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Deutscher Titel: Wem die Stunde schlägt
Originaltitel: For Whom the Bell Tolls
Produktionsland: USA
Premiere: 1943
Mit: Gary Cooper (oscarnominiert), Ingrid Bergman (oscarnominiert), Akim Tamiroff (oscarnominiert), Katina Paxinou (oscargekrönt), Vladimir Sokoloff, Mikhail Rasumny, Victor Varconi, Arturo de Cordova, Fortunio Bonanova, Eric Feldary, Joseph Calleia u. A.
Regie: Sam Wood (oscarnominiert)
Literarische Vorlage: nach dem gleichnamigen Roman von Ernest Hemingway
Drehbuch: Dudley Nichols
Musik: Victor Young (oscarnominiert)
Kamera: Ray Rennahan (oscarnominiert)
Schnitt: Sherman Todd, John F. Link Sr. (oscarnominiert)
Ausstattung: Hans Dreier, Haldane Douglas, Bertram C. Granger (oscarnominiert)
Bild: gut / Farbe / Technicolor / 4:3
Sprache: englisch
Synchronisation: deutsch, italienisch, französisch, spanisch
Untertitel: deutsch, englisch u. a.
Filmlänge: 158 Minuten
Genre: Literaturverfilmung > Kriegsfilm > Bürgerkriegsfilm > Kriegsromanze > Abenteuerfilm
Auszeichnungen: Ein Oscar für Katina Paxinou als beste Nebendarstellerin
Nominierungen: für insgesamt neun Oscars
Specials: nur Trailer
Handlung Spanischer Bürgerkrieg 1937.
Den Film zeichnet aus seine starke Emotionalisierung verwoben in die wilden Felsen- und Schluchtenlandschaften des meisterlich imitierten Spaniens. Ein unglaublich intensives Schauspiel temperamentvoller Ausbrüche von Leidenschaft, Neid, Hass, Mut, Gelassenheit, Angst, Wut, Trauer, Liebe, Verrat und Selbstlosigkeit. Dass es der Regisseur fertigbrachte diese Gefühle glaubwürdig und entkitscht auf die Leinwand zu ballen, zeugt von edelster Güte und verhilft dem Werk auf das Podest größter filmischer Meisterwerke. Den leidenschaftlich entfesselten Charakter verstärkt die großartige Musik von Victor Young.
Natürlich hat man die Geschichte Hemingway zu verdanken. Abgesehen davon vermittelt aber der Film selbst innerhalb seiner Struktur die Kraft seiner Botschaft, welche ist: die Liebe der beiden Helden überstrahlt die Haupthandlung, steht über ihr wie ein Adlerpaar im Gleitflug. Das dramatische Bürgerkriegsgeschehen, welches deshalb keineswegs Rahmenhandlung ist, wird gekrönt von der Liebe der Liebenden. Es kann nicht die Hauptrolle spielen, weil Konflikte zwischen Brüdern nie Krone des Daseins sein können. Konflikte aber zwischen Mensch und Mensch können seitens Liebender rein interpretiert und moralisch hinterfragt werden auf deren Motiv.
Auch wenn der Held am Ende stirbt, weil er sich opferte für die geistige Idee, das Leben seiner Geliebten und seiner Nächsten, bleibt er samt seiner Gewißheit an die absolute Gültigkeit der Liebe unsterblich.
Gary Cooper ist in diesem Film besonders gut, intensiv und eindrucksvoll, Ingrid Bergman vielleicht am Schönsten von allen ihren Filmen und ihr Haar nie so jungfräulich Korngelb wie hier, Akim Tamiroff in wahrscheinlich glanzvollster Leistung seiner Karriere, Katina Paxinou in unvergleichlicher Weibeskraft.
Die Oscarnominierungen sind sämtlich wohlverdient.
Die Farbenkraft ist überragend, die Spannung und Dramatik ergreifend. Ein Film, der in keiner Sekunde langweilig erscheint, handelt es sich auch um den beiläufigsten Nebendialog.
Einer der großartigsten und besten Filme der Filmgeschichte.