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Weltkrieg um Wohlstand: Wie Macht und Reichtum neu verteilt werden
 
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Weltkrieg um Wohlstand: Wie Macht und Reichtum neu verteilt werden [Gebundene Ausgabe]

Gabor Steingart
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 399 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 5 (November 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492047610
  • ISBN-13: 978-3492047616
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 321.870 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gabor Steingart
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Langsam wird’s eng, wie Gabor Steingart in seiner gründlich recherchierten vorläufigen Globalisierungsbilanz zeigt: Im internationalen Wettbewerb um Kunden, Märkte und Produktionsstandorte, den die westlichen Industriestaaten, das heißt vor allem die großen Strategen der sie beherrschenden Konzerne, in den vergangenen Jahrzehnten planvoll vorangetrieben haben, droht nun der Westen zurückzufallen. Und die größte Gefahr für den Wohlstand hierzulande ist rot. Ausgerechnet in der offiziell immer noch kommunistischen Volksrepublik China nämlich darf sich der Kapitalismus endlich mal so richtig ausleben. Mit einem unerschöpflichen Heer von billigsten und willigen Arbeitskräften und ohne störende Umweltauflagen (zumindest keinen, die man auch wirklich einhalten müsste) kann man dort nicht nur herrlich Geld verdienen, man kann mit dem Hinweis auf die dort so sehr viel günstigeren Lohnstückkosten auch hierzulande die Löhne immer weiter unter Druck setzen.

Auch anderswo in Asien, vor allem in Indien, herrschen beste Bedingungen für die großen Industriekonzerne, die hier zunehmend nicht nur immer bessere Produktionsbedingungen vorfinden, sondern denen hier zugleich auch ein gigantischer Absatzmarkt heranwächst. Global gesehen ist eine gigantische Umverteilung von West nach Ost im Gange, die nicht nur den Wohlstand, sondern auch seinen Zwilling, die (politische) Macht, betrifft. Hieraus werden neben sozialen Verwerfungen auch handfeste Handelskonflikte entstehen, auf die der Westen, wie Steingart überzeugend darlegt, bislang völlig unzureichend vorbereitet ist. „Wer den Handelskrieg verhindern will, muss ihn vorbereiten“ lautet eine der für manches verwöhnte Ohr gewiss provokanten, aber sehr überzeugend vorgetragenen Thesen des Autors, der es dabei nicht versäumt, zugleich „Strategien der Gegenwehr“ aufzuzeigen.

„Lässt Europa sich weiter fallen oder greift es noch einmal beherzt in den Lauf der eigenen Geschichte ein?“, fragt Steingart am Ende dieser schonungslosen Bestandsaufnahme, und weiter: „Ist die politische Klasse stark genug, ihre vorsätzliche Ahnungslosigkeit zu beenden?“ Auf die politische Klasse nämlich käme es, wie der Autor sehr anschaulich belegt, tatsächlich an! „Die Rettung wird diesmal dem eigenen Wollen entspringen – oder gar nicht. Objekt und Subjekt der Ertüchtigung können nach Lage der Dinge diesmal nur die Völker selber sein. Europa entscheidet erstmals wirklich frei. Diese Freiheit schließt allerdings auch die Freiheit zum Scheitern ein.“ Insgesamt also nicht unbedingt eine sonderlich mutmachende Lektüre. Aber eine, die zeigt, dass die Globalisierung keine Naturgewalt ist, sondern ein Prozess, der, den entsprechenden Willen vorausgesetzt, sehr wohl politisch gesteuert werden könnte -- und müsste! -- Andreas Vierecke

Kurzbeschreibung

Für die reichen Länder des Westens beginnt die Globalisierungsbilanz zu kippen: Asien trumpft auf, während Europa und Amerika im Weltkrieg um Wohlstand zurückfallen. Die Methoden der Angreiferstaaten sind gleichermaßen brutal wie erfolgreich: Sie ertragen in ihrem Innersten bittere Armut, verursachen eine Umweltzerstörung in nie gekanntem Ausmaß, um ihre Kräfte in den Exportindustrien zu konzentrieren. Der Westen wird bei Löhnen und Sozialstandards unterboten, sein in Jahrzehnten erworbenes Wissen oftmals gezielt abgesaugt. Die Folgen spüren wir täglich: Wanderten zuerst die einfachen Industriearbeitsplätze aus, gilt die neueste Angriffswelle dem Mittelstand und den High-Tech-Jobs. Das Zeitalter westlicher Dominanz geht zu Ende. Der Westen besitzt eine Vorahnung, aber keine ernstzunehmende Bedrohungsanalyse, sagt Gabor Steingart. Sein neuestes Buch liefert sie: schonungslos und realistisch.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von R. Fuß
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Zitat aus Stefan Zweigs Essay "Die Monotonisierung der Welt" gilt auch in unserer Zeit fort. Wer glaubt, die indischen und chinesischen Volkswirtschaften könnten uns nicht gefährlich werden, unterschätzt schlichtweg die Macht von mehr als zwei Milliarden Menschen. Der Machtwechsel wird sich nicht schon morgen vollziehen, doch kommen wird er. Seit Jahren ist eine schleichende wirtschaftliche Machtzunahme in Asien festzustellen, bemerkt wird sie jedoch von den meisten erst, wenn Unternehmen dem Preisdruck nachgeben müssen und ihre Fabriken verlagern oder schließen. Das ist eine der Kernaussagen von "Weltkrieg um Wohlstand". Von Beginn des 20. Jahrhunderts angefangen, beschreibt der Autor anschaulich die Verlagerung der wirtschaftlichen Machtzentren von Europa hin zu Amerika und nun den Beginn der Machtübernahme durch China und Indien. Treffend sind die Beobachtungen über den Zustand der westlichen Volkswirtschaften, ebenso wird auf die enorme Umweltverschmutzung, die krassen sozialen Gegensätze in China und Indien sowie ihre potentielle Wirkung auf die ganze Region eingegangen. Man mag sich um einige Aussagen des Buches streiten können. An den grundlegenden und fundamentalen Tatsachen die Gabor Steingart vermittelt, wird man jedoch nicht vorbeikommen können.
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28 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schriller Weckruf 1. Oktober 2006
Von Frank
Format:Gebundene Ausgabe
Die Europäer als Abschiedsgesellschaften die ihre beste Zeit hinter sich haben und nur noch versuchen so viel Wohlstand wie möglich so lange zu halten, die Asiaten als Zukunfstgesellschaften die voller Optimismus besseren Zeiten und mehr Wohlstand entgegenstreben. Das zumindest ist eine der Thesen die Spiegel-Redakteur Gabor Steingart in seinem sehr unterhaltsam geschriebenen neuen Buch "Weltkrieg um Wohlstand" vertritt.

Wenn es das Ziel ist, das Problembewußtsein zu schärfen, klar zu machen dass ein "weiter so" keine wirkliche Option für Europa ist, wenn das Buch als Weckruf gedacht ist, dann geht das von Art und Inhalt her ok. Steingart kann mit Sicherheit ein wesentlich breiteres Publikum erreichen als jeder Ökonomieprofessor.

Jedoch wirken Steingarts Ausführungen manchmal recht schrill und überzogen, durchsetzt mit einer Menge Kriegsvokabular. Ein naiv-wehrloses Europa das im Glauben an die reine Lehre der Marktwirtschaft und die Vorteile der Globalisierung gegen ein unfair spielendes China mit siner "gelenkten" Marktwirtschaft den kürzeren zu ziehen droht? Würde man einen einen Blick auf europäische Subvenstionspolitik - besonders im Agrarbereich - werfen wäre das Bild schnell ruiniert. Das tut Steingart nicht.

Die Asiaten in den "Angreiferstaaten" sieht er vor allem als Produzenten die uns Westlern die Jobs streitig machen. Auf ihre Rolle als Konsumenten, das Entstehen neuer Abnehmermärkte, geht er nicht ein.

Das Buch wird Widerspruch provozieren und mit etwas Glück - hoffentlich - eine öffentliche Debatte entfachen.
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66 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
so heißt ein Buch vom Ökonomen Paul Krugman, veröffentlicht 1996. Darin zeigt er, dass die Analogie zwischen internationalem Handel und Krieg jeglicher Grundlage entbehrt.

Herr Steingart reiht sich ein in eine Reihe illustrer Autoren, die vom globalen Krieg um Wohlstand erzählen. Meistens verbunden mit einer Anleitung, wie man sich zu wehren hat. Fertig ist der Bestseller. Die inländischen Probleme erklären sich mit Hilfe der internationalen Analyse. Stilisiert formuliert sieht die Argumentationskette folgendermaßen aus:

Unternehmen verlagern ihre Produktion massenhaft ins Ausland. D.h. Kapital und Technologie wandern von den Hochlohnländern des Westens in den Süden. Dieser Kapitalabfluss und die folgenden Billigimporte zerstören bei uns gut bezahlte Industriejobs und führen zu Arbeitslosigkeit. Außerdem sinken die Löhne. Kurzum, das sich frei bewegende Kapital ist der große Gewinner, der einfache Arbeitnehmer hat das Nachsehen.

Das ist die Welt in den Augen Herr Steingarts und leider auch vieler anderer Menschen. Nur leider hat das mit der Realität nicht viel zu tun. Warum nicht?

These 1: Es fließen große Menge Direktinvestitionen in Niedriglohnländer.

Das ist schlicht falsch. Direktinvestitionen finden hauptsächlich zur Markterschließung zwischen den Industrieländern statt, nicht zur Produkionsverlagerung. Zugenommen haben die ausländischen Direktinvestitionen nur bis zum Jahr 2000. Danach sind sie wieder gesunken und zwar soweit, dass Deutschland im Jahr 2003 nur 0,6% seiner gesamten Investitionen im Ausland tätigte. Der niedrigste Wert seit 1970.

These 2: Kapital fließt ab, Billigimporte überschwemmen das Land.

Es gibt eine volkswirtschaftliche Identität die immer gilt:

Ersparnisse - Investitionen = Ausfuhren  Einfuhren

Das ist keine graue ökonomische Theorie, sondern buchhalterische Notwendigkeit. Wenn also ein Land mehr spart als es investiert, dann übersteigen seine Ausfuhren auch die Einfuhren. Das Szenario Kapitalabfluss + massenhafte Billigimporte kann es gar nicht geben!

These 3: Arbeitsplätze gehen verloren. Wenn überhaupt, dann nur in sehr geringem Ausmaß. Produktion im Ausland bedeutet gleichzeitig Nachfrage nach unseren Produkten, sowie billigere Importe. Der Nettoeffekt von Auslandsinvestitionen ist nicht einfach zu ermitteln. Die einfache Arithmetik, dass ein zusätzlicher Arbeitsplatz in Land B einen Arbeitsplatz weniger in Land A bedeutet, stimmt nicht.

These 4: Die Löhne sinken, Kapitaleinkommen steigen. Die Verteilung des Volkseinkommen blieb über die letzten 30 Jahre annähernd konstant. 1970 entfielen 68% auf die Lohneinkommen heute sind es 67,4%, allerdings gab es einen bemerkenswerten Rückgang in den letzten 2 Jahren. Der ist aber nicht so einfach auf die Weltwirtschaft zurückzuführen.

These 5: Deutschland verliert Industriearbeitsplätze. Richtig, aber zum überwiegenden Teil liegt das nicht an zunehmender internationaler Verflechtung, sondern am technologischen Fortschritt und am veränderten Nachfrageverhalten der Konsumenten. Wir geben einen immer geringeren Teil unseres Einkommens für Industriewaren aus. Hauptsächlich weil diese relativ zu Dienstleistungen billiger geworden sind. ( Übrigens auch ein Grund für die zunehmenden Unterschiede der Löhne)

Soviel zum ökonomischen Gehalt des Buches. Ärgerlich ist zudem die völlig überzogene Rhetorik: Angreifer, Weltkrieg, Abwehrbündnis, Europa als wirtschaftspolitischer Pazifist. Hier soll offenbar ordentlich Stimmung gemacht werden, bzw. die dahinter liegende Geschichte knackig verkauft werden. So schürt man Angst beim Leser und lässt diesen im Glauben, dass die ganze Weltwirtschaft nichts anderes als ein riesiges, blutiges Schlachtfeld wäre. Nur wer sich behauptet überlebt, die anderen werden untergehen.

Jedoch gibt es keinen Grund anzunehmen, dass dieses Mal etwas anders als in den letzten 200 Jahren sein sollte: Vom wirtschaftlichen Aufstieg einer Nation profitieren andere Länder. Schade, dass ein Mensch der so gewand und anschaulich zu schreiben versteht, nicht mehr Zeit darauf verwandt hat, die ökonomische Logik seiner Argumentation zu überprüfen
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Ein geniales Buch
Dieses Buch gehört einfach zu den besten, die es zur Zeit über die Globalisierung gibt. Viele Märchen unserer Politiker (vom "Exportweltmeister" Deutschland bis zur... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. August 2008 von Fritz Haber
Weltwirtschaft ist kein Nullsummenspiel !
Ich hatte mir leider dieses Buch gekauft in der Hoffnung eine kompetente Analyse eines Experten zu bekommen, aber als ich anfing dieses Buch zu lesen war ich schon fast... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Juli 2008 von Dr. Metal
Hervorragend, dringend zu empfehlen
Dieses Buch gibt in angenehm lesbarer Form Einblick, warum der deutsche Mittelstand immer weniger in der Tasche hat und immer mehr Menschen unverhofft in den sozialen Abstieg... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Mai 2008 von J. Weber
ökonomischer Blick
Auf den ersten Blick hin thematisiert das Buch, was wir ohnehin wissen.
Es gibt auf- und es gibt absteigende Nationen/Regionen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. März 2008 von Steffen Herrmann
Beurteilung
Zunächst zum Handwerlichen: Das Buch ist leicht geschrieben (es liest sich, als sei es runterdiktiert), was aber nicht schadet, viele Bücher, die ähnliche Themen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. März 2008 von L. KG
Klare Sicht
Ein kompakter, brilliant geschriebener Rückblick über die Entwicklung der Weltwirtschaft in den letzten 200 Jahren bildet die Einführung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Januar 2008 von Marie Panek
Hilfe für eine bessere Wirtschaftspolitik
Ein hervorragendes Buch!
Der Wirtschaftsjournalist Steingart leistet mit seiner Studie das, wozu viele Wirtschaftsexperten
und Politiker völlig unfähig sind. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Dezember 2007 von kondor
Populistisch Linksgerichtet Oberfächlich
"Weltkrieg um Wohlstand" habe ich mir spontan gekauft ohne vorher davon etwas gehört zu haben; ich habe Literatur gebraucht um mir die Zeit ein bisschen zu vertrödeln und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Dezember 2007 von S. Robel
Die Wahrheit kann grausam sein!
Viele Menschen in Europa glauben immer noch, in der "ersten Welt" zu leben. Tatsächlich schließen Länder der "dritten Welt" mit einer atemberaubenden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. September 2007 von Alfred Maresch
Volksverhetzung
Wie bereits der Untertitel des Buches verrät: Wohlstand ist für Steingart eine feste Größe, die jetzt neu zu Lasten des Westens verteilt wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. August 2007 von die-gedanken-sind-frei
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china supermacht? übertrieben. 0 11.01.2008
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