Pilar (Katina Paxinou) schätzt die Lage jedoch anders ein, bezeichnet
ihn sogar als feige und es kommt zum offenen Streit. Doch da ist noch eine Person, eine junge
Frau mit Namen Maria (Ingrid Bergmann), die Schutz bei der Gruppe gefunden hat, nachdem
ihre Familie ermordet wurde. Als sie Robert Jordan begegnet, ist es für beide Liebe auf den
ersten Blick. Doch weder der Ort noch der Zeitpunkt könnten schlechter gewählt sein, um
eine Beziehung zu beginnen, zumal in drei Tagen die Brücke gesprengt sein muss.

In seinem Roman „Wem die Stunde schlägt“ beschrieb Literaturnobelpreisträger Ernest
Hemingway seine eigenen Erlebnisse während des Spanischen Bürgerkriegs. Kaum war der
Roman 1940 veröffentlicht worden, stritten sich alle namhaften Hollywood-Studios um die
Rechte. Schlussendlich machte Paramount das Rennen und ließ Regisseur Sam Wood die
literarische Vorlage als rührendes Melodram für die Leinwand umsetzen. Die dramatische
Liebesbeziehung zwischen Ingrid Bergmann und Gary Cooper hatte fortan ihren Platz in der
Geschichte des Kinos sicher. Obendrein gab es einen Oscar für die beste Nebendarstellerin
(Katina Paxinou) sowie neun weitere Nominierungen. Das Ausnahmewerk von 1943 wurde
nun von Koch Media in High Definition ausgewertet und ist in der Reihe „Masterpieces of
Cinema Collection“ endlich auf Blu-ray erhältlich. Das Mediabook vereint übrigens nicht nur
die 170 Minuten lange Original-Kinofassung, sondern auch die knapp 40 Minuten kürzere,
später veröffentlichte Fassung – eine sehenswerte Wiederentdeckung für Fans von Klassikern.
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Spanien während des Bürgerkriegs 1937. Der als Sprengstoffexperte auf den Seiten der Franco-Gegner kämpfende amerikanische Lehrer Robert Jordan (Gary Cooper) erhält den Auftrag zur Sprengung einer Brücke in den Bergen, die den bevorstehenden Angriff der Republikaner auf die Stadt Segovia unterstützen soll. Dabei soll ihn eine in einer Berghöhle versteckte Partisanengruppe unterstützen. Dort trifft Robert auch die 19-jährige Maria (Ingrid Bergman), die nach dem grausamen Tod ihrer Eltern von den Faschisten vergewaltigt wurde. In der Gruppe herrscht Uneinigkeit über die Sprengung der Brücke. Während Robert und Maria, die sich auf Anhieb verliebten, Pläne über eine gemeinsame Zukunft in den USA schmieden, beseitigt einer der Partisanen Roberts Sprengstoffzünder. Doch die mögliche Zündung durch Handgranaten gleicht einem Himmelfahrtskommando ...

Ernest Hemingway (1899-1961) schrieb den gleichnamigen Roman 1940 und stellte sich dabei für eine mögliche Verfilmung bereits Gary Cooper und Ingrid Bergman als Hauptdarsteller vor. Nachdem sich Paramount für die damalige Rekordsumme von 150000 Dollar die Filmrechte gesichert hatte und Sam Wood (1883-1949) als Regisseur verpflichtet wurde, begannen die Dreharbeiten im Juli 1943 in den kalifornischen Blue Canyons, wobei die meisten Szenen am Sonora Pass in Nevada gedreht wurden. Dem Gesamtbudget von 3 Millionen US-Dollar standen in den US-Kinos Einnahmen von 7 Millionen Dollar gegenüber. Auch wenn FOR WHOM THE BELL TOLLS nicht den inhaltlichen Tiefgang von Hemingways Vorlage erreicht, überzeugt das Kriegsmelodram noch heute mit seiner perfekten Ausstattung und den für die Entstehungszeit außerordentlichen Action-Sequenzen.

KOCH-MEDIA präsentiert den Technicolor-Klassiker in hervorragender Bildqualität im Original-Kinoformat (4:3). Das Media-Book aus der Reihe "Masterpieces of Cinema" (Nr. 20, FSK-Sticker ablösbar) enthält 2 Blu-rays. Disc 2 beinhaltet die ab Januar 1951 auch in Deutschland gezeigte Kinofassung (133 min) mit der Originalsynchronisation von 1950 und der englischen Original-Tonspur (jeweils DD HD-MA 2.0). Optional sind deutsche und englische Untertitel verfügbar. Disc 1 zeigt die rekonstruierte Langfassung (165 min) mit der zurecht viel gescholtenen Neusynchronisation von 2003. Zusätzlich ist hier die Synchronisation von 1950 enthalten, wobei die fehlenden Szenen mit der Synchronisation von 2003 aufgefüllt wurden. Optional gibt es deutsche und englische Untertitel. Als Extras sind auf Disc 2 deutscher/englischer Original-Kinotrailer, das gleichnamige englische Hörspiel mit Ingrid Bergman und Gary Cooper (59 min) sowie eine selbstlaufende Bildergalerie mit seltenem Werbematerial (26 min, mit Musik) enthalten. Das zwischen den Discs befindliche 16-seitige Booklet mit einem Text von Ansgar Skulme komplettiert die Edition.

Für Sammler von Klassikern eine sehr empfehlenswerte Veröffentlichung!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juli 2015
This great Hollywood movie comes to blu ray thanks to koch media and Universal in a gorgeous way. Two editions of the movie are presented, the one restored with the help of a newly discovered nitrate print in the 90's by UCLA , already published on dvd in 2001 and the classic cinema reissue version that was made by Paramount in 1956 by cutting the original negatives. Both versions are taken from restored elements and the shorter one is even two minutes longer adding two brief sequences without dialogues. The masters are ALL NEW and not a simple upgrade of the versions used for dvds and VHS previously. Even some problems of stability of the picture have now been fixed. Color is beautiful. The short version presents the original 1951 german dubbing and the original english soundtrack, the longer restored version presents original english, redubbed 2001 german version and a mix of 1951 and 2001 german dubbings as third audio! The beautiful extras are all on the disc of the shorter version. We have a long photogallery -a beautiful montage of posters and publicity photos from all over the world -, lasting about 30 minutes, two trailers (original and german ones) and the audio of the Lux Radio Theater version of the movie, with Cooper and Bergman themselves as stars. The discs are inserted in a beautiful booklet type box and the booklet itself is rich in informations and photos.
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am 31. März 2007
"Because I am involved in mankind;
and therefore send to know
for who the bell tolls.
It tolls for thee."

Spain 1937. Robert Jordan (Gary Cooper) came to Spain o fight for "The Republic" (a nice way to say for the commies) and against nationalists. He also had a dislike for Germans and Italians. His assignment was to go behind the nationalist lines and blow up a bridge at a strategic moment. There this stoic hero meets a peasant girl (a much too young for Gary, Ingrid Bergman) with a bad haircut and that barely escaped a train ride. They naturally fall in love which complicates things. Will this jeopardize the mission? Do we care?

Along with this we have the classic mixture of characters that you cannot tell if they are the good guys or the bad guys. The two that stand out besides the hero and his girl are Katina Paxinou (sort of a female Antony Quinn) as the doyenne, and Akim Tamiroff as the once good guerilla who may be bad or just self-centered. Who they were and how the acted was quite a predicable formula.

The story is an adoption from the Ernest Hemingway novel. Of course they could not put everything in the story and took a few liberties. We also miss the dialog that people read Hemmingway for.

The initial credits are in some annoying script (Parchment) make it hard to read at a glance.
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