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Weltmacht im Treibsand. Bush gegen die Ayatollahs.
 
 

Weltmacht im Treibsand. Bush gegen die Ayatollahs. (Broschiert)

von Peter Scholl-Latour (Autor) ">>Stell dir vor, es gibt Krieg, und keiner geht hin<<, so heit es angeblich bei Bertolt Brecht ..." (mehr)
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Produktinformation

  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: Ullstein Tb; Auflage: 1 (Oktober 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548367828
  • ISBN-13: 978-3548367828
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als Treibsand, so kann man in der Brockhaus Enzyklopädie nachlesen, bezeichnet man "schluffreiche Feinsande oder feinsandige Schluffe mit sehr geringem Tonanteil, die sich bei Wassersättigung unter Druck in Richtung einer Druckentlastung bewegen, z. B. in eine Baugrube hinein". Und wenn Peter Scholl-Latour sein Buch über den Kampf "Bush gegen die Ayatollahs" mit Weltmacht im Treibsand überschreibt, dann will er damit sagen, dass Amerika schlimmsten Falls mit in die eine oder andere der zahlreichen Baugruben gerissen werden könnte, die seine Bomben und Panzer (im Irak oder in Afghanistan) und seine diplomatischen (Droh-)Gebärden (etwa im Iran, in Saudi-Arabien oder Syrien) gegraben haben und in die hinein nach seinen Vorstellungen die Fundamente gegossen werden sollen, auf denen neue Demokratien nach westlichen (d. h. bei Bush: amerikanischen) Blaupausen aufgebaut werden sollen. An beinahe jede dieser Baugruben führt uns Scholl-Latour und zeigt uns die Gefahren, die für die westlichen Planer und Möchtegern-Bauherren darin lauern.

Der Journalist kennt die Region und die Konflikte des Nahen und Mittleren Ostens vermutlich besser als die meisten seiner Journalistenkollegen, aber auch besser als viele der Experten in den Beraterstäben des Weißen Hauses. Mit deren polit-strategischen Plänen geht er ebenso kritisch ins Gericht wie mit dem militärischen Welterlösungsprogramm der Bush-Regierung. Was aber den Spaß anbelangt (wenn man den bei Büchern wie diesen haben darf), so profitiert das Buch vor allem von der unbändigen Erzählfreude des Autors, mit der er die Aufmerksamkeit seiner Leser seit jeher belohnt.

So berichtet er von seinen Hotelbar-Begegnungen mit einem britischen Kollegen selbstverständlich nicht nur, an welchen wichtigen Informationen und Überlegungen der ihn hat teilhaben lassen, sondern eben auch, wie blendend weiß dessen Aufzug immer zu sein pflegte und wie wunderschön sein akkurat gezwirbelter Bart. So etwas mag manchem als überflüssiges Rankwerk erscheinen. Das ist es aber nicht! Diese kleinen Anekdoten nämlich geben dem Leser die Möglichkeit, die vielen, vielen Fakten und Zusammenhänge mit Bildern zu assoziieren. Und so hat auch der Nicht-Fachmann am Ende immer noch den Überblick. Jedenfalls so weit dies bei diesem doch recht komplexen Themenfeld überhaupt möglich ist. Und Spaß beim Lesen hat er trotz des ernsten Themas auch noch gehabt. Was will man mehr? --Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .



Kurzbeschreibung

Was Peter Scholl-Latour mit der ihm eigenen visionären Kraft vorausgesehen hat, ist eingetroffen: Nicht nur im Irak, im gesamten Nahen und Mittleren Osten entfaltet sich ein historisches Drama, das der Weltmacht USA schneller als erwartet ihre Grenzen aufzeigt. Aufgrund jüngster Eindrücke in der Konfliktregion und jahrzehntelanger Kenntnis der dort wirkenden politischen und religiösen Kräfte gelingt Scholl-Latour eine überzeugende Analyse dieses notorischen Brennpunkts der Weltpolitik. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Dies Buch gewinnt an Aktualität, 15. Februar 2007
Von Dr. W. Hofmann "werner-g-hofmann" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Peter Scholl- Latour beeindruckt mit einem umfassenden Wissen, welches er dem Leser in Form eines Tagesbuches nahe bringt. Manche Rezensenten sehen in seinen oft gemachten fundierten historischen Bezügen die Arroganz des Bildungsbürgers. Ich vermag dies nicht zu teilen. Was ist schon daran schlecht, die Geschichte des Zweistromlandes zu kennen, die nicht mit der Entdeckung von Erdöl begann und folglich noch ganz andere Ideen der Heilserwartung (wie die des Zarathustra) in sich birgt.
Peter Scholl- Latour ist sicher auch, aber eben nicht nur ein homme des lettres. Er hat über 50 Jahre in Indochina und im Orient gelebt, hat mit vielen der Machthaber, aber auch mit dem einfachen Volk gesprochen, sensibel Meinungen und Stimmungen erfaßt. Er kennt aus eigener Anschauung den Krieg Frankreichs in Algerien, kann daraus Folgerungen für Afghanistan, den Irak ziehen.
Daß ein Photo von ihm mit Ayatolla Khomeini in Orient viele exklusive Kontakte eröffnet, mehr als eine US- Uniform, wen wundert das schon.
Ich habe dies Buch im Februar 2007 gelesen. Drei Jahre nach der Erstveröffentlichung ist eine kurze Zeit, die aber ausreicht, tagesaktuelle Sensationspresse von der Weisheit, Neudeutsch: predictive Power eines großen Chronisten der Zeitgeschichte unterscheiden zu können.
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42 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Alle kriegen ihr Fett weg- aber auf sehr hohem Niveau, 26. November 2004
Von ludwigwitzani (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Peter Scholl-Latour: Weltmacht im Treibsand

Den Weisen kann man daran erkennen, dass er zwischen allen Stühlen sitzt, sagt ein altes Sprichwort. Peter Scholl Latour, der hochangesehene Nestor des deutschen Jounralismus, sitzt aber nicht zwischen allen Stühlen sondern gleichsam auf einem Thron, von dem aus die Mächtigen der Welt wenig Gnade bei ihm finden. Ganz gleich, ob es sich um die linken Gutmenschen handelt, die es deutsche Wehrpflichtige in unverantwortlicher Weise in einen potentiellen afghanischen Hexenkessel schicken oder um die amerikanischen Neokonservativen, die ein unilaterales Weltimperium errichten wollen und doch nur blinde Elefanten in einem weltweiten Porzellanladen sind - alle politischen Richtungen spielen ihr Spiel nach ihren Interessen und ihnen ist nur eines gemeinsam: dass sie ihre egoistischen Ziele mit dem Mäntelchen des Gemeinwohls drapieren, allen voran der amerikanische Präsident Bush, der "Evangelikale", der in manichäischer Manier des "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns" die Welt in Gut und Böse einteilt und auf dem Hintergrund dieses simplifizierten Weltbildes und dem Einsatz der ungeheueren amerikansichen Macht den größtmöglichen Schaden verursacht. Wohlgemerkt, Scholl-Latour gehört nicht zu den Gelegenheitspazifisten, die anlässlich einer bevorstehenden Bundestagswahl ihre Friedenssehnsucht entdecken, er ist dem amerikanischen Volk mit tiefer Sympathie verbunden, ebenso wie dem Orient und insbesondere auch dem französischen Kulturkreis - aber er ist eben kein "terrible simplificateur", er ist ein Kenner der Details, der seinen Lesern Exkurse über Zarathustra, Ali und Hussein, Mani und Mazdak die Siebener- und die Zwölfer-Schia nicht erspart, denn im Vorderen Orient verklammern sich wie in kaum einer anderen Region der Erde Internationales und Lokales, Heiligkeit und Schurkentum, Zufall und Geschichte. Was Scholl-Latour, der in seinen Büchern kein zweiter Hintergrundwissen und gelebte Reporterexistenz zu vereinigen weiß, zum Irak, zu Afghanistan, dem Iran und dem Libanon schreibt ist zu komplex um es auch nur resümierend zusammenzufassen. Aber die einfachen Fragen, mit denen der Autor linkes wie rechtes Schablonendenken quer bürstet, sind schon beeindruckend. Was sagt der glühende Anhänger von Präsident Bush wohl dazu, dass die amerikanische Irakinvasion den Untergang der kleinen christlichen Kirchen des Orients möglicherweise besiegeln wird? Und was sagen die glühenden Anhänger des türkischen EU-Beitritts dazu, dass noch nie in der Geschichte so viele Moscheen in der Türkei gebaut wurden wie gerade jetzt, da dieser Staat an die Türe des verweltlichten Europas klopft, dass den christlichen Gott aus seiner Verfassung streichen will? Je weiter man sich in die Lektüre vertieft, desto deutlicher wird: weder in Orient noch Okzident gibt es einfachen Wahrheiten: Kurden, Haschemiten, Wahhabiten, Baath-partei. Assyrer, Drusen, Maronniten, Turkmenen, Hazari, Tadschiken und Paschtunen sind nur einige aus der unübersehbaren Anzahl kollekitver Akteuere. die sich weder vom Pentagon noch von sonst einer Macht wie Schachfiguren hin- und herschieben lassen. Scholl Latours Sympathie gehört dagegen den Persönlichhkeiten, deutschen oder britischen Soldaten, die verantwortungsvoll und unprätentiös ihren Dienst versehen, seine Hochachtung gehört den Tapferen und Aufrechten in den Bergen Afghanistans oder im Libanon, die ihrer Wahrhiet, gleich in welcher Religion sie vormuliert wurde, folgen. Diese Figuren, wirkliche Menschen, hinter all den Mystifiaktionen und Verdummungsstrategien, die durch den Äther schwirren, dem Publikum nahe zubringen, ist ein weiterer Vorzug dieses herausragenden Buches.

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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erfahrung ist alles, 12. September 2006
Ich bin ein großer "Fan" von Peter Scholl-Latour. Aus einem ganz einfachen Grund: Er nennt die Dinge beim Namen. Nimmt keine Rücksicht auf politisch korrektes Journailiengesülze. Und er hat auch keinen Grund ein Blatt vor den Mund zu nehmen, weil er genau weiß wovon er spricht. Es gibt wohl kaum jemanden der die Nachkriegsgeschichte so hautnah miterlebt hat und noch dazu eine begnadete Beobachtungsgabe besitzt.
Viele werfen ihm vor er sei einseitig, hege Vorurteile, sei anti-amerikanisch (heutzutage ein Schimpfwort), anti-zionistisch, usw.
Aber - gerade weil die Vorwürfe von allen Seiten kommen müssten sich seine Kritiker fragen ob "ihre" (Vor)urteile berechtigt sind. Das lässt aber wahrscheinlich die eigene Eitelkeit nicht zu.

Das Buch ist sehr detailiert und scharf beobachtet. Auch gut geschrieben - aber hier zählt Inhalt mehr als Stil.
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5.0 von 5 Sternen Kein Blatt vorm` Mund
Peter Scholl-Latour braucht kein Blatt mehr vorm Mund zu nehmen.

Ihm niemmt man seine Einschätzungen voll ab.

Respekt Herr Scholl-Latour und weiter so!
Veröffentlicht am 19. Juli 2007 von Lesefoxx

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Veröffentlicht am 18. August 2006 von Bassarak, R.

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Am 18. März 2006 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Eine Pflichtlektüre
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Veröffentlicht am 8. März 2006 von S. Jockheck

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Am 17. Februar 2006 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Erstklassig
Nachdem ich etwas über sein vorhergegangenes Buch "Koloss auf tönernden Füßen" endtäuscht war, macht dieses Buch es wieder wett. Lesen Sie weiter...
Am 6. Februar 2006 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Exzellente Analyse eines notorischen Krisenherdes
Ich habe dieses Buch mit Spannung verfolgt, denn so detailliert Scholl-Latour die Ereignisse analysisert und Dinge vorraussagt, so genau lassen sie sich auch in den Medien... Lesen Sie weiter...
Am 3. Dezember 2005 veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen "Operation gelungen, Patient tot!"
Der Titel und der Autor an sich versprechen viel. Das Buch aber ist nichts für jene, die sich bisher nur oberflächlich mit dem Thema beschäftigt haben. Lesen Sie weiter...
Am 11. April 2005 veröffentlicht

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