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Produktinformation
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Der Journalist kennt die Region und die Konflikte des Nahen und Mittleren Ostens vermutlich besser als die meisten seiner Journalistenkollegen, aber auch besser als viele der Experten in den Beraterstäben des Weißen Hauses. Mit deren polit-strategischen Plänen geht er ebenso kritisch ins Gericht wie mit dem militärischen Welterlösungsprogramm der Bush-Regierung. Was aber den Spaß anbelangt (wenn man den bei Büchern wie diesen haben darf), so profitiert das Buch vor allem von der unbändigen Erzählfreude des Autors, mit der er die Aufmerksamkeit seiner Leser seit jeher belohnt.
So berichtet er von seinen Hotelbar-Begegnungen mit einem britischen Kollegen selbstverständlich nicht nur, an welchen wichtigen Informationen und Überlegungen der ihn hat teilhaben lassen, sondern eben auch, wie blendend weiß dessen Aufzug immer zu sein pflegte und wie wunderschön sein akkurat gezwirbelter Bart. So etwas mag manchem als überflüssiges Rankwerk erscheinen. Das ist es aber nicht! Diese kleinen Anekdoten nämlich geben dem Leser die Möglichkeit, die vielen, vielen Fakten und Zusammenhänge mit Bildern zu assoziieren. Und so hat auch der Nicht-Fachmann am Ende immer noch den Überblick. Jedenfalls so weit dies bei diesem doch recht komplexen Themenfeld überhaupt möglich ist. Und Spaß beim Lesen hat er trotz des ernsten Themas auch noch gehabt. Was will man mehr? --Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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- mit seinem rieseigen Informationsinhalt
- und trotzdem leicht zu lesenden Inhalt.
Keiner kann dem Autor mit seiner langjährigen Erfahrung uns seinem imensen Wissen (vor allem im Bereich der islamischen Kultur) etwas vormachen.
Im Gegensatz zu vielen Kommentatoren, welche die großen Konflikte der Weltgeschichte bestenfalls gelesen haben, und sich jezt anmassen die aktuellen Geschehnisse zu beurteilen, hat er diese miterlebt, und schon damals genauestens beschrieben.
Ich kann nur eine absolute Empfehlung abgeben - jedoch Vorsicht:
dem Leser dem vor allem die geschichtlichen Hintergründe zu neu sind, sollte sich nicht von der Dichtheit der Informationen schrecken.
Dieser erfahrende Fachmann beschreibt nüchtern die Auswirkungen der Handlungen, die der Westen unter Führung der USA in Afghanistan und im Iran und Irak begangen hat. Er beschreibt den grenzüberschreitenden Zusammenhalt der islamischen Welt und insbesondere der Schiiten von Teheran bis zu des Hisbullah im Libanon.
Peter Scholl-Latour kann sich dabei nicht nur auf seine Studien vor Ort und seine Kenntnisse der Sprache, der Religion und der Menschen stützen, sondern auch auf ein umfassendes historisches Fachwissen, das vielen anderen Kommentatoren und Entscheidungsträgern häufig fehlt.
Und so haben sich auch seine Vorhersagen im Irak-Krieg bewahrheitet, wo die USA und die von ihnen geführte Koalition trotz der leichten Einnahme Bagdads in einem zermürbenden asymmetrischen Krieg verwickelt wurden, dessen Ende nicht abzusehen ist.
Der Autor bereist im Sommer und Herbst 2003 Afghanistan, IRAK, IRAN und den Libanon. Vergleicht die aktuelle Situation vor Ort mit seinen Erfahrungen aus früheren Reisen in die hochgradig instabile Region. Scholl- Latour spricht mit Personen vielfältigen Kalibers. Angefangen vom Groß-Ayatollah über britische Patrouillensoldaten in Basra bis zum zwielichtigen ehemaligen Geheimdienstler. Hieraus ergibt sich ein buntes Bild von Perspektiven.
In diesem Buch wird versucht auf einfache Fragen, die eigentlich gar nicht einfach sind, Antworten zu finden. Wie sieht die Schiitische Glaubenswelt aus? Wie entwickelte sich die geschichtliche Situation? Was erwarten die Menschen von der Zukunft? Warum gibt es im IRAK einen deutschen Soldatenfriedhof?
Neokonservative Denkweisen gezielter Desinformation, positive Dominotheorie im Nahen und Mittleren Osten sowie der Beginn eines endlosen Abnutzungskrieges gegen das Gespenst des Terrorismus werden schonungslos offengelegt.
Die Erzählweise des Autors ist ,wie in seinen anderen Veröffentlichungen, sehr lebhaft und angenehm springend zwischen verschiedenen Gedankensträngen. Auf die modische verschleiernde „political correctness" wird zum Glück wieder verzichtet.
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