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"Um uns in der Welt schrittweise einquartieren zu können, sind wir darauf angewiesen, dass man sie uns zeigt", schreibt die Autorin in ihrem Buch Weltwissen Siebenjähriger. Doch was sollen Eltern ihren Kindern in den ersten Lebensjahren vermitteln, mit was sollen sie in Berührung kommen? Diese Frage stellte Donata Elschenbroich zwischen 1996 und 1999 Menschen jeden Alters, aller Schichten und Bildungshintergründe: "die eigene Anwesenheit als positiven Beitrag erleben, einen Schneemann bauen, in einer anderen Familie übernachten" sind nur einige Erfahrungen, die Siebenjährige der Umfrage zufolge gemacht haben sollten.
"Wissen, das sind ebenso Erinnerungsspuren des Kindes, Routinen, Zweifel, offene Fragen, intelligentes Raten. Auch entscheiden zu können: das interessiert mich jetzt nicht. Wissen heißt nicht, über etwas viel reden, sondern etwas tun können", erklärt die Autorin. So geht sie in ihrem Buch auch auf das Kind als Lebens-Unternehmer ein, als Forscher, Sammler, Erfinder und wirft einen Blick auf beispielhafte Initiativen in anderen Ländern.
Das Buch bietet keine Patentrezepte oder Checklisten, welches Wissen Kindern vermittelt werden sollte. "Im Kind die Kraft zu bestärken, sein eigener Lehrer zu sein, darum geht es", so die Autorin. Donata Elschenbroich gibt daher Anregungen, das Kind bestmöglich zu fördern und ihm wichtige Erfahrungen nahe zu bringen -- Inspirationen für Eltern, die sich gezielter mit der frühkindlichen Erfahrungswelt beschäftigen möchten. --Gabriele Hilchenbach -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Jedes Kind sollte schon einmal ein Baby massiert, ein chinesisches Schriftzeichen geschrieben, auf der Bühne gestanden haben. Es sollte einen Streit aus zwei Positionen erzählen können und wissen, was Heimweh ist. Die angeführten Dinge erweisen sich dabei für die Erwachsenen als genauso wichtig und interessant. So kann diese Liste zugleich als Anregung für alle gelesen werden, sich intensiver mit ihrer Umgebung und mit sich selbst auseinander zu setzen. Einen Zugang auch zur wirklichen Realität schaffen, ohne Umwege über Computer oder Fernseher und damit einen direkten Umgang miteinander zu ermöglichen, sind hier wichtige Grundgedanken.
Die Regie für diese gekürzte Fassung wurde von Otto Schweitzer übernommen. Keine leichte Aufgabe bei einem Buch, das die unterschiedlichsten Texte -- von trockener Theorie bis hin zu quicklebendigen O-Tönen der Kinder -- beinhaltet. Eine stärker ans Hörspiel angelehnte Inszenierung war offensichtlich zu aufwändig. So versucht Schweitzer, mit wenigen Mitteln den Inhalt als Hör-CD von ausschließlich erwachsenen Sprechern umzusetzen. Dabei klingt eine der Sprecherstimmen leider leicht verzerrt. Die jeweiligen Wünsche wurden mit Hall aufgenommen und verleihen ihnen dadurch fast feierliche Tiefe. Kurze Klaviereinspielungen von Jan Gazdzicki nach Motiven von Schostakowitsch untermalen diese. Das sehr schlicht gehaltene Begleitheftchen enthält die allernötigsten Informationen und gibt einen kurzen Einblick in die Wunschliste. Aufgrund des äußerst spannenden Inhalts empfehlenswert. --Anne Hauschild
Zwei CDs mit einer Spieldauer von insgesamt 113:32 Minuten. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die Palette reicht von ganz schlichten, einfachen Dingen (z.B. andere Wahrnehmungsformen zu fördern, etwa Geruchs- oder Geschmackssinn), über kleine Experimente zur sanften Hinführung auf einfache physikalische Zusammenhänge ("wie kann ein Gummibärchen trocken auf den Grund einer wassergefüllten Schüssel tauchen?") bis hin zu ausgefallen Ideen (ein fremdsprachiges Lied lernen, in einen Bach springen).
Die Vorschläge eines "Bildungskanons" erstrecken sich über ein beeindruckend weites Feld - und doch möchte ich als Leser keinen der vielen Anregungen weglassen.
Fazit: Das Buch hat mich stark motiviert, die Erziehung und den gesamten Kontakt zu meinen (kleinen) Kindern breiter anzulegen, mehr und andere Facetten des Lebens mit meinen Kindern zu teilen. Sehr lesenswert, (fast) auf einer Stufe mit der "Familienkonferenz" und dem "Geheimis glücklicher Kinder".
Den Stern Abzug gibt's weil ich mir (noch) mehr praktische Anregungen gewünscht hätte.
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