Aus der Amazon.de-Redaktion
In zwölf folgerichtigen Schritten seziert der Münchner Soziologe darin die wesentlichen Facetten unserer riskanten Weltverhältnisse und die insgesamt kaum mehr als halbherzigen Versuche, der ständig bedrohlichere Ausmaße annehmenden Gefährdung unserer Lebensgrundlagen vielleicht doch noch irgendwie Herr zu werden. Angefangen von der Inszenierung des Weltrisikos (die die tatsächliche Gefahr, in der wir uns befinden, immer nur ausschnittsweise mal aus dieser, mal aus jener Perspektive sichtbar macht) über die Frage, wer eigentlich und warum im Weltrisikodiskurs über die Definitionshoheit verfügt (also darüber entscheidet, was (k)ein Risiko ist), gelangt er zur Skizze einer Kritischen Theorie der Weltrisikogesellschaft und legt abschließend überzeugend dar, worin die Dialektiken der Moderne bestehen, das heißt: Wie die Krisen der Moderne aus den Siegen der Moderne hervorgehen und weshalb in einer sich über sich selbst aufklärenden, reflexiven Moderne vielleicht doch noch Anlass zur Hoffnung bestehen könnte -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de
Pressestimmen
Kurzbeschreibung
Über den Autor
Ulrich Beck ist einer der bedeutendsten Soziologen und Risikoforscher weltweit. Sein 1986 erstmals veröffentlichtes Buch Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne wurde zu einem Bestseller. Der darin geprägte Begriff der Risikogesellschaft machte ihn international und weit über akademische Kreise hinaus bekannt. Zwanzig Jahre später erneuerte und erweiterte er seine Zeitdiagnostik in dem Buch Weltrisikogesellschaft. Auf der Suche nach der verlorenen Sicherheit im Zeichen von Terrorismus, Klimakatastrophen und Finanzkrisen. Bis 2009 war Beck Professor für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, derzeit lehrt er an der London School of Economics and Political Science. Nach der japanischen Reaktorkatastrophe im Frühjahr 2011 berief ihn die Bundesregierung in die »Ethikkommission für sichere Energieversorgung«.
Ulrich Beck wurde am 15. Mai 1944 in Stolp in Hinterpommern geboren. Nach seinem Studium der Soziologie, Philosophie, Psychologie und Politikwissenschaft in München promovierte er dort im Jahr 1972. Sieben Jahre später wurde er im Fach Soziologie habilitiert. Sein wissenschaftliches Hauptinteresse gilt dem Grundlagenwandel moderner Gesellschaften, insbesondere im Zeichen der Globalisierung. Er beschäftigt sich mit den daraus erwachsenden theoretischen, empirischen und methodologischen Fragen sowie den Konsequenzen und Risiken, die dieser Wandel für Wirtschaft, Politik, Kultur und Massenmedien nach sich zieht.
Seit 1980 ist Beck Herausgeber der Zeitschrift Soziale Welt. Ihm wurden mehrere Ehrendoktorwürden europäischer Universitäten und zahlreiche Preise verliehen.