Kurzbeschreibung
Eine der zentralen Unterscheidungen in der Philosophie und Theorie ist die zwischen der nicht-sinnhaften und der sinnhaften Sphäre. Auf der einen Seite gibt es die Welt der Dinge und Körper auf der anderen Seite die Welt der Bedeutung, die man ihnen beilegt, indem man sie in Worte fasst.
Der Titel »Weltliche Wallfahrten« kommt von selbst der religiösen Begrifflichkeit entgegen: Begriffen also, die bei Weiterverwendung in weltlichem Kontext ins Metaphorische umschlagen. So fällt Licht auf die religiösen Unterströmungen der Medientheorie. Zudem greift das Thema aktuelle Diskussionen auf: etwa die Diskussionen um Präsenz und Stimmung (Hans Ulrich Gumbrecht), Erscheinen (Martin Seel), Aura (Dieter Mersch) oder »Evidenz« (Helmut Lethen).
Über den Autor
Georg Mein ist Professor für Germanistik an der Université du Luxembourg. Zahlreiche Publikationen über Medien und Kulturtheorie, Literatursoziologie und Literalitätsforschung.