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Die Welträtsel. Gemeinverständliche Studien über monistische Philosophie
 
 
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Die Welträtsel. Gemeinverständliche Studien über monistische Philosophie [Gebundene Ausgabe]

Ernst Haeckel
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 511 Seiten
  • Verlag: Kröner; Auflage: (Nachdr. d. 11. vollst. Ausg. v. 1919) (1984)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 352000111X
  • ISBN-13: 978-3520001115
  • Größe und/oder Gewicht: 18,1 x 11,6 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Ernst Haeckel
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die 1899 erschienenen "Welträtsel" des Naturwissenschaftlers Ernst Haeckel (1834-1919) waren um die Jahrhundertwende ein Weltbestseller und gelten als Hauptwerk des modernen "Monismus". Der heute wieder lebhaft diskutierte Autor vereinigte den Wissenschafts- und Fortschrittsoptimismus seiner Zeit mit den ersten Überlegungen zur Ökologie im heutigen Wortsinn.

Autorenporträt

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Haeckel, Ernst dt. Biologe, Philosoph und Künstler *16.2.1834 Potsdam, †9.8.1919 Jena Die Welträtsel, 1899 Mit den Arbeiten Generelle Morphologie der Organismen (1866) und Natürliche Schöpfungsgeschichte (1868) verhalf Ernst Haeckel der Evolutionstheorie von Charles R Darwin in Deutschland zum Durchbruch und löste gleichzeitig die heftige Diskussion um ihre wissenschaftlichen und weltanschaulichen Folgen aus. Seine philosophischen Überlegungen beschrieb er in dem Buch Die Welträtsel. Haeckel wurde 1865 als erster ordentlicher Professor für Zoologie nach Jena berufen, wo er das Institut für Zoologie aufbaute. 1906 gründete er den Deutschen Monistenbund und begann 1909 mit dem Bau des Phyletischen Museums. Berufungen an andere Universitäten lehnte er stets ab. Mit großer Begeisterung für die Natur und stets auf der Grundlage beobachteter Tatsachen leistete er entscheidende Beiträge für die Begriffsfindung und die Theoriebildung in den Biowissenschaften. Biografie: G. Heberer (Hrsg.), Der gerechtfertigte Haeckel, 1968.

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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die „Welträtsel" von E.Haeckel waren sofort nach ihrem Erscheinen 1899 ein riesiger Erfolg.
Das Werk erreichte in wenigen Monaten wiederholte Auflagen und wurde in über 25 Sprachen übersetzt. Zum Zeitpunkt der Niederschrift des Werkes war Haeckel bereits ein international anerkannter Zoologe und galt als Deutscher Darwin als wesentlichster Vertreter und Verbreiter des Entwicklungsgedankens und der Darwinschen Abstammungslehre. Mit seinen „Welträtseln" wollte Haeckel die Grundzüge seiner Weltanschauung formulieren, die er als „Monismus" bezeichnetet. Haeckel erweist sich in diesem Werk als ein Deutscher Titan einer wissenschaftlich-materialistischen Weltanschauung. Die Welt in ihrer Materialität ist die große Gebärerin des Lebens im Allgemeinen und des menschlichen Lebens im Besonderen. Aufgrund dieser Anschauung schenkt er der Natur eine Verehrung, die den Charakter des „Göttlichen" trägt und die ihn in direkter Weise neben Spinoza und Goethe stellt. In einer klaren und verständlichen Sprache, die die unverständliche Sprache vieler deutscher Philosophen in den Schatten stellt, legt Haeckel seine Gedanken dar. Die unbedingte rückhaltlose Suche nach der Wahrheit durch konsequentes wissenschaftliches Denken ist Haeckels Grundprinzip, und so wundert es nicht, dass er in krassem Widerspruch zu allen Dogmen der verschiedenen Religionen und der christlichen Kirche gerät. Die Neuauflage von Haeckels Werk ist ganz besonders zu begrüßen, damit dieser geniale Gelehrte nicht etwa in Vergessenheit gerät. Mit diesem Werk sollte sich jeder beschäftigen, der nach einer wissenschaftlich-philosophischen Gesamtschau der Welt sucht, der den Menschen in der Vielfalt seiner Wesenseigenschaften begreifen will und der begriffen hat, dass nur ein bewusstes Streben nach höheren moralischen Werten, wie dem "Wahren, Guten und Schönen" im Sinne des Monismus, uns als Mensch auszeichnet.
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Die Welträtsel" war eines der einflussreichsten Bücher am Anfang des 20. Jahrhunderts. Es füllte eine Lücke, die viele Menschen nach der Darwin'schen Revolution schmerzlich empfanden: Die Entwicklung des Lebens ist also auch ohne Schöpfergott erklärbar, aber was tritt an seine Stelle? Haeckels Buch ist nichts weniger als der Versuch, eine geschlossene Weltanschauung auf naturwissenschaftlicher Basis zu schaffen, sozusagen eine Religion ohne Glauben. Seine Grundannahmen: Geist und Materie sind nicht zwei verschiedene Dinge, sondern der Geist ist eine untrennbare Eigenschaft der organischen Materie; es gibt somit auch keine unsterbliche Seele. Die gesamte Natur ist beseelt; es gibt keinen prinzipiellen Unterschied zwischen niederen und höheren Lebewesen, sondern nur einen graduellen. Haeckel wollte keineswegs die Religion oder Spiritualität an sich abschaffen. Was er aber bekämpfte, war das Wunder, das Unerklärliche, der kirchliche Dogmatismus - und jener Anthropozentrismus, der den Menschen als Mittelpunkt der Welt und als Ziel der Evolution sah. Wer ein Gefühl dafür bekommen will, wie sehr Darwins Erkenntnisse das damalige Weltbild umwälzten, der liest Haeckel auch heute noch mit Gewinn. Worin Haeckel freilich irrte, war der Glaube an die Allmacht der Wissenschaft, die sämtliche Fragen im Lauf der Zeit würde lösen können.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die Schriften Wilhelm Oswalds (Nobelpreis für Chemie 1908 und Naturphilosoph), der wie Ernst Haeckel ein überzeugter Monist war, haben mich zu Ernst Haeckels "Die Welträtsel" geführt. Oswald und Haeckel haben sich gekannt und gegenseitig beeinflusst. Ernst Haeckel war darüberhinaus ein geradezu leidenschaftlicher Anhänger Darwins. Im Rahmen der Erkenntnisse zu seiner Zeit, stimme ich Ernst Haeckels monistischer Weltanschauung zu. Befremdlich und völlig unverständlich ist es jedoch, wenn dieser große Geist "Neger" als Untermenschen beschreibt und sie eher den Affen zuordnet. Solche und ähnlich verfehlte Schlussfolgerungen Haeckels, dessen Arbeiten in der Naturwissenschaft und Philosophie um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert Gewicht hatten, wenn auch unter Fachleuten heftig diskutiert und umstritten, führten zu einem widerwärtigen Sozialdarwinismus, dessen menschenverachtende Folgen sich wenige Jahrzehnte später im Rassenwahn der NS-Zeit zeigte. Die allgemeine Überheblichkeit der Wissenschaften und die Hörigkeit der Gebildeten zu dieser Zeit haben dazu ihren Beitrag geleistet.
Als leidenschaftlich kann man auch Haeckels Kritik am Papsttum und dem religiösen Dualismus bezeichnen. Heute, über 100 Jahre später, hat diese Kritik immer noch ihre volle Berechtigung. Vielleicht heute, gerade heute, nach erneuten skandalösen Vorkommnissen, mehr denn je.
Monistische Naturwissenschaft und naturphilosophische Anschauungen sind so alt wie Naturwissenschaft und Philosophie selbst. Demokrit (etwa 400 v.Chr.) oder die chinesische Naturwissenschaft und Philosophie (älter) hatten bereits monistische Vorstellungen von der Welt. Bereits von da an lässt sich eine gerade Linie ziehen u.a. über Haeckel, Einstein, Heisenberg, Schrödinger u.a.m. bis zu den empirischen Erkenntnissen der Kosmologen Steven Hawking und Roger Penrose.
Ernst Haeckels "Die Welträtsel" bezeichne ich als Standardwerk der Naturphilosophie. Man gewinnt beim Lesen, wenn man es mit dem Wissen des 21. Jahrhunderts liest.
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